Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





Ex-Löwe hat Seuchen-Jahr hinter sich  |  10.02.2020  |  14:00 Uhr

Rausgekickt am Geburtstag: Helmbrecht über sein unschönes Aus bei 1860 – und den Neustart bei Wacker

von Alexander Nöbauer

Lesenswert (30) Lesenswert Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 38 / 57
  • Pfeil
  • Pfeil




Knie verletzt, mehrere Monate Pause: Ein Nackenschlag für Außenspieler Nicholas Helmbrecht. Doch während seiner Reha in Wasserburg lernte der 25-Jährige den heutigen Wacker-Coach Leo Haas kennen, der ihn jetzt zum Burghauser Regionalligisten lotste. −Foto: Butzhammer

Knie verletzt, mehrere Monate Pause: Ein Nackenschlag für Außenspieler Nicholas Helmbrecht. Doch während seiner Reha in Wasserburg lernte der 25-Jährige den heutigen Wacker-Coach Leo Haas kennen, der ihn jetzt zum Burghauser Regionalligisten lotste. −Foto: Butzhammer

Knie verletzt, mehrere Monate Pause: Ein Nackenschlag für Außenspieler Nicholas Helmbrecht. Doch während seiner Reha in Wasserburg lernte der 25-Jährige den heutigen Wacker-Coach Leo Haas kennen, der ihn jetzt zum Burghauser Regionalligisten lotste. −Foto: Butzhammer


Für einen Fußballer ist es mit die schlimmste Zeit: Während alle anderen irgendwo untergekommen sind, täglich trainieren und sich dann in Ligaduellen messen, ist man selber auf sich allein gestellt, arbeitslos. So wie Nicholas Helmbrecht im letzten halben Jahr. "Umso dankbarer bin ich jetzt, dass Wacker mir diese Chance gibt und ich nach meiner Leidenszeit wieder Fuß fassen kann."

Richtig schön sei das letzte Jahr nämlich nicht gewesen, angefangen mit seinem Geburtstag am 30. Januar: "Da haben mir die Verantwortlichen der Münchner Löwen nahegelegt, dass ich meinen Vertrag doch auflösen solle. Da waren wir gerade eine Woche im Training." Und Helmbrecht seit dreieinhalb Jahren beim TSV 1860. Hauptsächlich war er als Außenspieler in der zweiten Mannschaft eingeplant, bei den Profis durfte er aber immer wieder reinschnuppern, stand gegen den VfB Stuttgart sogar im Kader. "Da würde man natürlich ganz gerne wieder hin, aber dann halt auch spielen."

Beim FC Memmingen durfte er wieder auf den Rasen, markierte in zwölf Partien drei Tore. "Anfangs ist auch alles gut gelaufen, aber dann habe ich mich mit dem Trainer gestritten." Und vom Umfeld war der 25-Jährige auch nicht so recht überzeugt. Am Anfang meine man, das werde schon noch – beim FCM war es für ihn aber nicht so. "Wir hatten ja zum Beispiel gar keinen Kraftraum. Und dann bin ich auch immer von München angereist, das ist halt doch schon viel Fahrerei." Bald stand für ihn fest, dass er von einer Klausel Gebrauch machen wolle, die es ihm nach einem halben Jahr erlaubt, den Vertrag aufzulösen.

Hier lesen Sie: Torhungrige Wacker-Kicker: 7:0 im Test gegen Erlbach – Richter trifft zweimal

Und so fährt Nicholas Helmbrecht jetzt nach Burghausen statt nach Memmingen. "Die Strecke ist deutlich kürzer und angenehmer", sagt er und muss lachen. Nach wie vor lebt er nämlich in der Landeshauptstadt, studiert dort in Ismaning seit September Sportmanagement. Der Plan B neben der Karriere muss stehen.

Schließlich haben ihm auch die vergangenen Monate vor Augen geführt, dass es mit dem Fußballer-Leben gar nicht so einfach ist. Zunächst war Helmbrecht beim österreichischen Bundesligisten SK St. Pölten zur Probe, wo der Ex-Löwe Alexander Schmidt Trainer ist. "Das hat aber nicht geklappt." Danach hat er sich erst einmal selber fit gehalten, ehe er beim Regionalligisten TSV Buchbach eine Woche mittrainierte – ohne den erhofften Erfolg. "Danach hatte ich ein Tief, habe die Trainingsarbeit schleifen lassen und eine Zeit lang nicht viel gemacht." Noch heute könne er sich über seine Untätigkeit ärgern.

Im Oktober und November hat er dann beim VfR Garching, dem Schlusslicht der Regionalliga Bayern, angeklopft und mittrainiert. "Vom Umfang und der Intensität her war das aber nicht das, was ich wollte." Also: Wieder weiter suchen!

Bis eben Leo Haas Trainer beim SV Wacker wurde. Helmbrecht und Haas kennen sich von der Reha des Außenspielers in Wasserburg. "2018 hatte ich eine Knieverletzung und war mehrere Monate dort zur Behandlung." Der Kontakt schien dem Coach in Erinnerung geblieben zu sein. "Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, hier zu spielen. Mir war schnell klar, dass das die beste Möglichkeit ist", so Helmbrecht.

Und dieser Eindruck habe sich in den ersten Testspielen bestätigt. Das Team habe viel Potenzial, es sei schwer zu glauben, dass es in der Regionalliga so schlecht dastehe. "Wir haben richtig geile Kicker dabei und Leo Haas ist der richtige Mann, der aus allen noch ein paar Prozent rauskitzeln kann." Helmbrecht spricht sogar von einer echten "Aufbruchstimmung" im Kader. Beim neuen Trainer habe eben jeder jetzt wieder eine neue Chance. Nun müsse man dieses nur noch nutzen.

Weil er an den Erfolg der Mannschaft glaubt, hat sich Nicholas Helmbrecht auch gleich für eineinhalb Jahre an den Verein gebunden. Aber auch, "weil ich nicht den Ruf haben möchte, dass ich immer nur kurz bei einem Klub bin". Ein Störfeuer ist auf jeden Fall schon mal beseitigt: Mit Fadhel Morou, Wackers drittem Winter-Neuzugang, hat Burghausen ihm einen Mitfahrer verpflichtet – die beiden bilden eine Fahrgemeinschaft. Die längere Anreise aus der Landeshauptstadt wird da gleich viel unterhaltsamer.












Sicherheitscode:



Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2020
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Türkgücü München
23
51:20
54
2.
Schweinfurt
23
49:28
45
3.
Nürnberg II
23
51:27
43
4.
Bayreuth
23
48:27
41
5.
Aschaffenburg
23
45:29
38
6.
Eichstätt
23
41:23
37
7.
Greuther Fürth II
23
29:25
35
8.
Buchbach
23
29:31
34
9.
Aubstadt
22
37:34
33
10.
FC Augsburg II
23
38:34
29
11.
Burghausen
23
28:33
26
12.
Illertissen
23
33:48
25
13.
Rain/Lech
22
24:40
24
14.
Heimstetten
23
37:52
23
15.
SV Schalding
22
26:47
23
16.
1860 Rosenheim
23
29:56
21
17.
Memmingen
22
22:36
19
18.
Garching
21
23:50
16




−Symbolfoto: Michael Duschl

Während die Fußball-Bundesligisten den Trainingsbetrieb allmählich hochfahren...



68 Scorerpunkte: Mathieu Pompei. −Foto: Georg Gerleigner

Sie haben nur eine (unvollständige) Saison gespielt, jetzt haben sich Mathieu Pompei (28) und Robbie...



Sie hatten den Flyer schon vorbereitet, darauf abgebildet die Vereinsembleme der namhaften...



Das erste Geisterspiel im deutschen Profi-Fußball fand 2004 auf dem "alten" Aachener Tivoli statt, im Zuge der Corona-Krise drohen in Bundesliga und 2. Bundesliga viele weitere Partien ohne Zuschauer. −Foto: Imago Images

Die Deutsche Fußball Liga hat betont, dass es noch keinen fertigen Spielplan für den Rest der Saison...



Gewohnte Pose: Youssoufa Moukoko erzielte in der U19-Bundesliga 34 Tore – in 20 Spielen. Dabei ist er gerade 15 Jahre alt. −Foto: imagoimages

Der Plan von Trainer Lucien Favre stand fest. In der Länderspielpause Ende März sollte Youssoufa...





Verwaistes Kesselbachstadion: Wie hier in Rotthalmünster sieht es derzeit deutschlandweit auf den Fußballplätzen aus.Wie lange der Ausnahmezustand anhält, weiß niemand zu sagen. −Foto: Archiv Georg Gerleigner

Die Corona-Krise hat den Fußball-Betrieb mit bayernweit 4600 Vereinen vollständig zum Erliegen...



Rainer Koch. −Foto: dpa

Kein Spiel, kein Training: Auch der bayerische Amateurfußball bekommt die Auswirkungen der...



Der Ball ruht – auch in England. Dort haben die Amateurfußballer nun endlich Klarheit, die Saison wurde abgebrochen. −Foto: Andreas Lakota/Symboldbild

In Deutschland warten die Fußball-Fans noch auf eine Entscheidung des Verbands – in England...



Rainer Koch. −Foto: dpa

Er streckt den Ultras die Hand entgegen, verteidigt aber das Vorgehen des Verbands gegen Auswüchse...



−Archivfoto: M. Duschl

Der bayerische Sport erwartet wegen der Folgen der Corona-Krise Hunderte Millionen Euro Schaden...







Facebook


 Facebook Like-Box aktivieren 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)









realisiert von Evolver