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23.12.2019  |  13:54 Uhr

Kritik vom SV Wacker-Chef: "Zu viele spielen nicht an ihrer Leistungsgrenze"

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Nur drei Heimsiege gab es für den SV Wacker in dieser Saison bisher. Mit der Verpflichtung von Leonhard Haas will der SVW um Vorstand Dr. Thomas Frey die Wende schaffen. −Foto: Nöbauer

Nur drei Heimsiege gab es für den SV Wacker in dieser Saison bisher. Mit der Verpflichtung von Leonhard Haas will der SVW um Vorstand Dr. Thomas Frey die Wende schaffen. −Foto: Nöbauer

Nur drei Heimsiege gab es für den SV Wacker in dieser Saison bisher. Mit der Verpflichtung von Leonhard Haas will der SVW um Vorstand Dr. Thomas Frey die Wende schaffen. −Foto: Nöbauer


Es gab schon mal beschwingtere Weihnachten beim Fußball Regionalligisten Wacker Burghausen. Das streitet der SVW-Vorsitzende, Dr. Thomas Frey (48), nicht ab. Seit 2017 ist er im Amt, doch in den gut zweieinhalb Jahren war es sportlich selten so brenzlig wie jetzt: Platz 13, nur zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Mit einem neuen Trainertypen Leonhard Haas will Wacker aber die Wende schaffen. Im Gespräch erzählt Dr. Frey, wie es zur Haas-Entscheidung kam, welchen prominenten Kollegen er ausgestochen hat und wie es bei Wacker weitergehen soll.

Herr Dr. Frey, warum läuft es momentan beim SV Wacker nicht?
Dr. Frey: "Wenn wir das wüssten, hätten wir es schon geändert. Übergeordnet ist es so, dass wir ein riesiges Potenzial in der Mannschaft haben, aber es gar nicht oder nur in wenigen Spielen geschafft haben, es wirklich zu nutzen. Es gibt ganz wenige Spieler, die in der Saison besser spielen als im letzten Jahr, wenn überhaupt. Wir haben zu viele Spieler, die nicht an ihrer Leistungsgrenze spielen. Die Führungsspieler, die die Jungen auch mal an die Hand nehmen, haben sich früh verletzt oder die Rolle nicht so angenommen, wie wir uns das erwartet haben. Und dann kommt in dem einen oder anderen Spiel auch Pech dazu, wenn wir spät noch ein Tor kassieren. Aber das ist nicht das Entscheidende, sondern: Wir haben um die 20 Punkte gegen Mannschaften nicht geholt, die zu dem Zeitpunkt auf einem Abstiegsplatz gestanden sind."

Ist der Kader nicht gut genug besetzt?
Dr. Frey: "Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft ausreichend gut besetzt ist und auch dem Anspruch, vorne mitzuspielen und die erste Adresse in der Region zu sein, erfüllen kann. Fakt ist: Wir haben es bisher nicht geschafft. Das ist auch ein Grund, warum es zu Veränderungen gekommen ist und wir uns mit Leo Haas für einen anderen Typen Trainer entschieden haben."

Waren Sie überrascht vom Rücktritt von Wolfgang Schellenberg?
Dr. Frey: "Eine Überraschung war es nicht, weil es im Vorfeld Gespräche gab. Es spricht für den Charakter von Wolfgang Schellenberg, dass er aus der Analyse entschieden hat, seinen Rücktritt anzubieten. Die Art und Weise, wie diese Trennung abgelaufen ist, war vorbildlich. Da haben wir ja in der Historie auch schon andere Sachen erlebt. Wir waren an einem Punkt, an dem die Erwartungshaltung und die Ergebnisse einfach nicht mehr zusammengepasst haben."

Der Zeitpunkt der Trennung war jedoch ungewöhnlich.
Dr. Frey: "Richtig. Das liegt daran, dass es keine Freistellung war. Wenn wir die Entscheidung getroffen hätten, hätten wir das besser getimet, um Ronald Schmidt und Manfred Stutz mehr Zeit mit der Mannschaft zu geben. Es war aber ein Rücktrittsangebot und das muss ich vor dem Spiel wahrnehmen, das geht nicht danach."

Gab es vorher schon Gespräche über den Trainer?
Dr. Frey: "Der Vertrag von Wolfgang Schellenberg ist ursprünglich bis zum Ende der Saison gelaufen. Zur Winterpause sollte es eine Entscheidung geben, wie es weitergeht. Die Entscheidung ist jetzt vier Wochen früher getroffen worden als Ergebnis einer sportlich hochgradig unerfreulichen Entwicklung. Dass wir ihn freistellen, stand nicht zur Diskussion."

Was waren die Kriterien, auf die man bei der Trainersuche geachtet hat?
Dr. Frey: "Mir ist die Persönlichkeit eines Trainers sehr wichtig. Es hat mich sehr beeindruckt, wie Leo Haas im ersten Gespräch von seiner sportlichen Vergangenheit erzählt hat, ohne das zur Schau zu stellen. Er hat einen sehr bodenständigen Charakter, ist in der Region zu Hause, ist verheiratet, hat eine Familie und weiß, was wichtig ist im Leben. Als Spieler hat er große sportliche Erfolge gehabt und als Trainer in Wasserburg gezeigt, wie man im reinen Amateurbereich fünf Jahre in Folge aufsteigen kann. Er hat gezeigt, wie man Spieler begeistern und motivieren, entwickeln, aber auch fordern kann. Das ist genau das, was wir mit ihm vorhaben. Das hat viel mit Charakterbildung von handelnden Personen und der Mannschaft zu tun. Und wir können ihm eine Bühne in einer schwierigen Ausgangssituation bieten, wo er sich beweisen kann. Vielleicht führt sein Weg ja in den Profi-Fußball. Wir haben ganz bewusst den Vertrag über zweieinhalb Jahre geschlossen."

Haas soll ja namhafte Konkurrenz ausgestochen haben. Von Oliver Reck war die Rede. Stand er zur Diskussion?
Dr. Frey: "Ja und nein. Es gab eine Liste, auf der viele Namen standen. Da war auch Oliver Reck dabei. Es gab sogar ein Vorgespräch, als Oliver Reck in Burghausen war. Ich habe aber kein Gespräch mit ihm geführt, da wir uns bewusst, aber bitte ohne Wertung, für einen anderen Trainertypen entschieden haben. Für uns war die Historie von Leo Haas als Spieler und Trainer ausschlaggebend und seine Vorstellung bei uns äußerst überzeugend."

Wird sich auch im Kader etwas ändern?
Dr. Frey: "Es gibt ganz konkrete Gespräche mit Spielern, die gehen und Spielern, die kommen werden. Da bitte ich aber um Verständnis, dass ich jetzt noch nichts dazu sagen kann, weil noch nichts unterschrieben ist."

Mehr dazu lesen Sie am 23. Dezember im Alt-Neuöttinger Anzeiger.












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Schweinfurt
22
48:27
44
2.
Nürnberg II
22
51:25
43
3.
Bayreuth
22
48:27
40
4.
Aschaffenburg
21
44:25
38
5.
Greuther Fürth II
22
29:23
35
6.
Eichstätt
22
40:23
34
7.
Aubstadt
21
36:31
33
8.
Buchbach
21
26:26
31
9.
FC Augsburg II
21
35:30
28
10.
Burghausen
22
27:31
26
11.
Illertissen
22
33:46
25
12.
Rain/Lech
21
24:38
24
13.
Heimstetten
22
37:48
23
14.
SV Schalding
20
26:42
23
15.
1860 Rosenheim
22
28:52
21
16.
Memmingen
20
17:28
19
17.
Garching
19
20:47
13




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