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22.07.2019  |  06:00 Uhr

"Wer 0:7 verliert, hat nicht nur ein Problem": Diese Schalding-Blamage wirft Fragen auf

von Andreas Lakota

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Ratlosigkeit herrschte beim SV Schalding nach der 0:7-Klatsche in Eichstätt. −Foto: Lakota

Ratlosigkeit herrschte beim SV Schalding nach der 0:7-Klatsche in Eichstätt. −Foto: Lakota

Ratlosigkeit herrschte beim SV Schalding nach der 0:7-Klatsche in Eichstätt. −Foto: Lakota


Markus Clemens findet eigentlich immer passende Worte. Doch dieses Mal war selbst der erfahrene Manager sprachlos. Gut, vielleicht hielt sich Clemens auch bewusst zurück, denn innerlich kochte der Sportliche Leiter des SV Schalding. Das merkte man selbst am Telefon – und trotz der wenigen Sätze, die Clemens unmittelbar nach der 0:7-Blamage des SV Schalding am Samstag beim VfB Eichstätt zu Protokoll gab.

"Das Ergebnis steht ja für sich, da kann man sich alle weiteren Analysen eigentlich sparen", sagte Clemens. Auf Nachfrage, ob Schalding lediglich einen schwarzen Tag erwischt habe oder ob die Ursachen nach einer sehr durchwachsenen Vorbereitung inklusiver personeller Sorgen tiefer liegen, folgte eine Antwort, die – wie der Auftritt der Mannschaft an sich – durchaus etwas Angst macht: "Wer in der Regionalliga 0:7 verliert, der hat nicht nur ein Problem." Näher wollte Clemens aber nicht in die Ursachenforschung einsteigen, es werde jetzt alles intern besprochen und aufgearbeitet. Nur soviel ließ sich der Sportchef noch entlocken: "Es geht hier vor allem um das Thema Selbsteinschätzung."

"So kann man in der Regionalliga nicht auftreten." Schaldings Trainer Stefan Köck fand klare Worte nach der 0:7-Blamage. −Foto: Lakota

"So kann man in der Regionalliga nicht auftreten." Schaldings Trainer Stefan Köck fand klare Worte nach der 0:7-Blamage. −Foto: Lakota

"So kann man in der Regionalliga nicht auftreten." Schaldings Trainer Stefan Köck fand klare Worte nach der 0:7-Blamage. −Foto: Lakota


Clemens hatte bereit vor drei Wochen Alarm geschlagen. Schalding verlor ein Testspiel gegen den Bezirksligisten Grafenau völlig überraschend mit 0:1, und Clemens prangerte hinterher die Einstellung des Personals an. Es folgte eine gute Generalprobe gegen Zweitligist Regensburg (0:1) und eine – zumindest in der zweiten Halbzeit – gute Leistung beim Heimstart gegen Türkgücü (0:2). Nun gab’s einen schweren Rückschlag. Der Auftritt in Eichstätt sei eine Kopie vom Grafenau-Spiel gewesen, befand Clemens, "nur eben in der Regionalliga. Und dann kommt so etwas heraus."

Stefan Köck zeigte sich direkt nach der Partie ebenfalls geschockt. Bei der Pressekonferenz fand der Spielertrainer, der das Debakel 90 Minuten von der Seitenauslinie mitverfolgte, kaum Worte für die Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben ohne Körperkontakt gespielt und es dem VfB sehr leicht gemacht. So kann man in der Regionalliga nicht auftreten", sagte Köck. Nicht nur er will am Dienstag im Heimspiel gegen Aufsteiger Aubstadt nun eine deutliche Reaktion sehen. "Das ist das Mindeste", sagte Sportchef Clemens.

Am Tag nach der Blamage war Coach Köck schon wieder gefasster, beschönigen wollte er freilich nichts: "Die Hälfte alle Treffer waren ja quasi Eigentore, wir haben es dem Gegner sehr, sehr leicht gemacht." Daher bringe es auch nichts, in eine taktische Analyse einzusteigen. Vielmehr monierte auch der Trainer die Herangehensweise einiger seiner Akteure.

"Jeder muss sich hinterfragen, ob er die richtige Spielvorbereitung hatte. Wenn ich mir die Unkonzentriertheiten bei einigen anschaue, dann war das wohl nicht der Fall", sagte Köck. Man habe die einfachsten Dinge falsch gemacht, habe sich mit leichtfertigen Ballverlusten und unnötigen Rückpassen selbst in Schwierigkeiten gebracht. Was Köck besonders stört: Es ist nicht das erste Mal, dass bei einigen Spielern die Einstellung nicht passte. "Daher besteht natürlich Redebedarf. Wir werden das auf jeden Fall klar ansprechen, wir können – und wir wollen − jetzt sicher nicht so tun, als ob nichts passiert wäre", so der Trainer. Alles weitere werde man aber intern klären, öffentliche Kritik, das hat Köck immer wieder betont, ist nicht sein Stil.












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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Türkgücü München
22
50:19
53
2.
Schweinfurt
22
48:26
45
3.
Nürnberg II
22
47:25
40
4.
Bayreuth
22
44:26
38
5.
Aschaffenburg
22
44:27
38
6.
Eichstätt
22
39:21
36
7.
Greuther Fürth II
22
29:25
34
8.
Buchbach
22
27:29
33
9.
Aubstadt
21
37:34
32
10.
FC Augsburg II
22
37:33
28
11.
Illertissen
22
32:44
25
12.
Rain/Lech
22
24:40
24
13.
Burghausen
22
26:32
23
14.
SV Schalding
22
26:47
23
15.
1860 Rosenheim
22
27:52
21
16.
Heimstetten
22
35:51
20
17.
Memmingen
21
22:36
18
18.
Garching
20
23:50
15




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