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15.07.2019  |  06:00 Uhr

Schiri-Diskussion, Taktik-Tadel und ein Blick nach vorne: Stimmen zum Start des SV Schalding

von Andreas Lakota

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Zweikämpfe ja, harte Fouls nein: Schalding um Alex Kurz (hier gegen Dominik Weiß) und Türkgücü bekämpften sich meist fair. −Fotos: Lakota

Zweikämpfe ja, harte Fouls nein: Schalding um Alex Kurz (hier gegen Dominik Weiß) und Türkgücü bekämpften sich meist fair. −Fotos: Lakota

Zweikämpfe ja, harte Fouls nein: Schalding um Alex Kurz (hier gegen Dominik Weiß) und Türkgücü bekämpften sich meist fair. −Fotos: Lakota


Reiner Maurer grantelte. Aber nicht, weil er unzufrieden war mit der Leistung seiner Mannschaft, die ihre erste Pflichtspielhürde beim SV Schalding am Freitagabend relativ souverän genommen hatte (2:0). Nein, den früheren Spieler und Trainer von 1860 München, seit dieser Spielzeit Coach von Türkgücü München, störte vielmehr, dass Schiedsrichter Steffen Grimmeißen (Löpsingen) nicht härter durchgegriffen hat. "Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht vom Unparteiischen, für mich ist das eine klare rote Karte", sagte Maurer zur Heimatzeitung und spielte damit auf eine Szene aus der 60 Minute an, als Maximilian Schuster den mal wieder durchgebrochenen Kasim Rabihic nicht mehr folgen konnte und deshalb ein Bein stellte. "Der geht nur auf die Füße. Da hätte der Schiedsrichter ein Zeichen setzen müssen. Aber so können die ja so weitermachen", meckerte Maurer. Mit "die" meinte er natürlich die Spieler des SV Schalding.

Bereits beim Foulspiel hatte Maurer "Rot, Rot. Das ist doch Rot" aufs Feld gebrüllt – der Auslöser für eine Schlussphase mit viel Hektik und mehreren Scharmützeln zwischen SVS-Fans und Türkgücü-Bank. Auf der Pressekonferenz verzichtete Maurer dann – wie zunächst angekündigt − auf eine Schiri-Schelte bzw. Diskussion um die Gangart der Schaldinger. Vielleicht auch deshalb, weil er schon für seine Aussage "wir hätten zur Pause 6:0, 7:0 oder sogar 8:0 führen können" Pfiffe und Buhrufe geerntet hatte.

Dafür griff Stefan Köck die Thematik nochmals auf. Er wolle nur anmerken, so der Spielertrainer des SVS, dass seine Mannschaft in den vergangenen Jahren in der Fairplay-Tabelle immer ganz oben mit dabei war. "Und deshalb verstehe ich nicht, warum man schon vorab probiert, den Schiedsrichter zu beeinflussen, weil wir ja angeblich so hart spielen." In Richtung Reiner Maurer schickte Köck hinterher: "Schalding ist nicht gleich Foulspiel. Auch wir spielen Fußball."

Clemens: "Hatte mir insgeheim mehr erhofft"

Mit ihm kam mehr Stabilität ins SVS-Spiel: Philipp Knochner, der zur Pause eingewechselt wurde.

Mit ihm kam mehr Stabilität ins SVS-Spiel: Philipp Knochner, der zur Pause eingewechselt wurde.

Mit ihm kam mehr Stabilität ins SVS-Spiel: Philipp Knochner, der zur Pause eingewechselt wurde.


Tatsächlich hatten die rund 2000 Zuschauer ein Match ohne übertriebene Härte, geschweige denn übler Fouls oder Tätlichkeiten gesehen. Vielleicht zeigten die Gastgeber zunächst sogar zu viel Respekt vor dem scheinbar übermächtigen Gegner, der – vor allem in Person von Rabihic – immer wieder durchbrach. Er nehme dies auf seine Kappe, resümierte Köck hinterher selbstkritisch. "Nicht wegen meiner Leistung auf dem Platz. Aber was die Taktik angeht. Ich hätte eher reagieren müssen. Als wir umgestellt haben, lief es wesentlich besser."

Bei Markus Clemens, schwang am Ende des Fußballfestes im Passauer Westen ein bisschen Wehmut mit. "Schade, dass wir bei diesen tollen Rahmenbedingungen kein Ausrufezeichen setzen konnten. Das wäre klasse gewesen für den ganzen Verein", sagte der Sportchef und fügte an: "Ich hätte mir insgeheim etwas mehr erhofft. Aber das ist wirklich meine ganz persönliche Meinung." Insgesamt war man sich im Umfeld der Passauer einig, dass der SVS die Punkte gegen andere Gegner holen muss – und auch wird. Denn für das siebte Jahr in der Regionalliga ist trotz der Auftaktniederlage niemandem bange in Schalding – nicht zuletzt, weil Rockinger und Co. die Partie gegen den großen Favoriten in der zweiten Halbzeit völlig offen gestalten konnten. "Ich bin extrem überzeugt von unserer Mannschaft, wir haben einen starken Kader, das haben wir auch gegen Türkgücü angedeutet", sagte Clemens.

Bitter aus SVS-Sicht ist eher die Tatsache, dass man zum Beginn der Spielzeit noch nicht "im Vollbesitz der Kräfte" ist, wie der Sportchef anmerkte. In der Vorbereitung mussten viele Spieler verletzungsbedingt aussetzen, zum Auftakt saßen mit Nico Dantscher, Fabian Schnabel und Philipp Knochner drei Stammkräfte der Vorsaison auf der Bank, Martin Tiefenbrunner und René Huber mussten komplett passen. Nach einem freien Wochenende und einer vollen Trainingswoche "werden wir aber schon am Samstag in Eichstätt einen Schritt weiter sein", sagte Clemens. Und Köck meinte: "Für uns ist es wichtig, dass wir bodenständig arbeiten, dass wir wissen, wo wir herkommen. Dann mache ich mir keine Sorgen, dass wir erneut eine erfolgreiche Saison spielen werden."













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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Türkgücü München
22
50:19
53
2.
Schweinfurt
22
48:26
45
3.
Nürnberg II
22
47:25
40
4.
Bayreuth
22
44:26
38
5.
Aschaffenburg
22
44:27
38
6.
Eichstätt
22
39:21
36
7.
Greuther Fürth II
22
29:25
34
8.
Buchbach
22
27:29
33
9.
Aubstadt
21
37:34
32
10.
FC Augsburg II
22
37:33
28
11.
Illertissen
22
32:44
25
12.
Rain/Lech
22
24:40
24
13.
Burghausen
22
26:32
23
14.
SV Schalding
22
26:47
23
15.
1860 Rosenheim
22
27:52
21
16.
Heimstetten
22
35:51
20
17.
Memmingen
21
22:36
18
18.
Garching
20
23:50
15




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