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03.02.2019  |  10:42 Uhr

"Cool bleiben, auch wenn der Puls auf 180 ist": Es läuft bei Schaldings Lohberger – auch in den USA?

von Jonas Kraus

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Konzentriert vom Punkt: Stefan Lohberger verwandelt gegen Bayreuth den entscheidenden Elfmeter zum 2:1-Sieg – der Schöllnacher ist in seinem zweiten Jahr in der Regionalliga angekommen. −Foto: Andreas Lakota

Konzentriert vom Punkt: Stefan Lohberger verwandelt gegen Bayreuth den entscheidenden Elfmeter zum 2:1-Sieg – der Schöllnacher ist in seinem zweiten Jahr in der Regionalliga angekommen. −Foto: Andreas Lakota

Konzentriert vom Punkt: Stefan Lohberger verwandelt gegen Bayreuth den entscheidenden Elfmeter zum 2:1-Sieg – der Schöllnacher ist in seinem zweiten Jahr in der Regionalliga angekommen. −Foto: Andreas Lakota


Die Vorfreude ist Stefan Lohberger (24) schon deutlich anzuhören. "Das wird bestimmt eine super Erfahrung", sagt der Stürmer des SV Schalding mit Blick auf seinen Aufenthalt in North Carolina (USA), wo er ab Juni ein Masterstudium beginnen und parallel dazu für die Lenoir Rhyne University auf Torejagd gehen wird. Noch aber steht ganz klar die Rückrunde in der Regionalliga im Fokus. "Der Klassenerhalt ist noch nicht geschafft", warnt Lohberger, wenngleich er zugibt, dass es gut ausschaut. Zur Winterpause rangiert der SVS auf Platz 8, auch der Angreifer hat einen nicht unwesentlichen Anteil an diesem starken Abschneiden.

Nach seinem Wechsel von Osterhofen nach Schalding verfolgt Lohberger den Spielbeginn indes meistens von der Ersatzbank aus, in dieser Saison absolviert der Schöllnacher (Lkr. Deggendorf) bereits 21 Partien – nur dreimal steht er nicht in der ersten Elf. Dabei gelingen ihm vier Tore und eine Vorlage – eine gute Bilanz, keine überragende. "Ich muss vor dem Tor noch cooler werden", fordert er von sich selbst.

Und warum hat Lohberger in dieser Spielzeit schon fast doppelt so viele Minuten abgerissen wie in der kompletten vergangenen Saison? Die Gründe sind vielfältig: Nach drei Jahren in Osterhofen, davon einem in der Bezirksliga (21 Tore in 27 Spielen) und zwei in der Landesliga, wo er in 62 Einsätzen starke 35 Mal einnetzen kann, wagt er den Sprung in die Regionalliga. "Die Intensität war um einiges höher", erinnert sich Lohberger, "genauso wie das Niveau im Training." Daran, während der Vorbereitung sechs Mal in der Woche auf dem Platz zu stehen, musste sich der Angreifer erst gewöhnen.

Am Freitag beim ersten Schaldinger Testspiel gegen Linz kam Stefan Lohberger zur zweiten Halbzeit auf den Platz. −Foto: Lakota

Am Freitag beim ersten Schaldinger Testspiel gegen Linz kam Stefan Lohberger zur zweiten Halbzeit auf den Platz. −Foto: Lakota

Am Freitag beim ersten Schaldinger Testspiel gegen Linz kam Stefan Lohberger zur zweiten Halbzeit auf den Platz. −Foto: Lakota


Die neue Klasse erfordert Zeit, die aber ist in der vierten Liga rar gesät. Vor allem weil Schalding-Trainer Stefan Köck auf ein Sturm-Trio bauen konnte, dass die gegnerischen Abwehrreihen mit seinem enormen Tempo häufig vor unlösbare Probleme stellt. Markus Gallmaier (26) gelingen 13 Treffer und ebenso viele Vorlagen, Chris Seidl (24) netzt zehn Mal ein und legt sechs Tore vor. Der dritte im Bunde, Fabian Schnabel (25), darf bis zu seinem Winterwechsel nach Zwickau sieben Mal jubeln. Einen Grund, dieses beeindruckende Dreigestirn auseinanderzureißen, hat Köck nicht. Erst nach dem Abgang von Schnabel bekommt Lohberger mehr Minuten auf dem Platz, in den letzten drei Spielen der vergangenen Saison gelingen ihm zwei seiner fünf Ligatreffer.

Die vielen Einsatzminuten in dieser Saison haben dem Vollblutfußballer gut getan, der das Kicken einst bei der Spvgg Plattling lernte und nach einem Jahr beim damaligen Bayernligisten TSV Bogen in Osterhofen landet. Sein erstes Saisontor für den Passauer Verein gelingt ihm zwar erst am 11. Spieltag, als er per Elfer den 2:1-Sieg gegen Bayreuth klar macht, danach aber läuft’s immer besser für ihn. In den letzten sieben Spielen vor der Winterpause legt der Zentrumsstürmer drei Treffer nach und hat so mit Sturmpartner Schnabel (sieben Tore) großen Anteil am starken Schaldinger Abschneiden.

Zwölf Saisonspiele sind noch zu absolvieren, trotz elf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz dürfe man sich noch nicht zu sicher sein, meint Lohberger. "Wir müssen weiter Gas geben", sagt er und bezieht das auch auf sich persönlich. "Körperlich muss ich noch zulegen", erklärt er, "eine gute Athletik ist entscheidend, damit man auch cool bleibt, wenn der Puls auf 180 ist."

Wenn dann am 18. Mai das letzte Saisonspiel in Memmingen abgepfiffen ist, hat der 24-Jährige nicht lange Zeit zum Verschnaufen – bereits ein paar Tage später startet der Flieger in die USA. Auf seinen BWL-Bachelor in Deggendorf will der Blondschopf in North Carolina den Master draufsetzen – in nur 14 Monaten. Den Platz hat Lohberger über ein Sportstipendium erhalten, deshalb wird er ab Juni für die Lenoir-Rhyne-Universität auflaufen, eine Autostunde von Charlotte (800000 Einwohner) entfernt. Die "Bears", wie das Team in den USA genannt wird, marschierten in der vergangenen Spielzeit ohne Niederlage durch die Saison und gewannen sogar ihre Division.

Unklar ist indes, was er nach seinem USA-Aufenthalt vorhat. "Das ist noch lange hin", sagt er. Lohberger selbst muss sich dann erst um einen Job bemühen, seine Freundin, eine angehende Lehrerin, weiß ebenfalls noch nicht, wo genau sie arbeiten wird. Aber klar, auf hohem Niveau Fußballspielen will der Stürmer auch 2020. "Schalding ist auf jeden Fall mein erster Ansprechpartner."

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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München II
34
72:30
73
2.
Eichstätt
34
69:44
66
3.
Burghausen
34
50:41
56
4.
Schweinfurt
34
55:43
55
5.
Nürnberg II
34
50:38
55
6.
Memmingen
34
55:57
48
7.
Illertissen
34
58:63
47
8.
Buchbach
34
52:48
46
9.
Ingolstadt II
34
53:48
45
10.
Bayreuth
34
51:47
45
11.
Aschaffenburg
34
47:54
41
12.
Garching
34
46:53
41
13.
Schalding-Heining
34
41:53
41
14.
Augsburg II
34
43:50
39
15.
Greuther Fürth II
34
45:49
38
16.
1860 Rosenheim
34
37:58
37
17.
Heimstetten
34
48:73
35
18.
Pipinsried
34
46:69
33




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