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12.04.2018  |  14:42 Uhr

"Skandalös, Ruf und Ehre beschädigt": Hans Steindl watscht Wacker-Kicker ab

von Alexander Nöbauer

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Ihm missfällt, was er sieht: Hans Steindl, Förderer und Kritiker des Burghauser Fußballs. − Foto: Lakota

Ihm missfällt, was er sieht: Hans Steindl, Förderer und Kritiker des Burghauser Fußballs. − Foto: Lakota

Ihm missfällt, was er sieht: Hans Steindl, Förderer und Kritiker des Burghauser Fußballs. − Foto: Lakota


Nach der derben 0:5-Klatsche am Montag bei den kleinen Bayern ist wieder gehörig Druck auf dem Kessel beim Regionalligisten Wacker Burghausen. Nur vier Zähler trennen die Salzachstädter auf Rang 14 vom ersten Relegationsplatz. Grund genug für Bürgermeister Hans Steindl, der mit der Stadt der größte Sponsor des Sportvereins ist, so richtig vom Leder zu ziehen.

Schon auf der Jahreshauptversammlung des SV Wacker am Montagabend – wohlgemerkt vor dem Spiel im Grünwalder Stadion – kritisierte Steindl den Burghauser Fußball heftig. "Das läuft noch nicht zufriedenstellend. Es gibt hin und wieder Meinungsverschiedenheiten, wenn es um die Spieler und deren Verträge geht", sagte Steindl. Obwohl man sich beim SV Wacker im vergangenen Jahr vom Profitum verabschiedet hat, habe er "nach wie vor noch einen hohen Anspruch an das Leistungsniveau. Dafür kommt zu wenig bei raus." Die Leistung vom Montag dürfte ihn da enorm bestätigt haben.

Betretene Mienen nach dem 0:5 bei Bayern II: Burghauser Fußballer am Montagabend in München. − Foto: Butzhammer

Betretene Mienen nach dem 0:5 bei Bayern II: Burghauser Fußballer am Montagabend in München. − Foto: Butzhammer

Betretene Mienen nach dem 0:5 bei Bayern II: Burghauser Fußballer am Montagabend in München. − Foto: Butzhammer


Dementsprechend polterte das Stadtoberhaupt bei der Jahreshauptversammlung des zweiten Burghauser Sportvereins, des TV 1868, am Dienstagabend nochmal so richtig los. "Das war skandalös, was da geliefert wurde. Der Ruf und die Ehre von Burghausen wurden beschädigt", schimpfte Steindl. "Ich habe in der Halbzeit abgeschaltet, weil ich mir diesen Krampf nicht mehr anschauen wollte."

Die Kritik teilt, wenn auch weitaus milder, der Vereinsvorsitzende des SVW, Dr. Thomas Frey. "Die Situation ist sportlich nicht zufriedenstellend, das stimmt", meinte er im Rahmen der Jahreshauptversammlung, vor der herben Pleite in München. Allerdings betonte er, dass der Schritt ins Halbprofitum alternativlos gewesen sei. "Wir spielen mit einem Drittel des Budgets, das wir in der 3. Liga zur Verfügung hatten. Da muss die Erwartungshaltung geringer sein", mahnte Frey. Schließlich müsse sich der Verein trotz einer Anzahl von über 110 Sponsoren – der größte davon die Stadt gefolgt von der Wacker-Chemie – immer noch strecken, damit man die Finanzierung in der Regionalliga auf die Beine stellen könne.

Keinen Zweifel ließ Frey am Trainerteam um Patrick Mölzl, der sich seit Dienstag in der Sportschule Hennef bei Bonn befindet, um dort die Aufnahmeprüfung zum Fußball-Lehrer abzulegen. "Wir haben einen Trainerstab, der seinesgleichen sucht", lobte der Vereinsboss die Übungsleiter rund um Mölzl, der seit Anfang April 2017 beim SVW unter Vertrag steht.

Freilich kann der Coach nichts für die Personalprobleme, die den SV Wacker momentan plagen. Mit Top-Torjäger Sascha Marinkovic (Bänderriss) fehlt die Lebensversicherung im Sturm – er muss sogar am Sprunggelenk operiert werden und fällt bis Saisonende aus. Für Defensiv-Stabilisator Kevin Hingerl ist die Saison nach einem Syndesmosebandriss wohl ebenfalls gelaufen. Dazu fehlten zuletzt Kapitän Daniel Hofstetter und Maurizio Scioscia gesperrt.

Und gerade jetzt kommt das nächste Sechs-Punkte-Spiel um die Ecke: Am Dienstag reisen die Burghauser zur Spvgg Bayreuth, die momentan den ersten Abstiegsrelegationsplatz belegt. Während Wacker am Wochenende spielfrei hat, könnten die Franken mit einem Sieg im Abstiegsgipfel in Memmingen auf einen Punkt an Burghausen ranrutschen, das Aufeinandertreffen gewänne noch zusätzlich an Brisanz. Und dann ist da noch das schwere Restprogramm: Unter anderem geht es gegen die drittplatzierten Nürnberger, den Vierten aus Ingolstadt sowie in zwei Derbys gegen Buchbach und 1860 Rosenheim.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Bayern München II
2
7:1
6
2.
Greuther Fürth II
1
5:1
3
3.
Schweinfurt
1
3:1
3
4.
1860 Rosenheim
1
3:2
3
5.
Nürnberg II
1
2:1
3
5.
Burghausen
1
2:1
3
7.
Aschaffenburg
1
2:2
1
7.
Buchbach
1
2:2
1
9.
Heimstetten
0
0:0
0
9.
Schalding-Heining
0
0:0
0
9.
Bayreuth
0
0:0
0
9.
Memmingen
0
0:0
0
13.
Garching
1
2:3
0
14.
Augsburg II
1
1:2
0
15.
Illertissen
1
1:3
0
16.
Ingolstadt II
2
1:4
0
17.
Pipinsried
1
1:5
0
17.
Eichstätt
1
1:5
0




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