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01.12.2017  |  20:56 Uhr

Wieder Löwen-Party gegen Schalding: Für die Blauen ist der SVS einfach noch zu grün

von Andreas Lakota

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Eine Nummer zu groß war der TSV 1860 München beim 3:0-Sieg im Regionalliga-Duell für den SV Schalding. − Foto: Sigl

Eine Nummer zu groß war der TSV 1860 München beim 3:0-Sieg im Regionalliga-Duell für den SV Schalding. − Foto: Sigl

Eine Nummer zu groß war der TSV 1860 München beim 3:0-Sieg im Regionalliga-Duell für den SV Schalding. − Foto: Sigl


Sie hatten auf eine Sensation gehofft - am Ende schlichen sie mit hängenden Köpfen vom Rasen. Ausgerechnet beim Saisonhighlight hat der SV Schalding nicht seinen besten Tag erwischt. Vor 12.500 Zuschauern im rappelvollen Grünwalder Stadion musste sich der Dorfverein gestern Abend dem TSV 1860 München geschlagen geben - mit 0:3. Während die Löwen-Fans eine große und vor allem laute Party feierten und ihr Team nach dem 15. Saisonsieg als souveränen Spitzenreiter mit Standing Ovations in die Pause der Regionalliga Bayern verabschiedeten, herrschte im SVS-Lager Frust. Und die bittere Erkenntnis: Für die Blauen, von denen man schon im Hinspiel mit 1:4 abserviert worden war, ist man einfach noch zu grün.

Dabei hatten die Schaldinger wie schon bei der Partie am Reuthinger Weg durchaus ihre Momente und zeigten zum Teil hervorragende spielerische Ansätze. Doch weil man mit den eigenen Chancen nichts anzufangen wusste und zudem insgesamt zu fehlerhaft agierte, musste man mit ansehen, wie die Löwen von Minute zu Minute zu ihrer zuletzt fehlenden Souveränität zurückfanden und sich schließlich locker und leicht aus ihrer Mini-Krise schossen.

Vor allem zu Beginn der Partie hätte man einen anderen Verlauf vermuten können. Denn die Mannen von Spielertrainer Stefan Köck ließen sich weder von der brüllenden Westkurve noch von den Münchner Profis beeindrucken und hätten bei zwei ganz starken Offensivaktionen durchaus in Führung gehen können. Doch dann vertändelte der SVS im Spielaufbau völlig unnötig den Ball und schenkte dem TSV die Führung - und damit quasi auch den Sieg.

Denn nimmt man es genau, war das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entschieden. Nach dem frühen 1:0 durch Markus Ziereis (6.) reagierte Löwen-Coach Daniel Bierofka nämlich sofort, der Ex-Bundesliga-Profi beorderte seine Truppe zurück in die eigene Hälfte und beraubte den SV Schalding damit seiner gefährlichsten Waffe. Das schnelle Umschaltspiel, das in dieser Saison schon viele Gegner zur Strecke gebracht hat, war damit nicht mehr möglich. Im Gegenteil: Schalding fand sich plötzlich in der Rolle des Spielgestalters wieder - und das liegt den Passauer Vorstädten bekanntlich gar nicht. Die Löwen mussten sich jetzt eigentlich nur noch auf die Lauer legen und warten, bis der richtige Moment gekommen war, um erneut zuzuschlagen. Und weil der SVS im Aufbau die von Bierofka erhofften Fehler produzierte, kam 1860 zu mehreren Torchancen, von denen bis zur Pause zwei genutzt wurden. Nach einer Helmbrecht-Ecke stieg zunächst Christian Köppel am höchsten und köpfte zum 2:0 ein (28.). Kurz vor der Pause war es dann der frühere Burghauser Benjamin Kindsvater, der nach schöner Kombination über links zum 3:0 einschoss - die Löwen-Laune war jetzt bestens, das Grünwalder Stadion tobte.

Beim SVS dagegen versuchte Spielertrainer Stefan Köck zu retten, was noch zu retten war. Schon nach 37 Minuten nahm er Martin Tiefenbrunner runter und brachte Christian Brückl - genutzt hat es nichts. 1860 dominierte und kontrollierte auch nach der Pause weiter die Partie. Mit einem 3:0 im Rücken konnten sich die Sechziger-Fans aufs Singen und Feiern konzentrieren, während sich Schalding am Platz redlich mühte - ohne die Löwen wirklich in Verlegenheit zu bringen. Den Ehrentreffer hätte der Gast dennoch verdient gehabt, doch bei Christian Brückls Versuch nach 72 Minuten stand der Pfosten im Weg. So blieb es bei der klaren Niederlage, für die die Schaldinger von ihren 500 mitgereisten Fans dennoch viel Applaus erhielten. Zurecht, denn schließlich hat ihnen ihr SVS in diesem Jahr viele, viele schön Momente beschert - und geht mit einer Top-Ausgangsbasis für den erneuten Klassenerhalt in die Frühjahrsrunde.


TSV 1860 München: Hiller - Weeger, Weber, Mauersberger, Steinhart, Wein (85. Genkinger), Helmbrecht (79. Koussou), Kindsvater, Köppel, Ziereis, Mölders.
SV Schalding: Schöller - Alagöz, Köck (74. Burmberger), Dantscher - Kurz, Tiefenbrunner (38. Brückl) - Krenn, Enzesberger, Rockinger - Schnabel (78. Seidl), Gallmaier.
Tore: 1:0 Markus Ziereis (6.); 2:0 Christian Köppel (28.); 3:0 Benjamin Kindsvater (40.).
SR Andreas Hummel; 12 500 Zuschauer.












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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Greuther Fürth II
1
5:1
3
1.
Bayern München II
1
5:1
3
3.
Schweinfurt
1
3:1
3
4.
1860 Rosenheim
1
3:2
3
5.
Nürnberg II
1
2:1
3
5.
Burghausen
1
2:1
3
7.
Aschaffenburg
1
2:2
1
7.
Buchbach
1
2:2
1
9.
Heimstetten
0
0:0
0
9.
Schalding-Heining
0
0:0
0
9.
Bayreuth
0
0:0
0
9.
Memmingen
0
0:0
0
13.
Garching
1
2:3
0
14.
Augsburg II
1
1:2
0
14.
Ingolstadt II
1
1:2
0
16.
Illertissen
1
1:3
0
17.
Pipinsried
1
1:5
0
17.
Eichstätt
1
1:5
0




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