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07.06.2017  |  06:00 Uhr

"No Hain, no Party": Hachings Aufsteiger feiern den Bayerwald-Ballermann

von Jonas Schützeneder

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"No Hain, no Party": Unterhachings Spieler feierten in Mallorca den Aufstieg – und ihren Torjäger Stephan Hain (Oben Mitte). − Foto: Facebook Unterhaching

"No Hain, no Party": Unterhachings Spieler feierten in Mallorca den Aufstieg – und ihren Torjäger Stephan Hain (Oben Mitte). − Foto: Facebook Unterhaching

"No Hain, no Party": Unterhachings Spieler feierten in Mallorca den Aufstieg – und ihren Torjäger Stephan Hain (Oben Mitte). − Foto: Facebook Unterhaching


Viel geschlafen wurde nicht. Auch eine Woche nach dem Aufstieg in die 3. Liga sind Stephan Hain (28) die Feier-Strapazen anzumerken. Der Stürmer von Regionalliga-Meister Spvgg Unterhaching kämpft noch ein bisschen mit der Stimme. "Das Hachinger Team war feiertechnisch auf Augenhöhe mit den Augsburger Aufsteigern von 2011", lobt der Mann aus Zwiesel. Nach dem Bundesliga-Aufstieg mit dem FCA ist der Drittliga-Aufstieg von 2017 sein zweitgrößter Teamerfolg. Und das gehört gefeiert. Unmittelbar nach dem Relegations-Erfolg gegen den SV Elversberg (3:0, 2:2) machten sich 15 Spieler auf den Weg nach Mallorca. Im Gepäck: Meisterschale, Aufstieg und Torschützenkönig Hain. "No Hain, no Party", stand auf den gedruckten Shirts der Aufsteiger. Am Ballermann wurde Hachings Ballermann bejubelt. Mit 32 Toren aus 28 Spielen war der Niederbayer unumstrittener Leistungsträger.

Gewohnt bescheiden meint Hain: "Meine Mitspieler haben es mir leicht gemacht. Wir haben alle zusammen das Ziel erreicht und gehen jetzt mit viel Selbstvertrauen in die 3. Liga." Dort wird es "Haino" deutlich schwerer haben, "die 32 Tore dort zu wiederholen wird kaum klappen." Trotzdem ist Hachings Aufsteigern auch eine Etage höher alles zuzutrauen. Mit Dominik Stahl und Sascha Bigalke zogen ehemalige Profis das Spiel auf. Beide haben ihren Verbleib bereits angekündigt. Auch Hain denkt trotz überragender Saison nicht an einen Wechsel. "Ich habe immer gesagt, dass ich unabhängig von der Liga bei Haching bleibe. Der Verein macht viel richtig, wir haben ein tolles Team und ich brauche das Vertrauen um erfolgreich zu spielen."

Stichwort Vertrauen: Das war vor einem Jahr am Boden. Nach drei Jahren beim TSV 1860 München lief Hains Vertrag aus. Vorsichtige Kontakte zu Profivereinen folgten, richtiges Interesse blieb meist aus. Zu verletzungsanfällig, zu formschwach erschien der Stürmer aus Zwiesel vielen Scouts und Trainern. In Unterhaching fand Hain zurück zu alter Stärke. Und spielt paradoxerweise plötzlich höher als sein Ex-Klub. "Wir haben uns die Löwen in der Relegation angesehen. Es ist wirklich traurig, was das passiert. Die Spieler kommen irgendwo unter, aber viele Mitarbeiter stehen vor einer unsicheren Zukunft", sagt Hain. Von Häme oder Nachtreten will er aber nichts wissen.

Zu gut gefällt ihm stattdessen das Umfeld beim kleinen Verein im Münchner Süden. Hier wollen sie unter Führung von Vereinspräsident Manni Schwabl schrittweise die Rückkehr in die 2. Bundesliga anpeilen. Mit jungen Spielern aus dem Nachwuchs (A-Jugend in der Bundesliga) und charakterstarken Leistungsträgern mit Profi-Erfahrung. Unter der Anleitung von Hain, Stahl und Co. sollen Talente wie der kürzlich verpflichtete Tobias Stockinger aus Salzweg (hier geht’s zum Bericht) den Sprung in den Profifußball schaffen. "Mir gefällt die Philosophie des Vereins sehr", schwärmt Hain, "von Tobias Stockinger habe ich nur gelesen, aber ich bin sicher, dass er sich hier gut entwickeln kann und mit etwas Glück auch seinen Weg macht."

Hains Weg führte einst aus Zwiesel über Ruhmannsfelden zum FC Augsburg, auch dort empfahl er sich zunächst über die 2. Mannschaft und lernte von den erfahrenen Spielern. Seine Geschichte hat er nicht vergessen. "Für die Relegationsspiele habe ich sicher über 20 Karten für Familie und Freunde aus Zwiesel besorgt. Umso besser, dass wir dann zusammen feiern konnten." Folgerichtig fährt Hain nach dem Ballermann-Spektakel nach Zwiesel, um in der ruhigen Heimat etwas abzuschalten. "Dann noch eine Woche Sardinien mit meiner Frau und in zwei Wochen beginnt schon wieder die Vorbereitung", erklärt er. Offiziell wollen er und seine Hachinger eine "gute Rolle in der neuen Liga spielen". Das hat im Vorjahr auch Jahn Regensburg als Aufsteiger ausgegeben, bevor der Durchmarsch in die 2. Bundesliga folgte.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Türkgücü München
22
50:19
53
2.
Schweinfurt
22
48:26
45
3.
Nürnberg II
22
47:25
40
4.
Bayreuth
22
44:26
38
5.
Aschaffenburg
22
44:27
38
6.
Eichstätt
22
39:21
36
7.
Greuther Fürth II
22
29:25
34
8.
Buchbach
22
27:29
33
9.
Aubstadt
21
37:34
32
10.
FC Augsburg II
22
37:33
28
11.
Illertissen
22
32:44
25
12.
Rain/Lech
22
24:40
24
13.
Burghausen
22
26:32
23
14.
SV Schalding
22
26:47
23
15.
1860 Rosenheim
22
27:52
21
16.
Heimstetten
22
35:51
20
17.
Memmingen
21
22:36
18
18.
Garching
20
23:50
15




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