1. Hauptrunde im BFV-Pokal

Feuchtwangen wirft Haching sensationell raus – Schalding souverän – Seebach reicht ein Tor

26.07.2022 | Stand 27.07.2022, 9:55 Uhr

Souveräner Auftritt: Der SV Schalding ließ beim 4:0-Erfolg in Simbach nichts anbrennen. Fabian Schnabel (Mitte) gänzte mit einem Doppelpack. −Fotos: Georg Gerleigner

Von Felix Drexler

Sensationen, Kantersiege, brisante Partien – und ein Sechsfachtorschütze! Die erste Hauptrunde des BFV-Pokals hat am Dienstagabend alles geboten, was das Fußballerherz begehrt.

Für die mit Abstand größte Überraschung sorgte der mittelfränkische Bezirksligist TuS Feuchtwangen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Pfeuffer erkämpfte sich gegen das Regionalliga-Spitzenteam aus Unterhaching um Star-Coach Sandro Wagner innerhalb der 90 Spielminuten eine Nullnummer – und rettete sich damit ins gleich darauf anschließende Elfmeterschießen. Ein Kalkül, das vollends aufging! Denn dort blieben die Feuchtwanger eiskalt, zeigten keinerlei Nerven, verwandelten Elfmeter um Elfmeter, setzten sich mit 5:3 durch – und warfen den ehemaligen Bundesligisten hochkant aus dem Wettbewerb. Riesenjubel auf der Tribüne und ein herber Rückschlag für die mit großen Ambitionen gestarteten Hachinger!

Über weitere Pokaleinnahmen darf sich dagegen Bayernligist SV Schalding-Heining freuen, der das regionale Duell beim ASCK Simbach am Inn (Bezirksliga West) souverän mit 4:0 gewann. Die Schaldinger Tore besorgten Kapitän Markus Gallmaier (2.) und Fabian Schnabel (7./80./Elfmeter). Darüber hinaus profitierte die Elf von Stefan Köck von einem Eigentor der Hausherren (32.).

In Deggendorf trafen zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen die beiden Stadtrivalen von der Spielvereinigung Grün-Weiß und dem TSV Seebach aufeinander. Und zum zweiten Mal jubelte am Ende der Favorit, dieses Mal verlief die Partie allerdings etwas knapper. Während sich die Stern-Elf zuletzt im Landesliga-Betrieb mit 2:0 durchsetzte, reichte dieses Mal ein 1:0. Den „goldenen Treffer“ für den TSV erzielte Edward Hinz in der sechsten Minute.

An einer Blamage vorbeigeschrammt sind die Regionalliga-Fußballer des SV Wacker Burghausen, die beim schwäbischen Bezirksligisten bis zum Schluss ums Weiterkommen zittern mussten. Erst in der 82. Minute brachte Kenneth Sigl mit seinem Tor zum 3:2 die Salzachstädter auf die Siegerstraße, zuvor trafen Viktor Miftaraj (3.) und Johann Ngounou Djayo (25.) für die Oberbayern, Maximilian Krist (23.) und Florian Gebert (79.) glichen jeweils aus.

Besser machte es Wackers neuer Ligakonkurrent, die DJK Vilzing. Die Mannschaft des ehemaligen Schaldingers Josef „Beppo“ Eibl hatte beim 9:3-Erfolg in Pfreimd von Beginn an das Heft in der Hand, ließ keinerlei Zweifel aufkommen. Zum mit Abstand besten Mann auf dem Platz avancierte zum wiederholten Male DJK-Angreifer Andreas Jünger. Der 28-Jährige, der zuvor bereits im Ligabetrieb mit zwei Toren in zwei Spielen glänzte, setzte seinen Lauf fort – und schoss die Pfreimder mit insgesamt sieben Toren fast im Alleingang ab.