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Bayernliga-Aufstieg vor 30 Jahren  |  24.01.2022  |  11:50 Uhr

8500 Fans, ein Traumtor und viele Kuriositäten: Das Spiel der Spiele des 1.FC Passau

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Ausgelassen gefeiert wurde der Bayernliga-Aufstieg von (v.l.) Helmut Heininger, Otto Huml, Manfred Stemplinger, Egon Doblhofer, Christian Mahler, Christian Hois, Bernhard Meisl, Wolfgang Schiller, Betreuer Harry Niewert und Ludwig Preis.

Ausgelassen gefeiert wurde der Bayernliga-Aufstieg von (v.l.) Helmut Heininger, Otto Huml, Manfred Stemplinger, Egon Doblhofer, Christian Mahler, Christian Hois, Bernhard Meisl, Wolfgang Schiller, Betreuer Harry Niewert und Ludwig Preis.

Ausgelassen gefeiert wurde der Bayernliga-Aufstieg von (v.l.) Helmut Heininger, Otto Huml, Manfred Stemplinger, Egon Doblhofer, Christian Mahler, Christian Hois, Bernhard Meisl, Wolfgang Schiller, Betreuer Harry Niewert und Ludwig Preis.


Auf bewegte 111 Jahre Vereinsgeschichte kann der 1.FC Passau heuer zurückblicken. In dieser langen Historie gab es natürlich etliche wegweisende Fußballspiele. Aus all diesen, oft hochdramatischen Partien haben die Klub-Verantwortlichen für die neue PNP-Serie "Unser Spiel der Spiele" (hier geht’s zum Artikel) eine als die ganz besondere herausgesucht: Das "Endspiel" um die Meisterschaft in der Landesliga Mitte am 30. Mai 1992 im Dreiflüssestadion gegen die Spvgg Landshut.

Stephan Ueberschaar, der Medienreferent des FCP, hat tief in der Chronik gegraben und zusammen mit seinen Vorstands-Kollegen dieses Kräftemessen als erinnerungswürdigstes auserkoren. Keine leichte Entscheidung. Zur Auswahl standen u.a. noch so packende Duelle wie das legendäre Endspiel um die Bezirksliga-Meisterschaft 1964 (3:2 n.V. gegen Hauzenberg vor 10000 Zuschauern in Plattling), der dritte Bayernliga-Aufstieg 2003 (Relegations-Sieg nach Elfmeterschießen gegen Quelle Fürth), Bayernliga-Erhalt 2004 (Relegationssieg im Elfmeterschießen gegen Eintracht Bamberg nach insgesamt 14 Schützen) oder das Bayernliga-Duell 1993 vor 8000 Fans gegen den TSV 1860 München (0:1). "Es ranken sich freilich auch viele schöne Legenden um weitere Spiele mit beteiligten Top-Fußballern verschiedener Epochen wie aus der ersten Bayernliga-Ära von 1968 bis 1977 mit Edi Kirschner, Edi Lindinger, Ernst Nigl und Helmut Königsbauer oder der jüngeren Generation um Thomas Fuchs oder Sepp Stadler", ergänzt Ueberschaar. Dennoch habe man das Landshut-Match gewählt.

Neue Serie: Das Spiel der Spiele

Dieser Kopfball von Bernhard Meisl (2. von rechts) verfehlte im "Endspiel" von 1992 noch das Ziel. Drei Minuten vor Schluss traf der frühere "Löwe" aber mit links sehenswert ins linke Kreuzeck und machte den Bayernliga-Aufstieg des 1.FC Passau perfekt. Mit im Bild (von rechts) Miroslav Karpisek, Thomas Boxleitner, Landshuts Hubert Rauscher und der 2017 verstorbene Ludwig "Wiggerl" Preis. −Fotos: Archiv Geisler

Dieser Kopfball von Bernhard Meisl (2. von rechts) verfehlte im "Endspiel" von 1992 noch das Ziel. Drei Minuten vor Schluss traf der frühere "Löwe" aber mit links sehenswert ins linke Kreuzeck und machte den Bayernliga-Aufstieg des 1.FC Passau perfekt. Mit im Bild (von rechts) Miroslav Karpisek, Thomas Boxleitner, Landshuts Hubert Rauscher und der 2017 verstorbene Ludwig "Wiggerl" Preis. −Fotos: Archiv Geisler

Dieser Kopfball von Bernhard Meisl (2. von rechts) verfehlte im "Endspiel" von 1992 noch das Ziel. Drei Minuten vor Schluss traf der frühere "Löwe" aber mit links sehenswert ins linke Kreuzeck und machte den Bayernliga-Aufstieg des 1.FC Passau perfekt. Mit im Bild (von rechts) Miroslav Karpisek, Thomas Boxleitner, Landshuts Hubert Rauscher und der 2017 verstorbene Ludwig "Wiggerl" Preis. −Fotos: Archiv Geisler


"Es ging um den direkten Aufstieg in die Bayernliga, die damals ja die dritte Liga war. Mehr als 8500 Zuschauer sorgten hier für einen tollen Rahmen, alles rund ums Stadion war komplett zugeparkt. Dank Bernhard Meisls Treffer zum 1:0 kurz vor Schluss wurde die Meisterschaft perfekt gemacht. Am Abend stieg eine ausgedehnte Aufstiegsfeier im Großen Rathaussaal, es war nach allen Schilderungen der Beteiligten schon ein denkwürdiges Match", sagt der 33-Jährige.

Tatsächlich war die Ausgangslage vor diesem von Bundesliga-Referee Hans Scheuerer aus München geleiteten niederbayerischen Gipfeltreffen sehr speziell. Der 1.FC Passau führte mit einem Punkt Vorsprung vor den Dreihelmenstädtern, ein Unentschieden hätte also bereits zum Titelgewinn gereicht. Bei Temperaturen über 30 Grad entwickelte sich eine von der Taktik geprägte Partie. Das vermeintliche 1:0 der Passauer durch Goalgetter Thomas Boxleitner in der 40. Minute wurde von SR Scheuerer wegen eines vorangegangenen Fouls nicht gegeben. Die Landshuter hatten ihre beste Chance in der 62. Minute, als Topstürmer Rudi Stenzel nur den Pfosten des von Jürgen Fuchs gehüteten FC-Kastens traf. Als Bernhard Meisl aber in der 87. Minute nach Ablage von Otto Huml mit einem Kunstschuss die Kugel zum 1:0 im linken Winkel versenkte, brachen im Passauer Lager alle Dämme.

Trainer Krinner: "Prägender Moment mit toller Truppe"

Nach 15 Jahren auf Landesliga- und Bezirksliga-Ebene hatte man den Sprung zurück ins seinerzeit mit FC Augsburg, TSV 1860 München, SSV Jahn Regensburg oder Spvgg Fürth elitär besetzte bayerische Oberhaus geschafft.

Im Vorfeld und während des Spiels gab es Kuriositäten: Vier Tage vor diesem historischen Duell hatte der 1.FC Passau mal eben noch den frisch gebackenen deutschen Meister VfB Stuttgart zu Gast. Und hier unterstrich das Team von Trainer Günter Krinner schon seine starke Form und zwang die Star-Truppe um Fritz Walter, Eike Immel und Maurizio Gaudino vor 2500 Zuschauern mit 4:3 in die Knie. Im Final-Krimi standen sich dann auf dem Platz zwei Rudertinger Brüder gegenüber: Jürgen Rauscher hatte letztlich auf Passauer Seite Grund zur Freude, sein Bruder Hubert durfte aber später in der Relegation mit den Landshutern ebenfalls den Bayernliga-Aufstieg feiern. Am Spieltag selbst gab es auf den Rängen trotz des Passauer Erfolgs doch einige lange Gesichter. Nach 20 Minuten ging nämlich das Bier bereits zur Neige.

Der tollen Stimmung tat dies letztlich keinen Abbruch, nach dem Schlusspfiff flossen auf dem Rasen Bier und Schampus in Strömen. Für Coach Günter Krinner sind die Erinnerung an diesen Tag nach wie vor lebendig. "Natürlich war die Anspannung im Vorfeld groß, weil die gesamte Saison letztlich an diesem einen Spiel hing. Auch den Schreckmoment bei Stenzels Pfostenschuss weiß ich noch zu gut. Nach Meisls Supertor und dem Abpfiff hockten wir alle auf dem Rasen und wussten irgendwie gar nicht, wie uns geschah. Es war tatsächlich ein sehr prägender Moment mit einer tollen Truppe, die nach einigen vergeblichen Anläufen endlich mit dem Bayernliga-Aufstieg belohnt worden ist", blickt der heute 65-Jährige zurück, der beim FCP von 1989 bis 1995 die sportliche Verantwortung getragen hatte.

Bei Matchwinner Bernhard Meisl blieb vor allem die elektrisierende Stimmung im Stadion hängen. "Wir hätten nie gedacht, dass so viele Leute kommen würden, schon deshalb war die Partie für uns alle ein echtes Highlight. Die Leute haben sich auch deshalb mit der Mannschaft identifiziert, weil alle FC-Spieler damals aus Passau oder der näheren Umgebung kamen. Bei dieser Super-Kulisse sind wir entsprechend euphorisch ins Spiel gegangen. Dass mir kurz vor Schluss das entscheidende Tor gelungen ist, war die Krönung eines perfekten Tages und einer fast perfekten Saison mit nur einer Niederlage. Wir waren wirklich ein verschworener Haufen, die Aufstiegsfeier hat, glaube ich, drei Tage gedauert", schmunzelt der 56-jährige Fürstenecker, der zwei Jahre davor mit dem TSV 1860 München im legendären "Endspiel" gegen Schweinfurt (3:3) vor gut 35000 Zuschauern im Grünwalder Stadion die Bayernliga-Meisterschaft haarscharf verpasst hatte.

Am Abend empfing Oberbürgermeister Willi Schmöller die Meisterkicker um 1. Vorstand Jürgen Wösner im Rathaus. Auch Staatsminister Gebhard Glück ließ es nicht nicht nehmen, persönlich zu gratulieren: "Der 1.FC Passau ist jetzt wieder dort, wo er hingehört." Derzeit kämpft der Verein in der Landesliga Mitte als Tabellen-13. um den Klassenerhalt, die Spvgg Landshut steht in der Südost-Staffel auf Rang 5.

Die Aufstellungen im Meister-"Endspiel" 1992

1.FC Passau: Fuchs – Drexler, Heininger, Öller – J. Rauscher, Karpisek (85. M. Stemplinger), Hackl, Preis (70. Hois), Meisl – Boxleitner, Huml.

Spvgg Landshut: Schmalhofer – Jaeger, Huber, Stanglmayr, Warmuth – H. Rauscher, Doblinger (65. Ruhland), Treimer, Schmidbauer – Stenzel, Schmid.

Hier lesen Sie: Neue Serie: Das Spiel der Spiele – wir berichten über das wichtigste Sportereignis in Eurem Verein












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Erlbach
34
84:18
88
2.
Unterföhring
34
90:42
71
3.
Schwaig
34
71:50
68
4.
Karlsfeld
34
61:47
59
5.
Freising
34
61:49
51
6.
Holzkirchen
34
60:54
50
7.
Spvgg Landshut
34
59:64
49
8.
Eggenfelden
34
52:55
45
9.
Grünwald
34
61:66
44
10.
Bruckmühl
34
51:65
44
11.
Brunnthal
34
50:58
44
12.
Kirchheim
34
55:74
42
13.
Ampfing
34
51:59
42
14.
Traunstein
34
52:66
42
15.
Aiglsbach
34
50:66
35
16.
SB-DJK Rosenheim
34
46:66
33
17.
Töging
34
43:62
33
18.
Kastl
34
46:82
30




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