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12.07.2019  |  06:00 Uhr

Woffawer? Seebachs Auftaktgegner ist die große Unbekannte der Landesliga Mitte

von Sebastian Lippert

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Ein Startelf-Kandidat ist der erst 18 Jahre alte Simon Griesbeck aus Deggenau. Sein schneller Antritt gepaart mit feiner Technik dürfte die Defensive der Gäste aus Woffenbach am Samstag vor Probleme stellen. Der Außenbahnspieler ist ein Seebacher Neuzugang, Griesbeck wurde beim 1.FC Nürnberg ausgebildet. −Fotos: Ritzinger/Müller

Ein Startelf-Kandidat ist der erst 18 Jahre alte Simon Griesbeck aus Deggenau. Sein schneller Antritt gepaart mit feiner Technik dürfte die Defensive der Gäste aus Woffenbach am Samstag vor Probleme stellen. Der Außenbahnspieler ist ein Seebacher Neuzugang, Griesbeck wurde beim 1.FC Nürnberg ausgebildet. −Fotos: Ritzinger/Müller

Ein Startelf-Kandidat ist der erst 18 Jahre alte Simon Griesbeck aus Deggenau. Sein schneller Antritt gepaart mit feiner Technik dürfte die Defensive der Gäste aus Woffenbach am Samstag vor Probleme stellen. Der Außenbahnspieler ist ein Seebacher Neuzugang, Griesbeck wurde beim 1.FC Nürnberg ausgebildet. −Fotos: Ritzinger/Müller


"Woffenbach!? Nie gehört. Ich weiß gar nicht, wo das ist!" Unvermittelt schossen Gunther Peukert diese Worte vor einigen Wochen über seine Lippen, nachdem der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Seebach den Namen des Auftaktgegners erfahren hatte: BSC Woffenbach. Der Ball-Sport-Club ist am Samstag um 16 Uhr zu Gast auf der Waldsportanlage, es ist der erste Spieltag der Landesliga Mitte. Spätestens dann stellen sich viele Zuschauer diese eine Frage: Wer san denn die, de Woffabecka? Vorab: Den Stadtrivalen des ASV Neumarkt in der Oberpfalz und die Seebacher verbindet mehr als nur das Wissen, nicht zu wissen, wer der jeweils andere eigentlich ist.

Eine Fabelsaison haben sie hinter sich, beide wurden Meister und sind somit Aufsteiger. Der TSV Seebach dominierte die niederbayerische Bezirksliga Ost. Die Mannschaft von Trainer Josef Eibl landete in dessen erstem vollen Jahr bei 76 Punkten aus 30 Spielen – und fuhr damit einen Zähler mehr ein als die Woffenbacher in der mittelfränkischen Bezirksliga Süd. Auch beim Torverhältnis ist man sich verblüffend ähnlich: Woffenbachs Statistik weist ein Plus von 47 aus – und damit eine nur um zwei Tore bessere Differenz als die der Seebacher.

Nur eins hat Woffenbach geschafft, das den Seebachern zuletzt gar nicht gelingen konnte: den direkten Durchmarsch von der Kreisliga in die Landesliga. Nach dem Bezirksliga-Abstieg 2017 nahm Woffenbach mächtig Fahrt auf und holte sich sowohl die Kreisliga- als auch die Bezirksliga-Meisterschaft.

Am Samstag spielen sie also gegeneinander, die Seebacher und die Woffenbacher. Was darf man da erwarten?

Der Trainer des BSC kann dazu nicht viel sagen. Neapel statt Seebach, Strand statt Rasen: Andreas Nigl weilt mit der Familie am Fuße des Vesuv. "Im Januar war mit dem Aufstieg in die Landesliga ja nicht zu rechnen – und die Bezirksliga fängt bei uns später an. Was will man machen, Urlaub gehört halt dazu..." , sagt Nigl mit einem Lachen. Das Gespräch macht deutlich, wie locker sie das Abenteuer Landesliga in Woffenbach nehmen.

"Wir sehen den Aufstieg als Belohnung für das letzte Jahr, eigentlich für die letzten zwei", sagt Andreas Schwendner, der Co-Spielertrainer. Drei Jahre ist es her, dass von der ersten Mannschaft nur noch drei Spieler übrig waren, der Rest verließ den Klub nach dem Abstieg aus der Bezirksliga. Aus Spielern der 2. Mannschaft und der A-Jugend bildete sich dann der Stamm des heutigen Landesliga-Aufsteigers – eine enorme Leistung. "Wir hatten gute Einzelspieler, aber viele Grüppchen damals. Jetzt zeichnet uns aus, dass wir eine Mannschaft sind, wir gehen alle zusammen feiern", sagt der 23-Jährige, der seit 2010 mit einem Jahr Unterbrechung für den BSC spielt.

Rund um ihn und seine Teamkollegen ist viel los in Neumarkt: Noch nie spielte ein Stadtverein in derselben Liga wie der ASV Neumarkt, Absteiger aus der Bayernliga. Klares Ziel sei selbstverständlich der Klassenerhalt, auch wenn man außer dem Stadtrivalen "quasi keinen Gegner" kenne, sagt Schwendner. Das gilt auch für Seebach: "Wir wissen nur, dass wohl der beste Spieler verletzt ist (gemeint ist Christoph Beck, d.Red.) und einer aus der A-Jugend vom Club gekommen ist (Simon Griesbeck, d.Red.)."

Die Seebacher selbst sind nach harter Arbeit in den vergangenen Wochen auf den Punkt fit – und vorbereitet: "Wir haben uns schon informiert", sagt TSV-Trainer Josef Eibl über den Gegner vom Samstag. Sein Team werde "genauso auftreten wie im Vorjahr, als Einheit. Das Feuer muss schon beim Aufwärmen da sein!", sagt Eibl.

Fest steht: Sollte Woffenbach morgen gewinnen, dann wird’s laut in der Gästekabine: Der "Segelflieger" wird angestimmt. Es ist die inoffizielle Hymne des Vereins, ein Lied von Freundschaft in allen Lagen des Lebens. Die Seebacher werden alles dafür tun, dass morgen niemand außer ihnen selbst singt – und sich rund um Neumarkt keiner mehr fragt, wer denn diese Seebacher eigentlich sind...












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Aiglsbach
1
6:0
3
2.
Ettmannsdorf
1
4:0
3
3.
Tegernheim
1
3:0
3
4.
VfB Straubing
1
2:1
3
5.
Burglengenfeld
1
1:0
3
6.
Pfreimd
1
2:2
1
6.
Neukirchen b.Hl. Blut
1
2:2
1
6.
Lam
1
2:2
1
6.
Fortuna Regensburg
1
2:2
1
10.
Kareth
1
1:1
1
10.
Seebach
1
1:1
1
10.
Woffenbach
1
1:1
1
10.
Weiden
1
1:1
1
14.
Neumarkt
1
1:2
0
15.
Bad Kötzting
1
0:1
0
16.
Bad Abbach
1
0:3
0
17.
Bogen
1
0:4
0
18.
Grafenwöhr
1
0:6
0




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