Der Allrounder beim Landesligisten

Waldkirchens Benedikt Giller schmeißt sich vorne wie hinten in jeden Ball

09.09.2022 | Stand 09.09.2022, 18:41 Uhr

Trotz Patellasehnenreizung, die Benedikt Giller (Mitte) seit Wochen beschäftigt, hat sich der 23-Jährige Waldkirchner in seine neue alte Rolle als Stürmer eingefunden. −Foto: Sven Kaiser

Von Michael Duschl

Es lag schon auf der Hand, sagt Benedikt Giller. Dem TSV Waldkirchen sind in diesem Sommer die Stürmer ausgegangen und weil zunächst kein externer Ersatz für Martin Krieg (Karriereende), Felix Paßberger (zum SV Schalding-Heining; Kreuzbandriss) und Mario Strahberger (Kreuzbandriss) gefunden wurde, suchte Trainer Anton Autengruber intern nach einer Lösung – und wählte Giller aus.

Dafür gab es zwei Gründe, wie Giller erzählt: „Ich bin körperlich einer der Größeren in der Mannschaft und habe in der Jugend auch Stürmer gespielt.“ Im Herrenbereich angekommen, sollte der Youngster in erster Linie Tore verhindern. Mangels Alternativen stellte ihn der Trainer damals als Rechtsverteidiger auf. Giller füllte die Lücke, arbeitete sich in die ungewohnte Rolle. „Ich war einfach froh, Spielzeit zu bekommen“, erinnert er sich. Auf seiner neuen Position war der Waldkirchner fortan gesetzt. Jetzt fünf Jahre später der nächste Positionswechsel: Vom Verteidiger zum Mittelstürmer. „Am Anfang war es natürlich schon wieder ungewohnt, es dauert bis die Abläufe wieder sitzen und ich glaube man konnte nicht erwarten, dass ich in den ersten zehn Spielen gleich zehn Buden mache“, merkt der Rechtsfuß an. Immerhin ein Tor und zwei Assists kann er für sich verbuchen in einer Mannschaft, die als Aufsteiger meistens mit Verteidigen beschäftigt ist. „Ich werf mich in alles rein und renn dauerhaft an“, schildert Giller seine kräftezerrenden Einsätze.

„Der Druck ist jetzt etwas größer, aber wir spüren ihn nicht“

Die Spiele, in denen Benedikt Giller und sein Torabschluss gefragt sind, kommen jetzt. Er hofft dann auf viele Pässe in die Gasse, die ihn in eine aussichtsreiche Position bringen. Außerdem hat die Mannschaft mit Neuzugang Johannes Welk (36) nun einen weiteren Zielspieler dazubekommen. Am Samstag steht das Heimspiel gegen den Rangvorletzten Pfreimd an (Anstoß 16 Uhr), danach geht es nach Lam und gegen Bogen. Alles Teams mit denen Waldkirchner vermutlich auf Augenhöhe ist. „Der Druck ist jetzt etwas größer, aber wir spüren ihn nicht, weil sich jeder einfach auf das nächste Spiel freut und wir wissen, dass unsere junge Mannschaft in der Landesliga nur bestehen kann, wenn wir an die Leistungsgrenze gehen“, erklärt Giller, der mit 23 Jahren schon zu den erfahrenen Spielern zählt.

Und wie viele Tore hat er sich in seiner Premierensaison als Landesliga-Stürmer vorgenommen? „Von mir aus bleibt es bei dem einen, wenn wir am Ende mit der Mannschaft den Nichtabstieg feiern können, dann ist mir das egal, welche Zahl bei mir in der Statistik steht“, sagt der Waldkirchner uneigennützig.


Der Artikel ist am Freitag, 9. September, im Heimatsport der PNP (FRG-Ausgaben, Online-Kiosk) erschienen – hier können Sie den ganzen Text als registrierter Abonnent lesen.