Landesliga Mitte

Seebach vor elf knallharten Tagen – Sturm-Warnung von Reischl – Deggendorf will nachlegen

05.08.2022 | Stand 05.08.2022, 21:08 Uhr

Brustlöser: Gegen Straubing holte sich die Spvgg um Michael Faber (l.) und Sami Mohamad den ersten Sieg. −F.: Müller

Nach dem ersten Saisonsieg im am Montag im Nachholspiel gegen den VfB Straubing hat Aufsteiger Deggendorf in der Landesliga Mitte Lunte gerochen. Beim punktgleichen ASV Burglengenfeld will die Elf von Trainer Thomas Seidl gleich nachlegen.

Schon am Freitag kommt es zum Spitzenspiel zwischen den beiden noch ungeschlagenen Teams Fortuna Regensburg und TSV Seebach. Auch der FC Sturm Hauzenberg ist bereits am Freitag gefordert.

Hauzenberg – Bogen: In der Spitzengruppe der Landesliga Mitte fühlen sich die Fußballer des FC Sturm Hauzenberg momentan pudelwohl. Lediglich im zweiten Punktspiel (in Waldkirchen) erhielt die Geiger-/ Schwarz-Truppe keine volle Wertung. „Ja, wir können durchaus von einem gelungenen Saisonstart reden“, kommentiert Sportleiter Markus Reischl etwas untertrieben. Und schiebt gleich nach: „Wir wissen aber schon, wie wir dies einordnen müssen. Diesen guten Start gilt es jetzt bei den nächsten schweren Aufgaben zu bestätigen.“ In dieser Kategorie sieht er gleich das Heimspiel am Freitag gegen den TSV Bogen. „Eine sehr gute, junge Mannschaft mit einigen exzellenten Einzelspielern. In der Vergangenheit waren es immer hart umkämpfte Duelle“, erinnert sich der 38-Jährige. Die Vergangenheit, das waren die Vergleiche (jeweils aus Sturm-Sicht) in gemeinsamen Landesliga-Jahren 2021/22: 1:0/1:1 – 2017/18: 5:0/2:0. Heuer haben die Rautenstadt-Kicker mit einem 1:1 in Deggendorf begonnen, ein 2:2 gegen den VfB Straubing und ein 2:2 in Burglengenfeld folgen lassen. Ungeschlagen blieb die Mannschaft des blutjungen Trainers Bastian Lerch (26) auch im vierten Spiel – und vor allem das jüngste 0:0 gegen Titelaspirant Fortuna Regensburg wird der echte Gradmesser für die Hauzenberger sein. Kein Grund aber, nicht die eigene Stärke ins rechte Licht zu rücken – Markus Reischl: „Wir sind gut drauf und wollen gerade zuhause drei Punkte nachlegen.“ Dazuhelfen können diesmal nicht die Urlauber Eralb Sinani, Fabian Gastinger und Alex Kretz, Noel Tanzer und Valentin Hasmaier sind verletzt.

Fortuna Regensburg – TSV Seebach: Die defensiv weiße Weste ist seit dem vergangenen Wochenende zwar dahin beim TSV Seebach, aber das war nur ein kleiner Wermutstropfen beim hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Burglengenfeld. Die Elf von Trainer Manfred Stern steht nach vier Spieltage weiter verlustpunktfrei da. Nun stehen den Seebachern elf Tage bevor, die härter kaum sein könnten: In der Liga geht es binnen acht Tagen gegen Fortuna Regensburg, den FC Sturm Hauzenberg (Mittwoch, 18.30 Uhr) und den SC Ettmannsdorf (Samstag, 16 Uhr) – die drei Mannschaften, die zusammen mit dem TSV die Top-Vier der Liga bilden. Am Dienstag, 16. August, kommt dann noch Regionalligist Türkgücü München zum Duell im BFV-Verbandspokal (18 Uhr). „Es kommen richtig schöne Spiele auf uns zu“, sagt Teammanager Manuel Ebner. „Der Fokus liegt aber erst einmal voll auf Fortuna Regensburg.“ Ebner erwartet eine „sehr intensive Partie auf einem kleinen Platz“ gegen den Aufstiegsreleganten der Vorsaison. Personell geht es weiter aufwärts beim TSV: Marius Weiderer, Neuzugang von Jahn Regensburg, stößt nun zum Kader und auch Adrian Weber kehrt zurück. Verletzungsbedingt fehlen weiter Flo Weber, Tobias Biermeier, Simon Griesbeck und Pepe Warminski.

Osterhofen – Amberg: Vier Spiele, vier Niederlagen: Die Spvgg Osterhofen muss dringend punkten, wenn sie nicht schon früh der Musik in der Landesliga Mitte hinterherlaufen will. Gleiches gilt für den FC Amberg, der am Samstag in die Herzogstadt kommt. Das Duell der beiden noch punktlosen Teams könnte ein richtungsweisendes für den weiteren Verlauf der Saison werden. Nach dem zumindest in Sachen Leistung durchaus beachtlichen 1:2 in Neukirchen b. Hl. Blut ist der Glaube an sich selbst bei der Truppe von Trainer Christian Dullinger noch da. Ambergs Trainer Karl-Heinz Wagner warnt vor einer Mannschaft in der Findungsphase, „die sich zuletzt aber bereits stark verbessert präsentierte“. Bei Osterhofen kommen Mirza Hazanovic und Benjamin Bär zurück, es fehlt der rot-gesperrte Maximilian Prechtl.

Burglengenfeld – Deggendorf: Die Erleichterung war groß im Deggendorfer Lager nach dem ersten Saisonsieg gegen den VfB Straubing (2:0). Nun will die Seidl-Elf in Burglengenfeld direkt nachlegen. Doch der Trainer warnt auch vor dem ASV, der in der vergangenen Saison schon mit eineinhalb Beinen in der Bezirksliga stand und sich nach einem furiosen Schlussspurt noch in der Relegation gerettet hat. „Diese Euphorie hat der ASV mit in die neue Saison genommen und ist sehr ordentlich gestartet. Wir treffen auf einen körperlich robusten Kontrahenten, der sehr variabel spielt und bei dem die Punkte hoch hängen werden“, sagt Seidl über den punktgleichen Gegner (beide 5). „Aber auch wir haben unsere Qualitäten und wenn wir die auf den Platz bringen, sind wir nur schwer zu schlagen.“ Personell muss Seidl auf seinen Kapitän Niklas Hauner verzichten, der sich nach der Hochzeit am vergangenen Wochenende mit seiner Ehefrau Iris in die Flitterwochen verabschiedet hat.

Roding – Waldkirchen: So ärgerlich der späte K.o. zuletzt gegen den TSV Kareth-Lappersdorf (0:1) auch war: Beim TSV Waldkirchen versucht man, das Positive aus dieser Partie mitzunehmen und richtet den Blick auf die nächste, wiederum sehr anspruchsvolle Aufgabe. Am Sonntag (16 Uhr) muss man beim starken Mit-Aufsteiger TB Roding Farbe bekennen. Der fünfte Anlauf soll zum ersehnten ersten Dreier führen. Die Gastgeber haben bereits drei Siege eingefahren (2:1 gegen Osterhofen, 6:1 in Tegernheim und 1:0 Amberg) und mussten sich bislang nur dem SV Neukirchen b.Hl. Blut beugen (1:4). „Das ist eine gestandene Truppe mit Routiniers wie den Epifani-Brüdern oder David Romminger, die schon bewiesen hat, dass sie in der Landesliga angekommen ist“, weiß Waldkirchens Coach Anton Autengruber. Er stellt seine Truppe auf eine weitere Riesen-Herausforderung ein. „Wir hatten es bislang tatsächlich mit Mannschaften zu tun, die am Ende wohl im ersten Drittel stehen werden.“ Sehr gut habe seiner Truppe nach dem langfristigen Ausfall von Mario Strahberger das Comeback von Tobias Krenn getan. Er wird auch in Roding wieder versuchen, Dampf zu machen. Zudem kehrt Philip Autengruber zurück, dafür fehlt Urlauber Matthias Pauli.


5. Spieltag am Freitag, 18.45 Uhr: Hauzenberg – Bogen, Fortuna Regensburg – Seebach; 19 Uhr: Kareth – Pfreimd; 19.30 Uhr: Bad Kötzting – Straubing, Tegernheim – Neukirchen/ Hl. Blut; Samstag, 14 Uhr: Osterhofen – Amberg; 16 Uhr: Ettmannsdorf – Lam; 17 Uhr: Burglengenfeld – Deggendorf; Sonntag, 16 Uhr: Roding – Waldkirchen.

− aug/fn/He/brö