Hubschrauber und Krankenwagen

Drei Tore, zwei schwere Verletzungen: Dingolfing und Deggendorf erleben Horror-Testspiel

23.06.2022 | Stand 18.07.2022, 10:05 Uhr

Unschöne Szenen: Zwei schwere Verletzungen prägten das Testspiel zwischen Dingolfing und Deggendorf. Wegen einer musste der Hubschrauber im Isar-Wald-Stadion landen. −Foto: Magdalena Nadler

Von Alexander Augustin

Rein sportlich war es ein Test, der dem Landesliga-Aufsteiger Spvgg GW Deggendorf Mut machen dürfte: Am Mittwochabend gab es beim bisherigen Bezirksliga-West-Rivalen FC Dingolfing einen ungefährdeten 3:0-Sieg. Matthias Schäfer (31.), Co-Spielertrainer Michael Faber (55.) und Sami Mohamad (83.) trafen für die Elf von Trainer Thomas Seidl. Über Fußball redete nach diesem Spiel aber niemand mehr.

„Es war ein Test mit Licht und Schatten, der von den beiden schweren Verletzungen überschattet wurde“, sagte Seidl. In der ersten Halbzeit hatte es Lukas Baumgartner (19) erwischt. Der junge Deggendorfer, bisher vorwiegend in der Bayernliga-U19 aktiv, ging in einen Zweikampf. Dabei kam es zum Pressschlag – und Baumgartner wusste sofort, dass etwas in seinem Fuß kaputt ist. Er wurde auf einer Trage vom Feld gebracht und anschließend von einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht. Sein Trainer spricht von einer „schwerwiegenden Knöchelverletzung. Eine MRT-Untersuchung steht allerdings noch aus. Er wird uns aber mit großer Wahrscheinlichkeit längere Zeit fehlen.“

Damit vergrößert sich das ohnehin große Krankenlager der Deggendorfer weiter. Beim ersten Testspiel gegen Landau hatte sich Elias Zach durch das harte Einsteigen eines Gegenspielers einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Nachwuchsspieler Julius Reiner wird nächste Woche an der Schulter operiert und dann rund vier Monate ausfallen. Sebastian Kett hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und bei Nick Hof ist nach einer schweren Knieverletzung im April noch nicht an ein Comeback zu denken, er wird frühestens in ein paar Wochen mit dem Aufbautraining beginnen.

Auch in Dingolfing ist man verletzungsgeplagt – nach dem Mittwochabend umso mehr. Nach gut einer Stunde Spielzeit war Stefan Weber (19) bei seinem ersten Einsatz im Herrenbereich unglücklich mit dem eigenen Torwart Luca Müller zusammengeprallt. Anschließend klagte er über Sehprobleme, sodass ein Rettungshubschrauber gerufen wurde. Mit einer starken Schwellung am Auge und Verdacht auf Gehirnerschütterung wurde er in ein Krankenhaus geflogen. Das Spiel wurde nach knapp 15-minütiger Unterbrechung fortgesetzt.