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06.10.2011 | 10:13 Uhr

Niereninfarkt und lange Leidenszeit: Doch jetzt ist Johannes Weiß (19) zurück - und wie!

Seine Niere versagte den Dienst, Johannes Weiß fiel lange Zeit aus. Doch jetzt ist der Grafenauer zurück. Und wie! Gegen Prackenbach feierte der 19-Jährige sein Debüt, gegen Hebertsfelden stand er bereits in der Startelf des Bezirksligisten. Trainer Rainer Boxleitner lobt: "Er war einer der Besten."

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Von Helmut Weigerstorfer

Im Februar brach für Johannes Weiß eine Welt zusammen. "Ich hatte starke Rückenschmerzen", erinnert er sich. Die niederschmetternde Diagnose einer langen Untersuchung: Niereninfarkt. "Ein Teil meiner Niere war kurzzeitig nicht durchblutet. Ein kleiner Teil ist abgestorben", erzählt Weiß. Zwar war eine Operation nicht notwendig, trotzdem musste der Grafenauer lange im Krankenhaus bleiben und Medikamente zur Blutverdünnung nehmen. An Sport war freilich nicht zu denken. Und noch schlimmer: Der 19-Jährige musste auch das Abitur nachschreiben. "Es war schon eine sehr schwere Zeit für. Doch rückblickend ist sie doch sehr schnell vergangen. Noch heute muss ich mich bei meinen Lehrern für die Unterstützung bedanken."

Langsam ging es für Johannes Weiß wieder aufwärts. Auch sportlich. Das Talent, das in der Jugend bei der Spvgg Grün-Weiß Deggendorf in der Landesliga und dann beim TV Freyung in der Bezirksoberliga der A-Junioren spielte, wechselte zurück zum Heimatverein Grafenau und stieg wieder ins Mannschaftstraining ein. Allerdings konnte Weiß zunächst nur mit angezogener Handbremse spielen. Wegen der Blutverdünnungsmittel konnte er keine Kopfbälle machen, an Pflichtspiele war nicht zu denken. Dennoch erkannte Trainer Rainer Boxleitner das Können des Nachwuchs-Kickers: "Ich habe ihn vorher ehrlich gesagt nicht gekannt. Aber er ist spielerisch top und hat ein gutes Spielverständnis."

Am Mittwoch vor dem Prackenbach-Spiel dann die gute Nachricht: Johannes Weiß konnte die Medikamente absetzten und somit endlich wieder spielen. Einem Kurzeinsatz in Prackenbach folgte die Berufung in die Startelf gegen Hebertsfelden. Und dort zeigte Weiß eine ganz starke Leistung. Erst links hinten, dann im Mittelfeld. Bescheiden beurteilt der Student - er möchte Wirtschaftsingenieur werden - seine Leistung: "Fürs erste Spiel war‘s nicht schlecht. Aber es gibt noch viel Luft nach oben."

TSV-Trainer Boxleitner war schon jetzt mehr als zufrieden: "Er war einer der Besten. Johannes ist ein Bursche mit Hirn." Selbst Kapitän Alex Adam ist vom Nachwuchskicker überzeugt: "Er ist ein Gewinn für die Mannschaft. Man hat erkannt, dass er enorm viel Druck aufbauen kann." Der Rückkehrer weist diese Lobeshymnen bescheiden zurück, er möchte sich erst einmal bewähren. "Ich möchte einfach so viele Einsätze wie möglich machen." Wenn er weiter so spielt wie gegen Hebertsfelden, sind im diese gewiss.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV Seebach
30
61:16
76
2.
Spvgg Ruhmannsfelden
30
71:34
59
3.
FC Künzing
30
72:27
59
4.
SV Schalding-Heining II
30
52:28
56
5.
Spvgg Osterhofen
30
48:32
56
6.
SSV Eggenfelden
30
47:35
50
7.
TSV Grafenau
30
46:34
43
8.
TV Freyung
30
31:35
41
9.
SV Perlesreut
30
49:57
35
10.
ASV Degernbach
30
49:48
34
11.
Spvgg Plattling
30
40:53
33
12.
FC Salzweg
30
51:50
32
13.
FC Tittling
30
45:68
30
14.
SV Schöfweg
30
40:60
29
15.
Spvgg Mariaposching
30
30:71
28
16.
FC Sturm Hauzenberg II
30
15:99
7




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