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"Corona ist auch nicht fair"  |  13.05.2021  |  07:00 Uhr

Nach Punkten gerettet, nach Quotientenregel abgestiegen: Der Härtefall SV Perlesreut

von Michael Duschl

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Foto vom vorerst letzten Bezirksliga-Heimspiel des SV Perlesreut? Im Oktober 2020 unterlag der SVP daheim dem SV Schalding II mit 0:2). −Foto: Sven Kaiser

Foto vom vorerst letzten Bezirksliga-Heimspiel des SV Perlesreut? Im Oktober 2020 unterlag der SVP daheim dem SV Schalding II mit 0:2). −Foto: Sven Kaiser

Foto vom vorerst letzten Bezirksliga-Heimspiel des SV Perlesreut? Im Oktober 2020 unterlag der SVP daheim dem SV Schalding II mit 0:2). −Foto: Sven Kaiser


Sechs Jahre habe man hart und fast täglich im Ehrenamt gearbeitet und nun soll der SV Perlesreut auf dem Papier absteigen. "Das tut extrem weh", sagt ein Vorstandsmitglied zur PNP. Der Fußball-Bezirksligist ist eines der Opfer des Abbruchparagrafen. In der Tabelle nach Punkten liegt der SVP auf dem viertletzten Platz, nach der Quotientenregel rutscht er auf den vorletzten Rang und muss nächste Saison wieder Kreisliga spielen, wenn die 4500 Amateurfußballvereine nicht mehrheitlich für eine Aussetzung des Abstiegs stimmen.

Der SV Perlesreut ist einer der Vereine, die nun auf die Solidarität der Fußball-Gemeinde hoffen. Das Zustandekommen des Perlesreuter Abstiegs ist nicht nur nach Ansicht des Vereins mindestens sehr bitter bis zweifelhaft. Die Mannschaft liegt mit 21 Punkten aus 22 Spielen auf Platz 13. Der 15., Türkgücü Straubing, hat einen Punkt und ein Spiel weniger. Der Quotient zwischen Perlesreut (0,95454545) und Straubing (0,95238095) unterscheidet sich erst an der dritten Stelle hinter dem Komma. Da hätte der SVP sogar einen höheren Wert, aber der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat im Paragrafen 93 der Spielordnung festgelegt, dass kaufmännisch und damit auf zwei Kommastellen gerundet wird. Somit haben beide einen Wert von 0,95 und der direkte Vergleich zwischen Perlesreut und Straubing wird herangezogen: 4:0 für Straubing. Soweit die Theorie, die nicht berücksichtigt, dass sich der vermeintliche Absteiger zum Beispiel im Oktober bei undurchsichtiger Corona-Lage noch einem Spiel gegen Schalding II (0:2) stellte, obwohl reihum Vereine ihre Spiele absagten und der Rasenplatz des Vereins witterungsbedingt nicht bespielbar war. Die Partie wurde auf Sand ausgetragen – ohne Zuschauer, die der Schiedsrichter als Vorsichtsmaßnahme aussperren ließ.

Für die Perlesreuter fühle es sich nicht fair an, aufgrund der Begleitumstände der Corona-Saison auf diese Art und Weise absteigen zu müssen. Das hat die Vereinsführung um Hans Thoma vor Wochen in einem Brief an BFV-Präsident Rainer Koch kommuniziert. Die Antwort aus München sei ein Schlag ins Gesicht gewesen, schildert die Vorstandschaft: "Corona ist auch nicht fair", soll es darin geheißen haben. Die Verantwortlichen des SVP betonen in diesem Zusammenhang, dass sie Verständnis für die missliche Lage des BFV haben. Außerdem richten sich ihre Bemühungen gegen keinen anderen Verein. Man wolle aber aufzeigen, wie erbarmungslos sich der Paragraf 93 auswirken kann.

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag, 13. Mai, im Heimatsport der PNP (Online-Kiosk) – oder hier bei PNP Plus.

Bayernligist TSV Großbardorf, selbst von der Quotientenregel nicht betroffen (Platz 4 in der Tabelle), hat sich in einem Post auf der Facebook-Seite des Vereins dafür ausgesprochen, Vereine wie den SV Perlesreut zu unterstützen und sich mit ihnen zu solidarisieren:












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Waldkirchen
3
8:3
9
2.
SV Schalding II
3
6:2
9
3.
Grainet
2
11:0
6
4.
Hebertsfelden
3
4:1
4
5.
Ruhmannsfelden
3
8:6
4
6.
Hutthurm
3
5:4
4
6.
ASCK Simbach
3
5:4
4
8.
Salzweg
3
4:4
4
9.
Freyung
2
2:2
2
9.
Schöfweg
2
2:2
2
11.
Künzing
2
5:6
1
12.
Grafenau
2
2:4
1
13.
Pfarrkirchen
3
2:9
1
14.
Mauth
3
2:10
1
15.
Oberpolling
3
3:12
1




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