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20.05.2020  |  22:25 Uhr

Bundesliga ja, Bezirksliga nein? "Nicht fair", findet Osterhofens Werner Sixt

von Sonja Schumergruber

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Wünscht sich einen baldigen Wiederanpfiff für die Amateure: Werner Sixt, 2. Vorsitzender der Spielvereinigung Osterhofen, auf dem Fußballplatz. −Foto: Schumergruber

Wünscht sich einen baldigen Wiederanpfiff für die Amateure: Werner Sixt, 2. Vorsitzender der Spielvereinigung Osterhofen, auf dem Fußballplatz. −Foto: Schumergruber

Wünscht sich einen baldigen Wiederanpfiff für die Amateure: Werner Sixt, 2. Vorsitzender der Spielvereinigung Osterhofen, auf dem Fußballplatz. −Foto: Schumergruber


Verwaist liegt er da, der Fußballplatz der Sportvereinigung Osterhofen. Und das wird erst einmal so bleiben, wie auch an vielen anderen Standorten. Denn im Gegensatz zu Profifußballern, die ab heute wieder ran dürfen, hat der Bayerische Fußballverband (BFV) den Spielbetrieb für Amateure bis mindestens 31. August ausgesetzt. Was er davon hält, verriet Werner Sixt, 2. Vorsitzender der Spielvereinigung Osterhofen im Interview mit der Osterhofener Zeitung.

Die beiden höchsten deutschen Ligen dürfen ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen, die Amateure aber nicht. Wie finden Sie das?
Werner Sixt: Ich finde das nicht fair. Man sollte einen Gleichklang finden zwischen Bundesliga und Amateurfußball. Und nicht nur erlauben, dass die hoch bezahlten Profis wieder spielen dürfen. Freilich freut man sich, wieder Sport im Fernsehen zu sehen. Ich schaue mir ja auch das Spiel der Bayern an. Aber was den Spielbetrieb angeht, muss man einfach sagen: Wenn dann für alle und nicht nur für einzelne.

Seit etwa neun Wochen steht die Spielvereinigung nun schon still. Wie wirkt sich das aus?
Sixt: Beschissen. Man trifft die Spieler nicht mehr. Die Kameradschaft ist ein bisschen in den Hintergrund gerückt, obwohl wir über WhatsApp oder telefonisch Kontakt halten.

Was macht das mit einer Mannschaft?
Sixt: Die Auswirkungen sieht man erst, wenn wir wieder offiziell ins Training starten. Eigentlich ist das seit Dienstag erlaubt. Aber wir warten lieber noch zwei Wochen bis Anfang Juni. Man hat dann drei Monate Zeit, bis die Bezirksliga Ost hoffentlich wieder starten darf. Da bringt man die Spieler schon wieder auf das Level, das sie vor der Zwangspause hatten.

Der Spielbetrieb für die Amateure ist bis 31. August ausgesetzt. Wie geht es danach weiter?
Sixt: Das weiß keiner so genau. Wir hoffen, dass wir am 1. September wieder starten können. Für uns ist es wichtig, dass die Saison zu Ende gespielt wird, weil schon so viel entstanden ist. Derzeit sind wir einen Punkt hinter dem Tabellenführer und wollen Meister werden. Da sind wir natürlich heiß darauf, dass es weitergeht. Und die Topvereine kommen ja alle erst noch nach Osterhofen. Das sind für uns wahnsinnige Zuschauereinnahmen.

Das heißt, es gibt noch keinen festen Termin für den Wiederanpfiff?
Sixt: Ja, der BFV gibt uns vier Wochen vor dem Saisonstart Bescheid. Das ist schon gut. Was ich schlecht finde: Es kommen immer mehr Lockerungen. Warum man da unbedingt auf den 1. September gesetzt hat, ist für mich nicht ganz verständlich. Die Hygienevorschriften können wir auch jetzt schon erfüllen. In unserer Anlage bringt man locker 100 Zuschauer mit Abstand unter. Das trifft für die ganzen Amateurplätze in Niederbayern zu, die ich kenne. Geisterspiele sind bei uns ja kein Thema.

Viele Zuschauer wären auf jeden Fall gut für die Kasse der Spielvereinigung. Wie sieht es denn finanziell nach einem so langen Stillstand aus?
Sixt: Den spürt man schon sehr. Man hat keine Zuschauereinnahmen, man hat gar nichts. Noch dazu, wo wir eigentlich jetzt von den Zuschauerzahlen sehr gut waren. Wir haben einen Schnitt von 170 gehabt pro Heimspiel. Natürlich hätten wir das Topspiel am letzten Spieltag gehabt – gegen den Tabellenführer Grafenau. Da haben wir mit über 1000 Zuschauern gerechnet. Eintritt und der Kioskverkauf sind ja unsere Haupteinnahmequellen.

Egal, ob Frauen, Männer oder Jugendliche: Was wünschen Sie sich für die Sportvereinigung?
Sixt: Dass alle gesund und fit sind – das ist das Wichtigste.

Das Interview erschien bereits in der Samstagsausgabe der Osterhofener Zeitung vom 16. Mai 2020. Lesen Sie den vollständigen Artikel nach kurzer, kostenloser Anmeldung auf PNP Plus.












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV Grafenau
20
39:13
46
2.
SpVgg Osterhofen
20
57:21
45
3.
SV Schalding-Heining II
20
43:19
42
4.
FC Künzing
20
62:31
37
5.
FC Salzweg
19
34:18
37
6.
SpVgg Ruhmannsfelden
20
49:24
35
7.
SpVgg GW Deggendorf
20
26:30
28
8.
SV Hutthurm
20
35:47
24
9.
SV Oberpolling
19
22:32
23
10.
SV Schöfweg
20
32:43
22
11.
SV Grainet
20
37:37
21
12.
SpVgg Plattling
20
25:45
21
13.
SV Perlesreut
20
30:51
20
14.
SV Türk Gücü Straubing
20
27:60
19
15.
TV Freyung
20
20:35
18
16.
ASV Degernbach
20
25:57
12




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