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20.09.2019  |  07:00 Uhr

Kracher in Salzweg – Perlesreut als "rotes Tuch" für Künzing – Gallmaier warnt vor "Larifari"-Fußball

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Nach dem Pokalspiel unter der Woche in der Liga gefordert: Osterhofen (weiß) und Künzing (rot). −Foto: Franz Nagl

Nach dem Pokalspiel unter der Woche in der Liga gefordert: Osterhofen (weiß) und Künzing (rot). −Foto: Franz Nagl

Nach dem Pokalspiel unter der Woche in der Liga gefordert: Osterhofen (weiß) und Künzing (rot). −Foto: Franz Nagl


Der TSV Grafenau hat erneut ein echtes Kaliber vor sich: Der FC Salzweg schickt sich an, den Spitzenreiter der Bezirksliga Ost von Platz 1 zu stoßen. Tief sind die Sorgenfalten in Perlesreut und Degernbach: Beide sind auswärts zu Punkten verdammt.

Künzing – Perlesreut (Samstag, 15 Uhr): "Perlesreut ist immer gefährlich, das ist ein rotes Tuch für Künzing", sagt Trainer Thomas Prebeck und hat die Statistik im Kopf: Vier Duelle und kein Sieg für Künzing, dafür drei für den SVP. Seine Elf konnte mit dem Pokalsieg in Osterhofen (3:2) Selbstvertrauen sammeln. "Das war gut für die Moral", weiß Prebeck, der weiterhin auf Alexander Winberger und seit dem Wochenende auch auf Alexander Winnerl (Knieprobleme) verzichten muss. Dafür kehrte der lange verletzte Martin Aschenbrenner am Mittwoch zurück in den Kader. "Wir wollen dieses Spiel auf jeden Fall gewinnen und damit ist auch klar, wie wir auftreten werden", gibt Prebeck die Marschroute vor.

Nach der niederschmetternden Niederlage im Derby gegen Freyung (1:4) mussten die Perlesreuter Trainer Matthias Url und Felix Bachl erst einmal Aufbauarbeit betreiben. "Wir haben mit der Mannschaft über die Gründe dieser Niederlage gesprochen und damit geht es auch weiter", fordert Spielertrainer Matthias Url. "Es ist natürlich nicht leicht, die gute Stimmung aufrechtzuerhalten", sagt Harald Wagner. Der 2. Vorstand hat ein grundsätzliches Perlesreuter Problem ausgemacht: "Wir bringen die PS vom Training nicht im Spiel", so der 48-Jährige. Doch das Vertrauen in die Mannschaft ist nach wie vor da in Perlesreut und gerade die Ansprache der neuen Trainer gefällt dem Vereinschef. "Das ist sehr eingehend, Felix und Matthias machen das schon gut." Trotzdem wissen alle im Verein, dass die Situation prekär ist. "Jeder muss akzeptieren, dass wir im Abstiegskampf stecken", betont Url. Beim Lieblingsgegner Künzing, gegen den der SVP eine ausgesprochen positive Bilanz hat (drei Siege, ein Remis) hat, will Wagner wieder sehen, "dass unsere Perlesreuter Buam kämpfen", so wie vor zwei Wochen in Ruhmannsfelden (2:0). Url sieht den SVP dennoch in der Außenseiter-Rolle. "Das nimmt uns vielleicht auch einen gewissen Druck."

Ruhmannsfelden – Schöfweg (Samstag, 15 Uhr): Nur überraschend kann der SV Schöfweg beim amtierenden Vizemeister. Gegen TG Straubing (3:4) und Grün-Weiß Deggendorf (1:3) "haben wir verdient verloren", analysiert Schöfwegs Trainer Matthias Süß. Der 30-Jährige sieht seine Vorstellungen noch nicht gänzlich umgesetzt. "Körperlich sind wir in einem guten Zustand, aber wir spielen noch nicht den Fußball, den ich mir vorstelle", so Süß, den speziell die vielen Gegentore (27) stören: "Wir haben brutale individuelle und taktische Fehler." Dass ihm und seinen Mannen eine schwere Saison bevorsteht, das wusste Süß und deshalb ist er weiterhin guter Dinge: "Keine Panik, die Mannschaft ist charakterlich voll in Ordnung und wir werden schon unsere Punkte holen". In Ruhmannsfelden dürfte das allerdings schwer werden, zumal die Gäste einige Ausfälle zu verkraften haben.

Deggendorf – Degernbach (Samstag, 15 Uhr): Fünf Spiele und ein Sieg gegenüber sechs Auswärtspartien mit 14 geholten Punkten: Liese sich die Heimbilanz nur annähernd so gut wie die Ausbeute auf fremdem Platz, könnten die Deggendorfer die Punkte schon eintüten – tut sie aber nicht. Besonders das Toreschießen vor eigenem Publikum scheint den Deggendorfern noch einige Probleme zu bereiten, in fünf Spielen brachte die Wimber-/Sammer-Trupp genauso viele Tore zustande. Da ist es aus Sicht der Grün-Weißen eher ungünstig, dass die Degernbach sich eher zuhause die Hucke vollpacken lassen (23 Gegentore) und ihre Reihen auswärts dichter zusammen bekommen (7 Gegentore).

Hutthurm – Plattling (Samstag, 16 Uhr): Drei Niederlagen in Folge, dazu 13 Gegentreffer und nur zwei eigene Törchen − keine Frage, die Formkurve des SV Hutthurm zeigt deutlich nach unten. "Wir schaffen es derzeit nicht, hinten über 90 Minuten stabil zu stehen. Und vorne machen wir unsere Chancen nicht", sagt Spielertrainer Albert Krenn. Zuletzt in Osterhofen hätte man zur Pause sogar führen können, "in der zweiten Halbzeit wurden wir dann richtig überrollt", sagt Krenn. Um das Selbstvertrauen seiner jungen Truppe sei es aktuell nicht gerade gut bestellt, ein Erfolg gegen Plattling daher umso wichtiger. Positiv: Nach zuletzt urlaubsbedingt eher durchwachsener Trainingsbeteiligung – "das war alles andere als optimal (Krenn) – ist mittlerweile wieder "richtig Zug" drin in den Einheiten. Auch personell hat Krenn keine Sorgen, mit Routinier Christoph Goldschmidt (34), der gegen Osterhoffen kurzfristig passen musste, kehrt eine ganz wichtige Stütze ins Team zurück.

"Wenn wir Larifari spielen, werden wir unser blaues Wunder erleben", sagt Peter Gallmaier, der seine Plattlinger vor einem "richtungsweisenden" Spiel stehen sieht: "Wenn wir gewinnen, können wir etwas lockerer in die Spiele gegen Grafenau und Osterhofen gehen und den Abstand nach hinten ausbauen." Von seiner Mannschaft fordertder Spvgg-Trainer ein Auftreten wie in Künzing (2:1) oder in 70 von 90 Minuten gegen Salzweg (1:4). Man werde auf drei Punkte spielen, so Gallmaier, der den Gegner schon zweimal beobachtet hat und weiß: "Wenn wir ihnen Raum lassen, können die guten Fußball spielen, da müssen wir aufpassen." Die gute Nachricht: Urlauber und Arbeiter sind gegen den SVH wieder im Kader.

Salzweg – Grafenau (Samstag, 16 Uhr): Dass diese Partie das absolute Topspiel des 12. Spieltags sein wird, hat vor der Saison kaum jemand erwartet. "Wir am allerwenigsten", sagt Salzwegs Abteilungsleiter Stefan Holzinger, der im Schlager auch mit einem Remis gut leben könnte, zumal beim Gastgeber einige wichtige Spieler womöglich ausfallen. Hinter dem Einsatz von Severin Muthmann (muskuläre Probleme) und Marco Wundsam (privat verhindert) stehen große Fragezeichen, Maxi Zillner fehlt urlaubsbedingt. Dennoch erwartet Holzinger ein Duell auf Augenhöhe, das durch Kleinigkeiten entschieden werde. Wichtig: "Wir müssen körperlich voll dagegenhalten. Mit Schönspielerei gewinnen wir gegen Grafenau nichts. Sie stehen hinten sehr gut, sind robust und haben schnelle Stürmer, wir müssen den Kampf annehmen."

Nach elf ungeschlagenen Spielen hat der TSV Grafenau am Dienstag beim Pokal-Viertelfinale in Ruhmannsfelden (1:3) wieder einmal verloren, "weil wir wie gegen Künzing in der ersten Halbzeit grottenschlecht" waren, kritisiert Spielertrainer Thomas Beyer. Nachlässigkeiten, die er nun beim nächsten Spitzenspiel in Salzweg nicht sehen möchte. "Wir müssen zurück zu den Grundtugenden", fordert der 39-Jährige. Einen Favoriten kann Beyer, der alle Spieler zur Verfügung hat, nicht ausmachen. "Salzweg hat brutal gute Einzelspieler, ich wäre mit einem Punkt zufrieden".

Freyung – Oberpolling (Samstag, 16 Uhr): Eine schwere Aufgabe sieht Freyungs Spielertrainer Stephan Philipp auf seine Mannen zukommen. Vor dem Abschneiden des Aufsteigers Oberpolling hat der 32-Jährige viel Respekt: "Sie scheinen nicht viel falsch zu machen", fügt Philipp an. Dennoch wird es am Oberfeld keine Geschenke für die Gäste geben: Mit einem Heimsieg können sich die Freyunger nämlich von den Abstiegsrängen ein bisschen lösen und darum fordert der TV-Coach: "Wir müssen unser Spiel durchziehen." So wie in Perlesreut zuletzt (4:1), als die Kreisstädter stabil verteidigten und Fehler des Gegners schörkellos bestraften. Fehlen werden dem TV drei Spieler: Tobias Irlesberger, Max Nendel und Alexander Frömel.

Mit zwei knappen und ebenso überraschenden 1:0-Siegen gegen Deggendorf und Ruhmannsfelden hat der SV Oberpolling den Sprung ins Tabellenmittefeld geschafft. Nun will der Aufsteiger in Freyung nachlegen, allerdings warnt Trainer Alex Starkl ausdrücklich: "Freyung ist eine eingespielte und sehr routinierte Truppe, gespickt mit starken Youngsters wie dem pfeilschnellen Stockinger. Es wird schwer, aber wir sind natürlich in der Lage auch am Oberfeld zu bestehen. Dazu benötigen wir allerdings die gleiche Konzentration und Disziplin, die wir bisher leider nur gegen die Topteams konstant abrufen. Wenn wir das nicht verstehen, werden wir leer ausgehen." Neben dem Coach selbst und seinem Kollegen Mario Enzesberger fehlen auch: Philipp Triebe, Marco Moser, Michael Kurz und Dominik Marold.

TG Straubing – Schalding II (Sonntag, 14 Uhr): "Besser als erwartet" läuft es beim SV Schalding II, berichtet Spielertrainer Manuel Mörtlbauer. "Die jungen Spieler ziehen super mit. Sicher fällt der ein oder andere auch mal in ein Loch. Aber dann pausieren sie oder spielen mal in der Dritten." Von den letzten sechs Partien gewann die Regionalligareserve fünf, dazu gab es ein Remis. Die Folge: Der SVS liegt nur mehr drei Zähler hinter Spitzenreiter Grafenau. "Wir wollen natürlich so lange wie möglich oben dabei bleiben. Aber die Ausbildung und Heranführung der jungen Spieler hat ganz klar Priorität", sagt Mörtlbauer, der von einer "richtig guten Stimmung" im Team berichtet. In Straubing treffe man nun auf ein "sehr spielstarkes Team", so der Coach, "aber wir müssen uns auch fußballerisch nicht verstecken. Wenn wir kämpferisch und taktisch so stark auftreten wie zuletzt, bin ich sehr positiv." Fehlen wird Sebastian Mahler (Leiste).

Grainet – Osterhofen (Sonntag, 16.30 Uhr): Vorfreude herrscht beim SV Grainet vor dem Heimspiel gegen DEN Meisterschaftsfavoriten, trotz einer sportlich prekären Lage nach drei sieglosen Spielen. Trainer Jürgen Eder wünscht sich viele Zuschauer und spekuliert auf eine Überraschung. "Wir sind sicher nicht Favorit", betont der 37-Jährige, aber mit etwas mehr Glück als am vergangenen Sonntag beim SV Schalding II (1:3) sei ein Erfolgserlebnis möglich. Dazu darf sich sein Team allerdings nicht wieder einfache Gegentore fangen. "Lauf- und Einsatzbereitschaft müssen passen, dann können wir das Glück vielleicht erzwingen und der Ball geht vorne mal rein statt an den Pfosten und springt hinten mal von da zurück ins Feld", so Eder.

"Das Pokal-Aus ist abgehakt, wir können das gut einordnen", sagt Spvgg-Trainer Martin Oslislo nach der Heimniederlage der Gäste im Derby gegen den FC Künzing (2:3) am Mittwoch. "Die Stimmung im Team ist trotzdem top. Jetzt konzentrieren wir uns auf Grainet und wollen dort an die Leistung vom Spiel gegen Hutthurm anknüpfen und drei Punkte holen." Im Pokal wurden Patrick Drofa und Alexander Kotlik geschont. Beide rücken wieder in die Startelf. Der Einsatz von Thomas Häfner ist fraglich (Schulterprobleme). − mid/He/la/fe/fn/sli












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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV Grafenau
15
30:9
36
2.
SpVgg Osterhofen
15
47:17
34
3.
SpVgg Ruhmannsfelden
16
45:15
32
4.
SV Schalding-Heining II
16
33:17
32
5.
FC Künzing
16
53:26
30
6.
FC Salzweg
15
30:16
30
7.
SV Oberpolling
15
19:22
22
8.
SpVgg Plattling
15
21:26
21
9.
SpVgg GW Deggendorf
16
18:24
21
10.
SV Grainet
16
27:27
18
11.
SV Schöfweg
16
27:37
18
12.
SV Hutthurm
16
25:37
17
13.
TV Freyung
16
18:30
15
14.
SV Türk Gücü Straubing
16
22:55
12
15.
ASV Degernbach
16
17:46
9
16.
SV Perlesreut
15
17:45
7




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