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18.06.2019  |  11:18 Uhr

Liebe, Leiden und Lust auf Löwen: Spvgg Plattling feiert 100 Jahre mit Duell gegen 1860

von Sebastian Lippert

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Fantastische Kulisse: Im Sommer 1985 finden sich 6800 Zuschauer an der Rennbahn in Plattling ein. Die Spvgg verliert in der dritten Runde des DFB-Pokals zuhause mit 0:2 gegen Bundesligist Bayer 04 Leverkusen. −Fotos: Sebastian Lippert (3)

Fantastische Kulisse: Im Sommer 1985 finden sich 6800 Zuschauer an der Rennbahn in Plattling ein. Die Spvgg verliert in der dritten Runde des DFB-Pokals zuhause mit 0:2 gegen Bundesligist Bayer 04 Leverkusen. −Fotos: Sebastian Lippert (3)

Fantastische Kulisse: Im Sommer 1985 finden sich 6800 Zuschauer an der Rennbahn in Plattling ein. Die Spvgg verliert in der dritten Runde des DFB-Pokals zuhause mit 0:2 gegen Bundesligist Bayer 04 Leverkusen. −Fotos: Sebastian Lippert (3)


"Ich habe mich immer an 1860 München orientiert. Egal, wo ich gespielt hab", sagt Alfred Kohlhäufl. Im schicken dunkelblauen Polo sitzt der 72-Jährige auf der Terrasse seines Hauses in Geiselhöring und schaut vom Gartenteich, wo sich seine Goldfische tummeln, ins weite Grün rundum.

Dass ihn die Spielvereinigung Plattling nicht eingeladen hat zum 100-Jahre-Jubiläum? Scheint ihn nicht zu stören; sagt er zumindest, ohne Bitterkeit. Kohlhäufl wird deshalb nicht dabei sein, wenn die Drittliga-Mannschaft der Löwen um Trainer Daniel Bierofka am kommenden Sonntag ab 15 Uhr im Stadion an der Rennbahn gegen die runderneuerte Bezirksliga-Truppe von Trainer Peter Gallmaier antritt. Schade ist das schon: Alfred Kohlhäufl ist die personifizierte Verbindung zwischen der Spvgg 1919 Plattling und Jubiläumsgast 1860.

Montag, 17. Juni 2019: Alfred Kohlhäufl (72) steht am Teich im Garten seines Hauses in Geiselhöring. Der Leiblfinger ist eine Legende bei 1860 München. Kohlhäufl war danach Spielertrainer in Plattling und Sportlehrer.

Montag, 17. Juni 2019: Alfred Kohlhäufl (72) steht am Teich im Garten seines Hauses in Geiselhöring. Der Leiblfinger ist eine Legende bei 1860 München. Kohlhäufl war danach Spielertrainer in Plattling und Sportlehrer.

Montag, 17. Juni 2019: Alfred Kohlhäufl (72) steht am Teich im Garten seines Hauses in Geiselhöring. Der Leiblfinger ist eine Legende bei 1860 München. Kohlhäufl war danach Spielertrainer in Plattling und Sportlehrer.


Es zieht ein bisschen auf der Terrasse. Aber es ist nicht Kohlhäufl, der hier viel Wind um sich macht. Leicht wär’s ja: Der Mittelläufer (heute sagen die Leute Mittelfeldspieler) schnürte seine Stiefel an der Kampfbahn Rote Erde für Borussia Dortmund (1969/70), im Städtischen Stadion für den SSV Jahn Regensburg (1970-73) und dann von 1974 fünf Jahre lang im Grünwalder für den TSV 1860 München. Bei den Löwen reifte Kohlhäufl als Vorstopper mit Härte und Hingabe zum Kapitän und erspielte sich Legendenstatus.

Samstag, 6. August 1977: 1860-Kapitän Alfred Kohlhäufl (31) begrüßt den Zwieseler Klaus Fischer (r.) im Trikot des FC Schalke 04 zum Bundesliga-Duell im Münchner Olympiastadion. −Foto: imago images/WEREK

Samstag, 6. August 1977: 1860-Kapitän Alfred Kohlhäufl (31) begrüßt den Zwieseler Klaus Fischer (r.) im Trikot des FC Schalke 04 zum Bundesliga-Duell im Münchner Olympiastadion. −Foto: imago images/WEREK

Samstag, 6. August 1977: 1860-Kapitän Alfred Kohlhäufl (31) begrüßt den Zwieseler Klaus Fischer (r.) im Trikot des FC Schalke 04 zum Bundesliga-Duell im Münchner Olympiastadion. −Foto: imago images/WEREK


Geboren wurde Alfred Kohlhäufl am 10. Oktober 1946 in Oberwalting, einem Ortsteil von Leiblfing (Landkreis Straubing-Bogen). Einer seiner Brüder lotste ihn im Alter von 15 Jahren zur Spvgg Plattling, die ihn zum Junioren-Nationalspieler ausbildete. Damit ist er nicht allein: Unter der Führung der Jugendleiter Alfred König (16 Jahre Amtszeit) und Karl Eberle (14 Jahre) war die Nibelungenstadt die Talentschmiede schlechthin in Niederbayern. Aus ihr gingen etwa Oskar Hartl (99 Jahre alt/1860 München, VfB Stuttgart) oder Jochen Weigl (48/1.FC Nürnberg, TSV Vestenbergsgreuth) hervor. Überregional bekannt wurden Manfred und Armin Köglmeier, Helmut Lemberger, Hermann Unholzer und viele weitere. Die vielen selbst ausgebildeten Talente waren der Hauptgrund, warum Plattling den niederbayerischen Fußball fast ein Vierteljahrhundert lang dominierte.

Plattlings Aufstellung am 14. März 1987 beim Unentschieden gegen den TSV 1860 München (1:1).

Plattlings Aufstellung am 14. März 1987 beim Unentschieden gegen den TSV 1860 München (1:1).

Plattlings Aufstellung am 14. März 1987 beim Unentschieden gegen den TSV 1860 München (1:1).


Wie das Jubiläums-Spiel am Sonntag endet? Werner Breu, lange Abteilungsleiter bei der Spvgg, hofft auf ein vorzeigbares Ergebnis – und auf ein Tor, "aber kein geschenktes". Am Gegner werden sich die Plattlinger jedenfalls nicht orientieren müssen: Die Sechz’ger, sie sind längst nicht mehr der Maßstab.
Das Stadion öffnet um 13 Uhr, Anpfiff der Partie ist um 15 Uhr. Bereits um 10 Uhr absolvieren die Löwen ein öffentliches Training. Kartenvorverkauf bei Lotto Heimerl in der Landauerstraße 18 in Plattling. Mehr dazu lesen Sie am Dienstag in Ihrer Heimatzeitung.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
ASV Degernbach
0
0:0
0
2.
SpVgg GW Deggendorf
0
0:0
0
3.
TV Freyung
0
0:0
0
4.
TSV Grafenau
0
0:0
0
5.
SV Grainet
0
0:0
0
6.
SV Hutthurm
0
0:0
0
7.
FC Künzing
0
0:0
0
8.
SV Oberpolling
0
0:0
0
9.
SpVgg Osterhofen
0
0:0
0
10.
SV Perlesreut
0
0:0
0
11.
SpVgg Plattling
0
0:0
0
12.
SpVgg Ruhmannsfelden
0
0:0
0
13.
FC Salzweg
0
0:0
0
14.
SV Schalding-Heining II
0
0:0
0
15.
SV Schöfweg
0
0:0
0
16.
SV Türk Gücü Straubing
0
0:0
0




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