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22.11.2017  |  06:00 Uhr

Lass das mal den Loibl machen: Wie Passaus Stürmer eine US-Uni fast allein ins Finale schoss

von Sebastian Lippert

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Die Trojaner und ihr Stürmer: Sebastian Loibl (Nummer 37) schoss die Mount Olive University ins erste Finale ihrer College-Fußball-Liga seit dem Jahr 2004. Loibl war in 18 Spielen an 25 von 35 Toren der Mannschaft beteiligt. − Fotos: Mount Olive University

Die Trojaner und ihr Stürmer: Sebastian Loibl (Nummer 37) schoss die Mount Olive University ins erste Finale ihrer College-Fußball-Liga seit dem Jahr 2004. Loibl war in 18 Spielen an 25 von 35 Toren der Mannschaft beteiligt. − Fotos: Mount Olive University

Die Trojaner und ihr Stürmer: Sebastian Loibl (Nummer 37) schoss die Mount Olive University ins erste Finale ihrer College-Fußball-Liga seit dem Jahr 2004. Loibl war in 18 Spielen an 25 von 35 Toren der Mannschaft beteiligt. − Fotos: Mount Olive University


Kopfbälle sind nichts für dich, haben sie zu Sebastian Loibl gesagt. Also hat der 23-Jährige den Fußball einfach tausendmal gegen die Wand geworfen. Fünf Jahre ist das jetzt her. Heute ist der Stürmer des 1.FC Passau mit der beste Kopfballspieler der gesamten Bezirksliga Ost; dafür sprechen auch vier Kopfballtore in seinen ersten drei Saisonspielen. "Ich bin einfach brutal ehrgeizig, ich will immer gewinnen, immer competitive sein", sagt er.

Das Englische ist ihm so reingerutscht, weil er seit August fast nur noch in dieser Sprache spricht: Vor drei Monaten flog Loibl für ein Auslandsstudium (Business Management) in die Vereinigten Staaten, es ist ein Fußballstipendium der Mount Olive University: jene Uni im Osten des US-Bundesstaats North Carolina, die Sebastian Loibl zum ersten Mal seit 2004 in ein Liga-Finale schoss.

"Soccer" ist in Amerika nicht das große Ding, Baseball, American Football und Basketball sind beliebter. Der Universitätsfußball wird vom Freiwilligenverband NCAA organisiert. Es gibt drei Divisionen, die wiederum jeweils in circa 20 Conferences aufgeteilt sind. Pro Region wird in Conference-Finals ein Qualifikant für die nächste Runde ausgespielt. In ein solches Endspiel, die Conference Carolinas Championship, hat Loibl seine Trojaner, so der Spitzname aller Uni-Athleten, geschossen – im Alleingang.

Auch ins Allstar-Team wurde Loibl gewählt. Dass es außer ihm keiner seiner Teamkollegen in eines der drei 11-Mann-Teams geschafft hat, empfindet er als Frechheit. "Das zeigt mir wieder, das hier doch wieder nur ein Einzelner entscheidet."

Auch ins Allstar-Team wurde Loibl gewählt. Dass es außer ihm keiner seiner Teamkollegen in eines der drei 11-Mann-Teams geschafft hat, empfindet er als Frechheit. "Das zeigt mir wieder, das hier doch wieder nur ein Einzelner entscheidet."

Auch ins Allstar-Team wurde Loibl gewählt. Dass es außer ihm keiner seiner Teamkollegen in eines der drei 11-Mann-Teams geschafft hat, empfindet er als Frechheit. "Das zeigt mir wieder, das hier doch wieder nur ein Einzelner entscheidet."


Im September wird er National Player of the Week
Kaum da, schießt Loibl die Conference kurz und klein: Bester Torschütze (15), drittbester Vorbereiter (10), meiste spielentscheidende Treffer (6), meiste Schüsse (112), meiste Schüsse aufs Tor (54) und – innerhalb der Division II – fünftbester Scorer der Vereinigten Staaten: Einen Punkt für den Assist, zwei für ein Tor, Loibl sammelt genau 40. Als er beim 5:3 gegen Erskine zwei Tore macht und drei vorbereitet, wählen ihn die Trainer zum National Player of the Week.

Körper rein: Sebastian Loibl schirmt den Ball ab, und dann geht meistens die Post ab.

Körper rein: Sebastian Loibl schirmt den Ball ab, und dann geht meistens die Post ab.

Körper rein: Sebastian Loibl schirmt den Ball ab, und dann geht meistens die Post ab.


(Der Verein hat sogar ein youTube-Video mit den besten Loibl-Szenen produziert.)

Weil er trifft und trifft und noch dazu vorbereitet, schneiden die Coaches das Spiel der Mannschaft auf den 23-Jährigen aus der Gemeinde Prag bei Hutthurm (Landkreis Passau) zu. Das belegen auch die Zahlen: In seinen 18 Spielen feuert Loibl 112 Schüsse ab, fast jeden zweiten bringt er aufs Tor, ein Top-Wert. Bevor die Saison im Conference-Finale am 5. November mit einem 1:4 gegen das an Nummer 1 gesetzte College Limestone endet, ist Loibl an 25 aller 35 Tore des College-Teams direkt beteiligt (71 Prozent).

"Mit Passau würden wir jeden Club hier putzen"
Stellt sich die Frage: Wie gut sind die Gegner in der Division II? "Der Fußball hier ist komplett anders, man kann das nicht einordnen in Bayernliga, Landesliga, oder Bezirksliga", sagt Loibl, der in Deutschland schon alle drei Stationen durch hat: Er stieg mit dem SV Hutthurm von der Bezirks- in die Landesliga auf und wechselte zwischendurch beruflich bedingt zum VfR Garching (Bayernliga/ vier Tore in 25 Spielen), bevor es ihn zu seinen Cousins (Thomas Hötzl und Trainer Benedikt Wagner) nach Passau zog.

In Übersee ist die Saison um. Wie es für Sebastian Loiblweitergeht, steht noch nicht fest, ihm liegen mehrere Angebote vor. Da in Division I andere Zugangsvoraussetzungen herrschen und die Tür dadurch zu ist, wird Loibl wohl innerhalb der Division II wechseln. Sein Wille zu wechseln ist jedenfalls zementiert. Auch die Noten passen, und das ist essenziell: Lernt Loibl nicht, lernt er nicht mal mehr die Auswechselbank kennen – da kann er noch so viele Tore schießen ... − sliMehr dazu lesen Sie in der Donnerstagsausgabe Ihrer Heimatzeitung, Sport Niederbayern.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TV Freyung
0
0:0
0
2.
TSV Seebach
0
0:0
0
3.
TSV Grafenau
0
0:0
0
4.
FC Tittling
0
0:0
0
5.
SV Schöfweg
0
0:0
0
6.
SV Schalding-Heining II
0
0:0
0
7.
SV Perlesreut
0
0:0
0
8.
Spvgg Ruhmannsfelden
0
0:0
0
9.
Spvgg Plattling
0
0:0
0
10.
Spvgg Osterhofen
0
0:0
0
11.
Spvgg Mariaposching
0
0:0
0
12.
FC Sturm Hauzenberg II
0
0:0
0
13.
FC Salzweg
0
0:0
0
14.
FC Künzing
0
0:0
0
15.
SSV Eggenfelden
0
0:0
0
16.
ASV Degernbach
0
0:0
0




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