Mit neuem Schwung zu alter Begeisterung

TuS Pfarrkirchen im Umbruch: Neue Liga, sieben Abgänge, acht Neuzugänge

12.07.2022 | Stand 18.07.2022, 10:32 Uhr

Spielertrainer Pascal Taboga (l.) sieht die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainerkollegen Robert Schildmann auf einem guten Level. Das Duo will die TuS Pfarrkirchen in der neuen Bezirksliga-Saison neu formieren und zu alter Stärke zurück führen. −Foto: C. Wimmer

Von Lukas Hummelsberger

Die TuS Pfarrkirchen steht in dieser Spielzeit vor einem großen Umbruch. Nachdem sich im Sommer mit Sebastian Baier, Alexander Gordok, Stefan Seidl, Stefan Loher und Dominik Leitner gleich fünf Stammspieler verabschiedet haben, fällt mit Thomas Eisenreich ein wichtiger Leistungsträger längerfristig aus.

Darüber hinaus stehen die beiden Youngster Constantin Hanöffner und Lukas Röckenschuß (Studium) vorerst nicht zur Verfügung. Somit fehlen dem Trainerteam Pascal Taboga und Robert Schildmann gleich acht wichtige Eckpfeiler beim Neuaufbau der Mannschaft.

„Wir als Verein sehen eine echte Chance in der Situation“, so Spielertrainer Pascal Taboga. Nun sollen vor allem junge, gierige Spieler aus den eigenen Reihen die Möglichkeit bekommen, sich in der Bezirksliga zu beweisen und neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen. „Wir können jetzt die Früchte unserer starken Jugendarbeit ernten – das wollen wir nutzen“, so Taboga.

Eine etwas holprige Spielzeit liegt hinter der TuS Pfarrkirchen. Lange Zeit lag man gut im Rennen um die Aufstiegsplätze, nach einer durchwachsenen Rückrunde fiel man jedoch auf Rang fünf zurück. So richtig zufrieden konnte man damit an der Rennbahn nicht sein. Nun möchte man das Team bei der Ehre packen: „Wir wollen es wieder schaffen, uns als Mannschaft, aber ebenso unsere Fans zu begeistern – so wie es vor mehreren Jahren der Fall war. Dazu benötigen wir Spieler, die Lust haben sich zu beweisen“, so Spielertrainer Pascal Taboga.

In den bisherigen Testspielen konnte man mit Simon Dorfner, Stefan Linhart, Felix Heudecker und Christian Zauner vier Nachwuchsspieler auf den Spielberichtsbögen finden, die allesamt noch für die U19 spielberechtigt sind. „Wir haben den 2004er-Jahrgang komplett in unsere Vorbereitung integriert, das klappt richtig gut. Es zeigt uns einmal mehr, dass die Jugendarbeit in den letzten Jahren die beste im Rottal war“, so Taboga. „Wir wollen die Spieler langsam heranführen und den Übergang vom Jugend- zum Herrenfußball gut vorbereiten“, sagt Taboga.

So wird das Trainerteam dieses Jahr vor allem mit einer, durch externe Verstärkungen ergänzten Mannschaft arbeiten. Auf der Torhüterposition werden Marcel Fischer (SpVgg Osterhofen) und Maximilian Habereder (SV Erlbach) mit Dominik Bimesmeier das Torhüter-Trio bilden. „Dominik ist gerade im Aufbautraining nach seiner Kreuzband-OP und wir daher noch etwas Zeit brauchen. Marcel und Maxi präsentieren sich im Training sehr gut. Wir haben uns auf dieser Position noch nicht festgelegt“, so Taboga.

Mit Simon Kirschenheuter und Martin Driesel konnten zwei Rückkehrer für die Defensive verpflichtet werden, während die Offensive von Lukas Eder, Karl Feicht, Lukas Auerbach und Kilian Spindler belebt werden soll. Ob es zu weiteren Neuverpflichtungen kommt, lässt Taboga derweil offen. Matthias Tautz, Uli Lahner und Thomas Baumgartner werden als wichtige Stützen und Schlüsselspieler in der Mannschaft vorangehen. Baumgartner wird in dieser Saison vermutlich ins Zentrum vorrücken.

Die TuS Pfarrkirchen spielt in dieser Saison in der Bezirksliga West, wo mit Dingolfing, Landau, Ergolding, Aiglsbach und Simbach/Inn einige spielstarke Mannschaften auf die Taboga-Elf warten. Da die Mannschaft im Umbruch ist, falle der Vergleich mit anderen Teams schwierig. „Unser Fokus liegt darauf, dass wir top vorbereitet in die Saison gehen“, so der Coach. Das Spiel gegen den Ball und die individuelle Fitness standen in der Vorbereitung im Vordergrund. Auch wenn man gegen gute Gegner wie den FC Dingolfing (1:2), den 1. FC Passau (0:2) und den Landesligisten FC Tegernheim (0:1) jeweils knapp als Verlierer vom Platz ging, konnten die Trainer bereits positive Ansätze erkennen. „Wichtig ist jetzt, dass wir es schaffen auf ein Level zu kommen, mit dem wir unser Spiel über 90+x Minuten durchziehen können“, so Taboga.

Die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainerkollegen Robert Schildmann, der im Sommer von der SG Tann/Reut an die Pfarrkirchner Rennbahn wechselte, sieht Taboga bereits auf einem guten Level. Während Taboga sich mehr um das Spiel mit dem Ball kümmert, liegt der Fokus von Schildmann auf dem Spiel gegen den Ball. „Die Zusammenarbeit läuft bisher sehr gut, denn wir haben auch schnell gemerkt, dass wir uns mit dieser Aufgabenverteilung super ergänzen“, so Taboga.

Am Samstag (Anstoß: 14:30 Uhr) startet auswärts beim TSV Ergoldsbach in die neue Saison. Zum ersten Heimspiel am 24. Juli (15 Uhr) kommt der FSV Landau.