Neuer Trainer beim Bezirksligisten

„Der Druck ist ziemlich groß“: So will Cristian Hardau Walburgskirchen wieder aufrichten

10.11.2022 | Stand 11.11.2022, 11:52 Uhr

Vor knapp einem Jahr hatte Cristian Hardau (2.v.l.) nach einer schweren Knieverletzung seine Karriere beim TuS Walburgskirchen beendet. Nun holte ihn Teammanager Günther Baumgartner (l.) zurück an die Seitenlinie des Bezirksligisten. −Foto: Archiv Caroline Wimmer

Von Doris Kessler

Vor knapp einem Jahr hatte Cristian Hardau (43) nach einer schweren Knieverletzung einen Schlussstrich unter sein Engagement beim TuS Walburgskirchen gezogen. Nun übernimmt er erneut das Amt an der Seitenlinie – und möchte den Spielern ihr Selbstvertrauen zurückgeben.

Nach fünf Jahren als Spieler, Co-Spielertrainer und Spielertrainer hatte Cristian Hardau im Oktober 2021 nach einer schweren Knieverletzung seine Karriere beendet. Damals hatte das Duo Asllan Shalaj und Kushtrim Mazreku übernommen und war später von Valdrin Blakaj, der vom SSV Eggenfelden kam, abgelöst worden. Blakaj führte die roten Teufel vom Bäckerberg auf Platz 2 der Kreisliga Isar/Rott und via Relegation in die Bezirksliga. Dort sorgte der kleine Dorfverein vom ersten Spieltag an für großes Kino – und fand sich zeitweise sogar an der Tabellenspitze wieder.

Doch seit Anfang Oktober ist der Wurm drin beim TuS Walburgskirchen. Das Derby gegen Pfarrkirchen brach Schiedsrichter Andreas Poxleitner nach knapp einer Stunde ab, nach einem tätlichen Angriff gegen einen seiner Assistenten. Das Duell beim FSV Landau endete Unentschieden, ebenso die Partie beim FC Teisbach. Die letzten beiden Spiele gegen Ergolding und Simbach/Inn waren für Walburgskirchen Nullnummern. Der Aufsteiger wurde auf Rang vier durchgereicht.


Hier lesen Sie: Rausschmiss am Tag vor dem Geburtstag: Walburgskirchen trennt sich nach Derby-Niederlage von Blakaj




Nach dem 17. Spieltag zog der Verein Konsequenzen und entließ – für viele durchaus überraschend – Spielertrainer Valdri Blakaj. Man sei, betonte Teammanager Günther Baumgartner auf Nachfrage, mit der sportlichen Entwicklung in den letzten Wochen nicht zufrieden gewesen.

Blakajs Nachfolge hat Cristian Hardau angetreten. Der 43-Jährige hatte im Oktober 2021 nach einer schweren Knieverletzung seine Karriere für den TuS Walburgskirchen eigentlich beendet, kehrt nun aber an die Seitenlinie zurück. Hardau möchte in erster Linie die Motivation im Team wieder stärken: „Die Spieler sind sehr enttäuscht aufgrund der negativen Ergebnisse aus den letzten Spielen“, sagt Hardau. Viele würden schon auf die Winterpause warten. Taktische Veränderungen möchte der neue Trainer im letzten Spiel vor der Pause nicht mehr vornehmen, „ich möchte nicht zu viel ändern gegen Eintracht Landshut, weil mir dafür einfach nicht genug Zeit zur Verfügung steht“, sagt er. „Wir gehen gegen Landshut mit einer möglichst offensiven Taktik ins Spiel, basierend auf Ballbesitz, da unsere Spieler technisch gesehen stark sind und ich volles Vertrauen in meine Mannschaft habe.“

Nach zwei Niederlagen in Folge jedoch muss ein Sieg her: „Der Druck ist ziemlich groß, denn wenn wir dieses Spiel verlieren, entfernen wir uns immer mehr von den ersten drei Plätzen.“ Dass die Landshuter Eintracht aktuell auf Tabellenplatz 14 liegt, solle Hardau zufolge nicht dazu führen, die Gastgeber zu unterschätzen. „Natürlich wirkt Landshut erstmal schwächer. aber das bedeutet nicht, dass wir nicht für diese drei Punkte werden kämpfen müssen.“ Zwei Spieler müssen verletzungsbedingt pausieren, der Rest ist fit. Anstoß beim FC Eintracht Landshut ist am Samstag um 14 Uhr.

In der Winterpause möchte Cristian Hardau dann notwendige Veränderungen angreifen, „wahrscheinlich werde ich das System ein bisschen umstellen.“ Vor allem aber möchte er „den Spielern helfen, ihr Selbstvertrauen zurück zu gewinnen.“