Spitzenspiel vor 85 Zuschauern

Kastl unter Wert geschlagen – 0:3 gegen Aufsteiger Srbija München fällt zu hoch aus

15.08.2022 | Stand 15.08.2022, 18:13 Uhr

Ausgebremst, wie in dieser Szene Pascal Linhart vom zweifachen Torschützen Yusuf Abdulhalim Rubeya (rechts), wurden die Kastler und kassierten gegen das clevere Srbija München ein 0:3. −Foto: Butzhammer

Eine 0:3-Niederlage, die etwas zu hoch ausgefallen ist, kassierten die Fußballer des TSV Kastl am Samstag im Heimspiel der Bezirksliga Ost gegen SK Srbija München. Der Aufsteiger bleibt damit weiter ungeschlagen, ohne Gegentreffer und führt das Klassement an.

In diesem Spitzenspiel vor 85 Zuschauern zeigten beide Rivalen zunächst Respekt voreinander und tasteten sich erst einmal ab. Wie aus dem Nichts fiel dann nach einer Viertelstunde die Führung für die Gäste: Kapitän Kristijan Cabraja machte vorne den Ball fest und spielte ihn im richten Moment in die Füße von Yusuf Abdulhalim Rubeya, der nicht lange fackelte und zentral aus 17 Metern abzog. Die Kugel rutschte unter Torwart Andreas Peller hindurch ins Netz. Die Führung spielte den Serben in die Karten, nun konnten sie ihr Kombinationsspiel aufziehen. In der 22. Minute wäre fast das 0:2 gefallen: David Androsevic spitzelte die Kugel am letzten Abwehrspieler der Kastler vorbei, aber Peller rettete reaktionsschnell.

Dann gab Schiedsrichter Dominik Baumgartner im Strafraum der Münchner einen indirekten Freistoß und argumentierte, Keeper Andrej Popravak hätte den Ball zu lange in den Händen gehalten. Bei dieser Aktion erhielten drei Gäste-Akteure die gelbe Karte. Martin Göppinger hämmerte die Kugel jedoch in die Mauer (31.) Den Gastgebern merkte man an, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Pause gehen wollten. Nennenswertes sprang jedoch nicht heraus. Stattdessen folgte der nächste Nackenschlag (44.): Kapitän Göppinger ließ sich zu einfach ausspielen und Savio Nsereko schlenzte das Leder lässig über Peller hinweg zum schmeichelhaften 0:2 ins lange Eck. Srbija agierte in der ersten Hälfte clever und ließen die Kastler immer wieder laufen.

Der Gastgeber kam druckvoll aus der Kabine und verzeichnete gleich eine Gelegenheit. Michael Renner wurde von Josef Spermann eingesetzt, zielte aber mit zu viel Rücklage weit über den Kasten (48.). Vier Zeigerumdrehungen später probierte es Sebastian Spinner aus 14 Metern, aber Popravak hielt seinen Kasten sauber. In der 59. Minute hatten die TSV-Fans schon den Torschrei auf den Lippen: Spinner trickste seinen Gegenspieler aus und zog sofort ab, aber Popravak lenkte die Kugel an den Pfosten. Dann erneut Pech für Kastl, als Spinner nach einem schnellen Konter den Querbalken anvisierte (63.).

Die Schützlinge von TSV-Trainer Slaven Jokic wollten den Anschluss. Tobias Urban setzte aus knapp 20 Metern die Kugel auf das Tornetz (68.). Dann gaben die Münchner wieder ein Lebenszeichen von sich (72.): Einen Freistoß aus 18 Metern hob David Androsevic gefühlvoll über die Mauer und der Ball klatschte an den Posten. Drei Minuten später klappte es mit der Entscheidung: Kastl investierte viel und lief in einen Konter, den wiederum Rubeya eiskalt abschloss. In der 79. Minute sah David Blagojevic die rote Karte. Nach einem Zweikampf mit Urban warf er den Ball in Richtung des Kastlers, was der Unparteiische als Tätlichkeit wertete. In der Nachspielzeit probierte es der eingewechselte Manuel Kellermann mit einem Seitfallzieher, aber der Gäste-Goalie behielt seine weiße Weste.

− Jochen Brehm