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Ungewöhnliche Wege  |  04.07.2020  |  08:00 Uhr

Von der Kreisliga in die Bayernliga: 90-Tore-Stürmer Wagner wagt, was Pex schon geschafft hat

von Corinna Mühlehner

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Das erwartete spielerische Defizit zu seinen baldigen Kollegen in Hankofen will Andreas Wagner (am Ball) schnell aufholen. −Foto: C. Wimmer

Das erwartete spielerische Defizit zu seinen baldigen Kollegen in Hankofen will Andreas Wagner (am Ball) schnell aufholen. −Foto: C. Wimmer

Das erwartete spielerische Defizit zu seinen baldigen Kollegen in Hankofen will Andreas Wagner (am Ball) schnell aufholen. −Foto: C. Wimmer


Andreas Wagner war mit 90 Toren in fünf Saisons der unangefochtene Top-Stürmer beim TSV Pilsting. Ab sofort muss der Kreisligist allerdings auf seinen Torjäger vom Dienst verzichten: Der 24-Jährige will höher hinaus – und nimmt dabei gleich zwei Stufen auf einmal: Wagner spielt nun bei der Spvgg Hankofen-Hailing. Bayernliga.

"Für mich war schon vor Corona klar, dass ich aus Pilsting weggehe, weil ich jetzt wieder flexibler bin", erzählt Andreas Wagner der Heimatzeitung. Der gebürtige Mamminger wohnt mittlerweile in Haidlfing und studiert Sport-, Event- und Medienmanagement in München, weshalb die Zeit für Fußball begrenzt war. "Jetzt muss ich aber nur noch meine Bachelorarbeit schreiben und will es deshalb höherklassig probieren."

Er hat’s vorgemacht: Samuel Pex (r.) wechselte im Sommer 2019 ebenfalls von der Kreis- in die Bayernliga. −Foto: P. Hofer

Er hat’s vorgemacht: Samuel Pex (r.) wechselte im Sommer 2019 ebenfalls von der Kreis- in die Bayernliga. −Foto: P. Hofer

Er hat’s vorgemacht: Samuel Pex (r.) wechselte im Sommer 2019 ebenfalls von der Kreis- in die Bayernliga. −Foto: P. Hofer


Erfahrung eine Klasse höher hat Andreas Wagner. 2015/16 spielte er für Grün-Weiß Deggendorf in der Bezirksliga und kam dort auf 15 Einsätze. "Das kann man aber absolut nicht vergleichen", betont Wagner. "Ich habe dort auf einer ganz anderen Position und auch ein anderes System gespielt." Für ihn ist also klar: In der Bayernliga betritt er komplettes Neuland. Deshalb hat er das Training auch während der Corona-Pause nicht schleifen lassen. "Ich habe mir drei Wochen Pause gegönnt, den Rest aber durchtrainiert", sagt der Stürmer, der sich damit auch auf seine Zeit in Hankofen vorbereitet. "Ich will den Fitnessgrad haben wie die anderen, damit ich das spielerische Defizit, das definitiv da sein wird, möglichst schnell ausgleichen kann."

Aus Pilsting verabschiedet sich Andreas Wagner nicht ganz ohne Wehmut. "Ich komme zwar nicht aus Pilsting, aber das war immer mein Heimatverein", so der 24-Jährige, der beim TSV auch erstmals mit seinem Bruder Bernhard in einer Mannschaft spielte. "Ich bin dem TSV wirklich sehr dankbar, denn dort habe ich den Spaß am Fußball wieder entdeckt." Der sei ihm bei seinen Stationen zuvor abhanden gekommen. "In Haidlfing war es einfach nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, und Deggendorf war ein Fehler, das hat einfach nicht gepasst", sagt der Sportler offen.

In Pilsting war das Spiel sehr auf ihn ausgelegt. "Ich wurde schon sehr in Szene gesetzt", ist Andreas Wagner bewusst. Mit Erfolg, wie seine 90 Tore zeigen. Doch Wagner bleibt ehrgeizig: "Als Stürmer darf man nie zufrieden sein, da wäre immer mehr gegangen." In Hankofen will er nun ebenfalls mit einer guten Leistung zum Ziel Klassenerhalt beitragen.

Einer, der weiß, wie der Sprung von der Kreisliga in die Bayernliga funktioniert, ist Samuel Pex. Der 20-Jährige wechselte erst zum Beginn der jetzigen Saison vom FSV Landau an den Reißinger Bach. Aktuell muss Pex pausieren, er hat sich im Februar das Kreuzband gerissen. "Die Verletzung ist ziemlich bitter, weil ich mich gerade auf meiner neuen Position, der Sechs, eingefunden und meine Einsatzzeiten bekommen habe", sagt Pex, der bislang immerhin auf 17 Einsätze kam.

An das Niveau in der Bayernliga habe er sich unerwartet schnell angepasst. "Die Mannschaft macht es einem sehr einfach", findet der Zeholfinger. "Vor allem die Führungsspieler reden viel mit einem, das hilft sehr." Leicht war es dennoch nicht, betont er. "Durch die individuelle Klasse der Spieler und auch die Ex-Profis kommt man schon an die Grenzen." Möglich sei es aber, man müsse nur Ehrgeiz haben. "Man darf sich nie denken ,Jetzt habe ich es geschafft‘, sondern immer sein bestmögliches Ich zeigen", ist Pex überzeugt.

Die schwierigsten Umstellungen für ihn waren zum einen die scharf gespielten Bälle im Training, aber auch das Umdenken im Spiel. "Da hieß es, dass jeder Spieler alles machen kann, etwa lange Bälle spielen", erklärt der Sportler. "Und natürlich hat nun jeder Gegner ein entsprechendes Tempo und die Athletik." Auf letzteres will sich Samuel Pex nun verstärkt konzentrieren: "Eine Pause gibt’s nicht. Neun Monate kein Fußball bedeutet dann eben Kraftraum."












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Pipinsried
23
81:20
63
2.
Wasserburg
23
40:29
42
3.
Deisenhofen
22
51:37
41
4.
Ingolstadt 04 II
23
58:42
39
5.
Schwabmünchen
23
49:36
39
6.
Kottern
22
39:31
38
7.
1860 München II
23
40:38
33
8.
Kirchanschöring
23
31:36
31
9.
Ismaning
23
41:35
30
10.
Dachau
23
30:45
27
11.
Donaustauf
21
30:39
26
12.
Türkspor Augsburg
22
37:40
25
13.
Landsberg
23
35:42
25
14.
Hankofen-Hailing
22
27:34
24
15.
Jahn Regensburg II
23
42:55
24
16.
Pullach
23
33:57
23
17.
Schwaben Augsburg
23
26:48
20
18.
Nördlingen
23
25:51
14




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