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17.07.2019  |  06:00 Uhr

Duell der Gegensätze: Wieso Vilzing gegen Cham mehr als nur ein Stadtderby ist

von Felix Drexler,Alexander Augustin

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Favorit gegen Außenseiter: Die DJK Vilzing um Routinier David Romminger gegen den ASV Cham um Kapitän Franz-Xaver Brandl. −F.: Bloch/Sigl

Favorit gegen Außenseiter: Die DJK Vilzing um Routinier David Romminger gegen den ASV Cham um Kapitän Franz-Xaver Brandl. −F.: Bloch/Sigl

Favorit gegen Außenseiter: Die DJK Vilzing um Routinier David Romminger gegen den ASV Cham um Kapitän Franz-Xaver Brandl. −F.: Bloch/Sigl


Sechs Kilometer trennen die DJK Vilzing und den ASV Cham voneinander. Doch die Philosophien der Vereine könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Cham auf die Jugend baut, lebt der Dorfklub Vilzing von externen Spielern. Am Mittwoch, 18.30 Uhr, treffen beide in Vilzing erstmals in der Bayernliga aufeinander. Eine ganze Stadt fiebert darauf hin.

Vilzing: "Sehen uns als Favorit"

Etwas später wäre ihm lieber gewesen. "Es ist schon ein Nachteil, dass es unser erstes Saisonspiel ist", sagt Vilzings Sportchef Roland Dachauer. Während der ASV Cham bereits Pflichtspiel-Luft schnuppern konnte, hatte die DJK zum Saisonstart spielfrei. Die Spielzeit startet also für den Klub aus dem 500-Einwohner-Dorf am Stadtrand mit dem Höhepunkt. Tiefstapeln will Dachauer aber nicht: "Wir sehen uns als Favorit."

Er hat dafür gute Gründe. Vilzing, der Dorfverein, hat dem großen Stadtnachbarn längst den Rang abgelaufen. Die DJK geht in ihre sechste Bayernliga-Saison, war zuletzt starker Fünfter. Nach dem Wechsel in die Nord-Staffel ist die Zuversicht groß: "Wir haben kaum Spieler verloren und eine gute Vorbereitung gespielt", sagt Dachauer. Ohne Testspiel-Niederlage geht Vilzing in die Saison – auch ein 2:1 gegen Cham war dabei. Man kennt sich ohnehin ganz gut. Immer wieder kreuzten sich die Klingen in der Landesliga. Keines der letzten zehn Duelle verlor die DJK: Seit 2003 gab es sieben Siege und drei Remis. "Wir wollen die Bilanz verteidigen", sagt Dachauer, "das ist ein zusätzlicher Ansporn." Wobei es den gar nicht bräuchte, findet der Sportchef: "Jeder freut sich auf dieses Spiel, es ist ein ganz Besonderes."

Manfred Zollner, Gründer des gleichnamigen Elektronik-Konzerns und Gönner der DJK Vilzing: "Wir gewinnen 2:0. Es wäre ja noch schöner, wenn wir nicht gewinnen würden. Ich habe ein gutes Gefühl und denke, wir haben durch unsere Routine einen Vorteil."

Man habe Respekt vor Cham, betont Dachauer, wolle den Status als Nummer eins der Stadt aber verteidigen. Den hat sich die DJK mit Weitblick und guter finanzieller Ausstattung erarbeitet. Manfred Zollner, der Gründer des gleichnamigen Elektronikkonzerns im Nachbarort Zandt, unterstützt den Klub seit 20 Jahren. Das Stadion, in das morgen wohl mehr als 2000 Zuschauer kommen, trägt seinen Namen. Die Jugendteams spielen unterklassig. In einem 500-Einwohner-Dorf wachsen eben nicht laufend neue Bayernliga-Spieler heran. Also muss Vilzing Spieler von außen anlocken: Mit Arbeitsplätzen bei Zollner und einer sportlichen Perspektive. Ex-Profis wie André Luge und Fabian Trettenbach (beide u.a. bei Jahn Regensburg) fühlen sich im familiären Umfeld wohl.

Ausgerechnet der Einsatz von Kapitän Trettenbach ist gegen Cham fraglich. Er ist angeschlagen. Definitiv ausfallen werden Lukas Prasch und Daniel Völkl.

Cham: "Wollen uns wehren"

Das Interesse ist riesig, die Vorfreude seit Wochen spürbar. Zu gerne würde der ASV Cham dem großen Rivalen aus dem kleinen Vorort den Einstieg in die Bayernliga-Saison vermasseln. Nach der 0:2-Auftaktniederlage am Samstag gegen den SC Eltersdorf haben sich die Vorzeichen für den Aufsteiger allerdings um einen gewichtigen Punkt verschlechtert: Ausgerechnet im Spiel des Jahres muss Trainer Andreas Lengsfeld (33) auf seinen besten Torjäger verzichten: Johannes Bierlmeier (23), zuletzt immerhin zweitbester Torschütze in der Landesliga Mitte (21 Saisontore), musste gegen Eltersdorf mit Adduktorenproblemen frühzeitig ausgewechselt werden – und fällt nun länger aus.

"Wir haben zwar einen guten Kader in der Hinterhand. Einen Ausnahmespieler wie Johannes können wir trotzdem nicht eins zu eins ersetzen", sagt Trainer Lengsfeld, der die Vilzinger Mannschaft in den "Top drei" der Liga ansiedelt. "Es wird ein schwieriges Spiel, wir wollen uns aber mit allem, was wir haben, wehren." Das Ziel der Chamer: mindestens ein Punkt soll mit ins Zentrum der Kreisstadt genommen werden.

Christine Gabriel, Präsidentin des ASV Cham: "Die Partie ist für die ganze Region eine super Sache. Unsere Mannschaft muss sich zwar erst noch in der neuen Liga zurechtfinden, dennoch erwarte ich ein packendes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften."

Der ASV, der im Gegensatz zu den Vilzingern vorwiegend auf die eigene, gut ausgebildete Jugend setzt, sieht sich in der Rolle des Underdogs. "Vilzing ist eine gestandene Bayernliga-Mannschaft. Wir dagegen sind gerade aufgestiegen und haben nichts zu verlieren", sagt der sportliche Leiter Matthias Altmann, der den Druck weiter zur DJK schiebt.

Nicht ohne Grund: Altmann weiß, dass sich die Rollen in der Stadt längst verschoben haben. Das letzte Liga-Duell liegt bereits fünf Jahre zurück (Vilzing gewann 2:0). Und während sich die DJK anschließend in der Bayernliga etablierte, strampelte sich der ASV Jahr für Jahr in der Landesliga ab – und schaffte in diesem Sommer nach über 55 Jahren die ersehnte Rückkehr in die Bayernliga. Nun hat der Klassenerhalt oberste Priorität. Mit einem Überraschungserfolg im Stadtderby könnten die Chamer einen ersten Schritt dahin machen...












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Großbardorf
2
8:4
6
2.
Seligenporten
2
2:0
6
3.
Erlangen
2
5:3
4
3.
Eltersdorf
2
5:3
4
5.
Ammerthal
2
3:2
4
6.
Würzburg
2
4:2
3
7.
Eintracht Bamberg
2
2:1
3
8.
Sand
2
3:3
3
9.
DJK Bamberg
2
2:2
3
10.
Cham
2
3:4
3
11.
Abtswind
2
2:3
3
12.
Bayern Hof
2
1:3
1
13.
Gebenbach
0
0:0
0
14.
Vilzing
1
2:3
0
15.
Ansbach
1
3:5
0
16.
Viktoria Kahl
2
1:3
0
17.
Karlburg
2
1:6
0




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