Beim Spitzenreiter Deisenhofen

Ungeschlagene Erlbacher müssen länger auf verletzten Christopher Obermeier verzichten

05.08.2022 | Stand 05.08.2022, 5:00 Uhr

Tobias Hofbauer, Neuzugang vom SV Schalding-Heining, soll in der Erlbacher Innenverteidigung den wegen eines Schlüsselbeinbruchs länger fehlenden Christopher Obermeier ersetzen. −Foto: Butzhammer

Von Wolfgang Czernin

Der 5. Spieltag der Fußball-Bayernliga Süd birgt für den SV Erlbach ein brisantes Duell. Der Tabellensiebte tritt heute um 18.30 Uhr beim Spitzenreiter FC Deisenhofen an. Die Partie ist zugleich der Auftakt zur bereits zweiten Englischen Woche der noch jungen Saison: Am kommenden Dienstag (19.30 Uhr) stellt sich der VfR Garching im Holzland vor und am Samstag, 13. August, um 16 Uhr steht dann das schwere Auswärtsspiel beim Inn/Salzach-Konkurrenten SV Kirchanschöring auf dem Plan.

Nach dem gelungenen Saisonstart mit einem Sieg und drei Unentschieden fahren die Erlbacher heute mit Rückenwind, aber auch mit der gebotenen Portion Respekt zum Klassenprimus Deisenhofen. „Dass wir nach vier Spielen als Neuling noch ohne Niederlage dastehen, ist natürlich gut fürs Selbstvertrauen“, sagt SVE-Teamchef Hans Grabmeier.

Davon hat aber auch der Gegner reichlich, denn der Klub aus dem Süden Münchens ist mit drei Dreiern in Serie in die Runde gestartet. Letzten Samstag erhielt die Bilanz erstmals einen kleinen Kratzer, denn in Kirchanschöring reichte es nur zu einen 2:2. Grabmeier hat das Duell beobachtet und zeigt sich beeindruckt: „Deisenhofen ist vermutlich die spielstärkste Mannschaft der Liga. In Kirchanschöring waren sie klar tonangebend. Trotzdem kam der Gegner oft genug vors Tor und hätte durchaus auch gewinnen können“, so der Erlbacher, der ankündigt, heute aus einer dicht gestaffelten Abwehr agieren zu wollen: „Wir werden aber sicher nicht nur Beton anrühren, sondern schon versuchen, vorne Nadelstiche zu setzen. Das ist uns bisher einfach zu selten gelungen. Da braucht man nur aufs Torverhältnis schauen.“ Der letzte Pass komme zu oft nicht an oder bei den Laufwegen werde im letzten Moment häufig die falsche Entscheidung getroffen, versucht er die bis dato noch zu magere Trefferausbeute von 3:1 zu erklären.

Dass die Holzland-Truppe mit Ausnahme von Nicolas Barth und Andreas Bobenstetter – beide zogen sich ihre Blessuren gleich zu Beginn der Vorbereitung zu – bislang keine Verletzten zu beklagen hatte, ist einer der Hauptgründe für den gelungenen Auftakt in der neuen sportlichen Umgebung. Diesmal aber muss Spielertrainer Lukas Lechner von der Marschroute „Never change a winning team“ abweichen, denn Christopher Obermeier hat sich das Schlüsselbein gebrochen, wurde gestern operiert und fällt lange aus. Zudem ist mit Alexander Fischer ein zweiter Defensivspezialist angeschlagen, der Linksverteidiger klagt über Oberschenkelprobleme. Damit ist die eingespielte Viererkette gesprengt. Für Obermeier wird Tobias Hofbauer in die Innenverteidigung rücken, das gilt als sicher. „Der Tobias hat das zuletzt nach seiner Einwechslung richtig gut gemacht, das passt“, lobt Grabmeier den jungen Neuzugang vom SV Schalding-Heining, wo er letzte Saison 19 Mal im Regionalliga-Aufgebot stand. Sollte tatsächlich auch Fischer passen müssen, wäre Hannes Langenecker eine Alternative.