Spitzenspiel in der Bayernliga Süd

Schalding-Gegner Landsberg: Im Windschatten des großen Sascha Mölders nach vorn

01.09.2022 | Stand 01.09.2022, 15:53 Uhr

Mehr als nur eine One-Man-Show: Sascha Mölders (Mitte), hier beim Jubel mit Achim Speiser (links) und Niklas Jörg, hat den TSV Landsberg an die Spitze der Bayernliga Süd gebracht. −Foto: Imago Images

Erster gegen Zweiter, Mölders-Klub gegen Regionalliga-Absteiger, Landsberg gegen Schalding: Mehr Spitzenspiel geht nicht in der Fußball-Bayernliga Süd. „Wir haben ein richtiges Brett vor uns“, sagt TSV-Teammanager Wolfgang Sanktjohannser vor dem Treffen am Samstag (14 Uhr) im 3C-Sportpark.

Die sportliche Ausgangslage ist klar: Nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Kottern und dem gleichzeitigen Last-Minute-Punktverlust der Landsberger bei der Zweitvertretung der Münchner Löwen hat sich der SV Schalding als Tabellenzweiter bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter herangerobbt. Beeindrucken lassen sie sich in Landsberg davon allerdings nicht. „Wir haben sechs Spiele nicht verloren, wir spielen zu Hause – ganz klar, wir peilen wie in jedem anderen Spiel einen Sieg an“, stellt Sanktjohanser fest. Die Hoffnung ruhen, wie könnte es anders sein, auf dem bekanntesten und erfolgreichsten Spieler in TSV-Reihen. Neuzugang Sascha Mölders tut auch mit 37 Jahren das, was er bei seinen Profi-Engagements in Essen, Augsburg und vor allem bei den Münchner Löwen getan hat: Tore schießen. Elf Treffer hat der Ex-Profi in den neun Bayernliga-Runden bislang für den Tabellenersten erzielt – das ist auch in der Torjägerliste Platz eins. Wobei Sanktjohanser den Wert von Mölders, der an der Seite von Mike Hutterer als Spielertrainer fungiert, nicht nur in Toren bemisst: „Er geht absolut voran, nimmt jeden mit, auch die Spieler, die vielleicht nicht in der ersten Reihe stehen“, beschreibt Sanktjohanser. So etwas schafft Vertrauen und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Davon profitieren die Landsberger. Und genau deshalb fühlen sie sich bereit für das Spitzentreffen mit dem langjährigen Regionalligisten aus dem Passauer Westen, den sie beim TSV ganz vorn in der Reihe der Aufstiegskonkurrenten sehen. „Trotz einer Reihe von Abgängen haben die Schaldinger viele Regionalliga-erfahrene Spieler, mit Stefan Köck einen Top-Trainer und, wie man hört, einen Co-Trainer (Sepp Holler, Anm. d. Red.), der sich gut eingebracht hat“, stellt Sanktjohanser fest. Kleine Nuancen, die Tagesform und das Spielglück werden aus seiner Sicht das Spiel entscheiden. Wie gesagt: Mehr Spitzenspiel geht nicht in der Fußball-Bayernliga Süd.

− mjf