Nach 2:2 im Bayernliga-Derby

Köck schweigt, Erlbach macht ein Angebot: Was wird jetzt aus Mölders Freibierversprechen?

21.11.2022 | Stand 22.11.2022, 8:05 Uhr

Verlor mit Landsberg am Samstag in Gundelfingen: Sascha Mölders. −Foto: Imago

Von Andreas Lakota

Ob Sascha Mölders jetzt auch zahlen muss? 100 Liter Freibier hatte der Spielertrainer des TSV Landsberg der Mannschaft des SV Erlbach versprochen, wenn sie zum zweiten Mal das Kunststück fertig bringen und Tabellenführer Schalding besiegen würde.

Tatsächlich wäre dem SVE am Samstagnachmittag fast ein erneuter Coup gelungen, am Ende luchste der Aufsteiger dem Tabellenführer in einer intensiven und guten Bayernligapartie immerhin ein 2:2 ab. Die pfiffigen Erlbacher machten Mölders hinterher via Instagram einen Vorschlag. „Ein voller Bus mit Erlbach-Fans in der Rückrunde nach Landsberg und 50 Liter Freibier für zwei gestohlene Punkte?“

Mölders blieb eine Antwort zunächst schuldig. Zumindest am Samstag hatte der Coach andere Sorgen, schließlich setzte es für Landsberg gegen Gundelfingen eine bittere 0:1-Pleite. Schalding baute also trotz des zweiten Remis in Folge seine Spitzenposition aus, hat nun einen Spieltag vor der Winterpause schon acht Zähler Vorsprung. Wahrscheinlich war das auch ein Grund, warum Trainer Stefan Köck am Samstagabend nicht übermäßig Frust schob – mit der Leistung seiner Mannschaft konnte er jedenfalls nicht recht zufrieden sein.


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Bei Schalding ist zu merken, dass die Leichtigkeit zum Jahresende hin etwas verloren geht. Mehrere Spieler hatten zuletzt Probleme, konnten nicht wie gewünscht trainieren oder fielen ganz aus. Am Samstag erwischte es auch noch Patrick Rott. Er habe sich am Oberschenkel verletzt, berichtet der Offensivspieler. Eine genau Diagnose steht noch aus. „Ich war schon ein bisschen angeschlagen und bin dann weggerutscht. Ich denke es ist eine Zerrung oder ein Faserriss“, sagt Rott.

Man habe sehr viele Fouls einstecken müssen, urteilte Köck hinterher. Es sei aber alles in einem Rahmen geblieben, „der völlig in Ordnung war“, meinte er und wies damit Vorwürfe zurück, er habe sich über eine zu harte Gangart der Erlbacher beklagt. „Ich möchte keinesfalls die Art und Weise, wie verteidigt worden ist, kritisieren. Man macht das so, wir haben das ja auch jahrelang getan. Trotzdem ist man natürlich nicht zufrieden, wenn die eigenen Spieler so viele Fouls einstecken müssen.“ SVE-Coach Lukas Lechner meinte: „Die Härte war völlig in Ordnung, das haben wir uns auch so vorgenommen. Es war kein einziges böses Foul dabei.“

Köck kritisierte vor allem den Auftritt in den letzten 20 Minuten, als der Gast einen Mann mehr auf dem Platz hatte. Wie schon gegen Kirchanschöring wusste der SVS mit diesem Vorteil nichts anzufangen. „Maximal ärgerlich ist, dass wir es gefühlt jede Woche schaffen, die ganzen Fouls einzustecken und dann in Überzahl das Spiel nicht gut zu Ende spielen. Gegen Kirchanschöring war das noch okay. Aber wir besprechen dann die ganze Woche, wie wir bei einer möglichen Überzahl agieren wollen. Und machen es dann ganz anders“, schimpfte der Coach. Warum? „Gute Frage, die muss ich an die Mannschaft weitergeben.“

Köck lobte aber auch den Gegner, der „sehr, sehr gut verteidigt“ habe, sehr intensiv die Zweikämpfe geführt habe und dennoch immer wieder gefährlich nach vorne gewesen sei. „So müssen wir alles in allem mit dem Unentschieden leben.“

Erlbach hätte sogar gewinnen können, ließ aber nach 50 Minuten eine Großchance zum 3:1 aus. „Wenn wir hier treffen, ist der Deckel drauf“, befand hinterher Coach Lukas Lechner. Insgesamt war der spielende Coach, der selbst eine Top-Leistung zeigte, aber voll des Lobes über den Auftritt seiner Mannschaft. „Das war ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir so weiterspielen, muss uns nicht bange sein für die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf.“ Man reise nach zwei sehr guten Leistungen in Folge mit einem guten Gefühl nach Dachau. „Wenn wir wieder so spielen, bin ich sicher, dass wir etwas mitnehmen. Vielleicht sogar drei Punkte.“

Von seinem Ex-Verein bekam Lechner übrigens kein Freibierversprechen für einen möglichen Sieg in der Rückrunde gegen Landsberg. „Nein, das werden wir sicher nicht tun“, meinte Köck, der Mölders Motivationshilfe auch nicht kommentieren wollte. „Ich habe es gelesen und auch eine Meinung dazu. Diese werde ich aber öffentlich nicht preisgeben“, meinte Köck. Und schickte dann hinterher: „Zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt.“