„Bist du schwul, oder was ist das denn?“

Ein Video, ein homophober Spruch, zwei Aussagen: Großer Wirbel um Landsberg-Trainer Mölders

23.11.2022 | Stand 24.11.2022, 14:01 Uhr

Sascha Mölders. −Foto: imagoimages

Wirbel um Sascha Mölders: Der Spielertrainer des TSV Landsberg soll in der jüngsten Bayernliga-Partie seinen Gegenspieler beleidigt haben – und zwar mit einem homophoben Spruch. Der Ex-Star des TSV 1860 München bestreitet den Vorwurf.

Was war passiert? Im Ligaspiel gegen Gundelfingen, das Landsberg mit 0:1 verlor, soll der kickende Coach seinen Gegenspieler mit folgenden Worte angeschnauzt haben: „Bist du schwul, oder was ist das denn?“ In einem Video soll der Wortlaut deutlich zu hören sein. Mölders und sein Gegenspieler wurden anschließend vom Schiedsrichter zum Gespräch gebeten, erhielten beide die gelbe Karte. Wer genau die Worte über den Platz rief, gehe aus dem Video allerdings nicht eindeutig hervor, berichten mehrere Medien. Es liege aber die Vermutung nahe, dass es sich um Mölders handelt.

Dies sagt auch ein Reporter der „Augsburger Allgemeinen“, der am Samstag im Stadion vor Ort war. „Ich habe es laut und deutlich gehört“, wird er er in einem Bericht der Zeitung zitiert. Auch Mölders Gegenspieler kommt zu Wort: „Diese Aussage ist definitiv gefallen“, sagt er. „Ich stand direkt daneben und Mölders hat sie so laut gerufen, dass sie das ganze Stadion gehört hat.“

Mölders selbst, der von 2011 bis 2016 fast 100 Bundesliga-Spiele für den FC Augsburg absolvierte und später 1860 zurück in die 3. Liga führte, wehrt sich heftig gegen die Vorwürfe. „Ich habe überhaupt nichts von schwul gesagt. Das kann man nicht schreiben, das ist eine Lüge“, sagte er im Gespräch mit der „Augsburger Allgemeinen“.

Mölders war im Sommer zum TSV Landsberg gewechselt, sollte den Verein als Spielertrainer in die Regionalliga führen. Doch zuletzt lief es nicht mehr rund, die Pleite gegen Gundelfing war bereits die vierte Saisonniederlage. Landsberg liegt mittlerweile bereits acht Zähler hinter Spitzenreiter Schalding. Deren letzten Gegner Erlbach hatte Mölders übrigens 100 Liter Freibier für einen Sieg versprochen – doch der Plan ging nicht auf (Endstand 2:2).

− red