Heimstart gegen Garching

Angriffslust, aber auch Demut: Warum in Schalding niemand vom Wiederaufstieg spricht

15.07.2022 | Stand 18.07.2022, 9:20 Uhr
Andreas Lakota

Neue Saison, neue Gesichter: Johannes Stingl (v.l.), Co-Trainer Sepp Holler und Patrick Drofa kamen alle aus Osterhofen. −Foto: Lakota

Von Andreas Lakota

Natürlich kennt auch Stefan Köck die Stimmen. Er wurde ja selbst oft genug darauf angesprochen. Wiederaufstieg. Es ist ein Wort, das man ziemlich oft gehört hat, wenn in den letzten Wochen vom SV Schalding die Rede war.

Ein Wort, das von den SVS-Verantwortlichen selbst aber niemand in den Mund genommen hat. Und auch nicht in den Mund nehmen wird. „Wir haben kein Saisonziel ausgegeben. Wir wollen erfolgreichen Fußball zeigen , unsere Fans mitnehmen und schauen ganz bewusst nur von Spiel zu Spiel“, betont Köck vor dem Heimauftakt am Samstag gegen Garching (17 Uhr)

Tiefstapelei? Ein bisschen vielleicht. Aber in Schalding wissen sie genau, dass die Saison für sie in der Bayernliga Süd alles andere als ein Selbstläufer wird. „Man braucht sich ja nur mal die Kader anschauen. Oder die Trainer, die tätig sind“, sagt Köck.

Trotzalledem: Anders als in Liga 4 geht Schalding sicher nicht mehr als Außenseiter ins Rennen. Nicht wenige Trainer zählen die Niederbayern zum Favoritenkreis. Und das nicht zu unrecht. Nach dem Abstieg ist die Mannschaft nicht auseinandergefallen. Im Gegenteil: Viele Routiniers sind geblieben, dazu hat sich der SVS stark verstärkt. Manch einer spricht beim Blick auf Namen wie Patrick Drofa oder Johannes Stingl gar davon, dass die Niederbayern personell besser aufgestellt seien als in der letzten Saison. Und fast alle hoffen auf offensiveren Fußball, mehr Spektakel.


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Köck selbst ist zufrieden mit seiner Truppe. Die Neuzugänge hätten sich bestens integriert, die Chemie im Team scheint zu stimmen. „Wobei sich das auch immer erst zeigt, wenn es mal ernst wird“, so der Trainer. In der Vorbereitung habe man jedenfalls sehr hart gearbeitet, alle seien fleißig gewesen. Allerdings sind mehrere Spieler noch nicht bei 100 Prozent, Chris Brückl beispielsweise hat wegen Verletzungen kaum trainiert, Stingl fehlte lange wegen Krankheit. Hinzu kommen einige junge Talente, denen noch die nötige Erfahrung fehlt.

Umso wichtiger sei es, befindet Köck, dass sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen. „Nach dem Abstieg lechzten alle im Verein geradezu danach“, sagt der Trainer und warnt zugleich: „Ganz entscheidend ist, dass wir mit der nötigen Demut an die Aufgabe rangehen und vor allem auch vom Kopf her bereit sind.“


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