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Turnier in 12 Ländern | 17.01.2021 | 11:35 Uhr

Diskussionen nehmen Fahrt auf: Paneuropäische Fußball-EM wohl nicht zu halten

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Von 11. Juni bis 11. Juli soll die EM in 12 europäischen Ländern über die Bühne gehen.

Von 11. Juni bis 11. Juli soll die EM in 12 europäischen Ländern über die Bühne gehen.

Von 11. Juni bis 11. Juli soll die EM in 12 europäischen Ländern über die Bühne gehen.


Weniger Ausrichter, noch eine Verschiebung – oder doch eine Komplett-Absage? Die Diskussionen um die paneuropäische Fußball-EM nehmen immer mehr Fahrt auf. Klar scheint: Das geplante Format mit Spielen in zwölf Ländern auf dem gesamten Kontinent scheint inmitten der Corona-Pandemie nicht mehr haltbar zu sein.

"Ich glaube, dass die EM komplett abgesagt wird, weil wir im März eine Situation haben werden, die in vielen Ländern Europas schlechter sein wird als heute", sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dem Nachrichtenportal t-online und sprach damit das für die Europäische Fußball-Union (UEFA) schlimmstmögliche Szenario offen aus.

Geplant ist bislang, dass das Turnier in insgesamt zwölf Ländern gespielt wird. Bereits seit Wochen gibt es Gerüchte, dass die Austragung in diesem Format nicht gehalten werden kann. Die britische Hauptstadt London, in dem die Halbfinals und das Finale gespielt werden sollen, ist derzeit von der Pandemie besonders hart getroffen. Mit Inzidenzwerten von teilweise über 1000. "City of Disaster" - ("Stadt der Katastrophe") titelte die Süddeutsche Zeitung zuletzt.

Noch ist zwar etwas Zeit bis zum geplanten Termin (11. Juni bis 11. Juli), nicht aber bis zu einer Entscheidung. Bis zum 5. März soll endgültig feststehen, wie die EURO ausgetragen wird.

Lauterbach gab zu bedenken, dass aufgrund der Entwicklung der Pandemie im März eine Situation entstehen könnte, "in der kaum jemand überhaupt auf die Idee kommen wird, eine Fußball-EM auszutragen". Er persönlich glaube, "dass wir im März eine sehr schlechte Lage haben werden - und das europaweit".

Zuletzt gab es offenbar Überlegungen, die EM in nur einem Land zu spielen. Sowohl Russland als auch Deutschland wurden dafür ins Gespräch gebracht. Doch auch Deutschland befindet sich im Lockdown, Lockerungen sind nicht absehbar - im Gegenteil.

Zweifel an einer Austragung im geplanten Format hat auch DFL-Chef Christian Seifert. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung betonte er zwar, dass "die Europameisterschaft funktionieren kann". Allerdings äußerte er auch, er könne sich vorstellen, dass "die Organisatoren Abstand davon nehmen könnten, diese EM in allzu vielen Städten zu spielen".

Reise-Aktivitäten seien Risiken, die man nicht unnötigerweise eingehen müsse. "Und es geht auch längst nicht mehr darum, politische Statements zu setzen oder nur danach zu fragen, welche Städte denn dann bedient werden und welche nicht", sagte Seifert. Für die UEFA gehe es vor allem darum, "diese EM sportlich fair zu Ende zu bringen, ohne die Beteiligten größeren gesundheitlichen Risiken als nötig auszusetzen".

Schon am Freitag hatte sich Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic kritisch zu einer Austragung im ursprünglichen Format geäußert. "Es ist illusorisch, dass im Juni 2021 eine Fußball-EM in zwölf verschiedenen europäischen Ländern stattfindet. Und es wäre auch das komplett falsche Signal aufgrund der Corona-Pandemie", sagte er t-online. Vielmehr brachte er eine "Zwischenlösung" ins Spiel. Mit maximal zwei oder drei Ausrichternationen.

Der ehemalige Nationaltrainer Berti Vogts hatte zudem eine Verschiebung auf einen Termin "Mitte Dezember" vorgeschlagen. Auf mögliche Terminprobleme ging er allerdings nicht ein. Die Rahmenterminkalender für die kommende Saison sind bereits verabschiedet. Auch deshalb sagte Bobic: "Wenn die EM nicht im Sommer stattfinden sollte, ist der komplette Ausfall des Turniers die einzige realistische Möglichkeit." − sid












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