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17.10.2018 | 09:10 Uhr

"Mussten neue Reize setzen": Jogi überrascht alle – kommt jetzt endlich der Umbruch?

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Mutige Aufstellung: Jogi Löw überraschte gegen Frankreich. −Foto: dpa

Mutige Aufstellung: Jogi Löw überraschte gegen Frankreich. −Foto: dpa

Mutige Aufstellung: Jogi Löw überraschte gegen Frankreich. −Foto: dpa


Selten hat eine Niederlage im Fußball eine Krisensituation so entschärft wie das 1:2 der deutschen Nationalmannschaft in Frankreich. Der Ärger über die verpasste Chance, den nach der Pause starken Weltmeister am Dienstag zu bezwingen, nahmen Bundestrainer Joachim Löw und seine Spieler zwar nachts mit aus dem Stade de France. Doch der mutige und starke Auftritt eines runderneuerten DFB-Teams sowie Löws neue Bereitschaft zur Erneuerung wirken beim gestürzten Weltmeister erst einmal als Beruhigung.

"Die Leistung der Mannschaft war großartig. Innerhalb von zwei Tagen war es eine unglaubliche Leistungssteigerung", sagte Löw. Routinier Toni Kroos erlebte "eine der Niederlagen, die am meisten Spaß gemacht haben, weil der Ball ganz gut lief".

Auch für den Bundestrainer selbst, um dessen Zukunftsberechtigung es nach der WM-Blamage in Russland und dem ernüchternden 0:3 in Holland heftige öffentliche Diskussionen gegeben hatte, beschert der Auftritt auf Augenhöhe gegen das derzeit beste Team der Welt wieder mehr Ruhe in der Arbeit. Man könne das 1:2 in der Nations League zwar nicht als Sieg für den Bundestrainer empfinden. "Aber es ist ein wichtiges, gutes Zeichen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff angesichts der bemerkenswerten Leistung der jungen und umbesetzten deutschen Elf.

"Bei der Bewertung eines Trainers geht man nicht nur von den Ergebnissen aus, die natürlich in der Distanz kommen und da sein müssen. Aber vor allem muss man eine Entwicklung sehen", betonte Bierhoff. Zuletzt hatten die Zweifel zugenommen, ob Löw nach zwölf Jahren als Bundestrainer diese Entwicklung noch befördern kann.

"Man merkt, dass Jogi den Job mit Leidenschaft macht. Er hat sich im Sommer bewusst dafür entschieden. Er will es angehen und weiß, dass es ein Weg und Arbeit ist. Insofern habe ich bei ihm auch jetzt die Entschlossenheit gesehen", betonte Bierhoff.

Hätten seine Spieler nach dem Führungstor von Toni Kroos durch einen verwandelten Handelfmeter die weiteren guten Chancen in der ersten Halbzeit genutzt, wäre Weltmeister Frankreich wohl nicht auch im 15. Spiel nacheinander ungeschlagen geblieben. "Die Mannschaft war sehr konsequent und diszipliniert, hat ihr Herz in die Hand genommen und mutig nach vorn gespielt", lobte Löw. Die individuelle Klasse der Gastgeber kippte die Partie. Antoine Griezmann traf noch doppelt.

"Wir können viel Gutes aus diesem Spiel mitnehmen", bemerkte Kapitän Manuel Neuer, obwohl seine Mannschaft in der Gruppe 1 der höchsten Nations-League-Staffel mit einem Punkt hinter Frankreich (7) und den Niederlanden (3) weiter den letzten Platz belegt und der Abstieg nah ist. Trotzdem hofft Bierhoff, in Paris die Geburtsstunde eines neuen, frischen und leistungsfähigen Teams erlebt zu haben: "Das glaube ich schon. Ich glaube, man hat eine gute Energie gesehen. Man hat einen Willen gesehen."

Das sagt Jogi über ...

... die Taktik: Es war klar, dass wir taktische Veränderungen vornehmen mussten, eine andere Grundordnung brauchten. Wir wollten die Franzosen ein Stück überraschen. Die Entscheidung war, wer kann uns gerade hier in Frankreich von der Geschwindigkeit im Konter helfen? Serge Gnabry hat im Training einen guten Eindruck gemacht. Timo Werner hatte schon manchmal über die Seite viele gefährliche Aktionen gehabt. Leroy Sané hatte jetzt mal seine Chance verdient. Er war im Training sehr engagiert und konzentriert. Er hat bei uns wirklich schon Fortschritte gemacht.

... die Entscheidung, Thomas Müller auf die Bank zu setzen: Grundsätzlich war es die Situation vor dem Spiel, der Gegner Frankreich. Ich habe immer gesagt, dass wir die Achse brauchen. Wir haben noch drei, vier Spieler vom WM-Erfolg 2014. Sie haben nicht von heute auf morgen einfach das Spielen verlernt. Es ist eine schwierige Phase für sie. Aber ich bin voller Überzeugung, man braucht eine gute Mischung gerade bei einem Turnier, wenn es um etwas geht. Thomas Müller hat sich vielleicht zuletzt nicht so gezeigt. Aber er ist ein Antreiber, der mit den jungen Spielern spricht. Von daher ist Thomas weiter absolut wichtig.

... eine möglicherweise falsche Aufstellung gegen Holland: Ich treffe meine Entscheidungen immer aus Überzeugung. Im Nachhinein muss man sagen, okay, es ist nicht aufgegangen. Dann geht es nach vorne, dann muss man neue Lösungen finden. Manchmal sind die Entscheidungen falsch, manchmal richtig. Manchmal sind Aufstellungen falsch in einer Trainerkarriere. Bei mir waren sie häufig richtig, manchmal nicht. Daraus muss man dann die Lehren ziehen. Wir waren alle frustriert: Es war klar, wir mussten andere Reize setzen, andere Impulse geben.

... eine mögliche Signalwirkung: Es war eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann, absolut. Es war sehr ansprechend. Die jungen Spieler haben es wirklich klasse gemacht. Serge Gnabry vorne, auch Thilo Kehrer für sein erstes Spiel von Anfang an. Die Frage ist immer bei diesen jungen Spielern, konstant auf diesem Niveau zu spielen. Das braucht manchmal Zeit. Das kommt auch mit der Erfahrung. Junge Spieler sind logischerweise Schwankungen unterworfen. Das muss man sehen und beurteilen von Spieltag zu Spieltag.












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