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Müller und Co. fahren nach Katar | 11.10.2021 | 22:43 Uhr

So schnell war keiner: DFB-Elf gewinnt locker in Nordmazedonien und löst als erstes Team WM-Ticket

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Fahrkarte gelöst: Die deutsche Nationalmannschaft um Timo Werner (v.l.), Kai Havertz und Thomas Müller ist nach dem souveränen 4:0 in Nordmazedonien bei der Winter-WM 2022 in Katar dabei. −Foto: Federico Gambarini/dpa

Fahrkarte gelöst: Die deutsche Nationalmannschaft um Timo Werner (v.l.), Kai Havertz und Thomas Müller ist nach dem souveränen 4:0 in Nordmazedonien bei der Winter-WM 2022 in Katar dabei. −Foto: Federico Gambarini/dpa

Fahrkarte gelöst: Die deutsche Nationalmannschaft um Timo Werner (v.l.), Kai Havertz und Thomas Müller ist nach dem souveränen 4:0 in Nordmazedonien bei der Winter-WM 2022 in Katar dabei. −Foto: Federico Gambarini/dpa


Erster! Leicht und locker hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das weltweit erste Ticket zur Wüsten-WM in Katar gelöst. Das 4:0 (0:0) beim nur anfangs unbequemen Außenseiter Nordmazedonien war ein überzeugender letzter Schritt zur Endrunde im Winter 2022. Damit gelang in Skopje auch die Revanche für die 1:2-Blamage im Hinspiel.

Kai Havertz (50.) erlöste den viermaligen Weltmeister nach zähen Minuten mit dem Führungstor, Serge Gnabry hatte mit einem sensationellen Steilpass traumhaft eingeleitet. Dann gab es keine Zweifel mehr, Timo Werner schoss sich noch zweimal Frust von der Seele (70./73.). Dann erzielte der eingewechselte Jamal Musiala sein erstes Länderspieltor (83.).

Hansi Flick konnte sich außerdem über den Startrekord für Bundestrainer freuen: Fünf Siege in Serie waren zuvor nur seinem Vorgänger Joachim Löw gelungen. Von 50 WM-Qualifikationsspielen auswärts hat Deutschland keines verloren.

Die nordmazedonische Hauptstadt versank seit der Ankunft der deutschen Nationalspieler im Dauerregen, auch im Tose-Proeski-Stadion an der Vardar schüttete es bis kurz vor dem Anpfiff durch die Löcher im Dach. Der Rasen war tief, mit Mistgabeln aufgelockert. Dennoch forderte Flick nach dem mühsamen 2:1 zuletzt gegen Rumänien eine Mannschaft, "die noch mehr füreinander da ist, begeistert und jeden mitzieht. Wir wollen nachlegen, ohne nachzulassen."

Joshua Kimmich wollte diesen Auftrag gleich umsetzen: Seinen Kopfball in der zweiten Minute boxte Torhüter Stole Dimitrievski so gerade noch von der Linie. Flicks fünf Änderungen - Kapitän Manuel Neuer und Thomas Müller kehrten zurück, David Raum von der TSG Hoffenheim gab sein Startelf-Debüt - störten nicht den Spielfluss.

Die Geduldsprobe begann meist 30 Meter vor dem gegnerischen Tor. Die deutschen Angriffe liefen dann flott und gezielt über die Außen, bevorzugt über Havertz, Müller oder Gnabry, die im Zentrum ihre Abnehmer suchten. Gnabrys abgefälschte Flanke von links und eine Abnahme aus sechs Metern wurden brandgefährlich (17./30.), auch Werner scheiterte aus kürzester Distanz an Dimitrievski (26.).

Neuer war Sekunden später erstmals gegen einen Flachschuss von Eljif Elmas gefordert, Nordmazedonien spielte zumindest ab und an bei Kontern mit. Kimmich gab den deutschen Cheforganisator, das Zusammenspiel mit Leon Goretzka in der Schaltzentrale lieferte aber noch nicht die großen Impulse.

Da der Außenseiter energischer verteidigte, wirkte es bisweilen zäh, obwohl die deutsche Mannschaft klar überlegen war: Flick wurde langsam nervös, und selbst Innenverteidiger Niklas Süle stürmte mit. Werner schoss aus sieben Metern an den Pfosten und schüttelte enttäuscht den Kopf (45.+2).

Erstaunlicherweise brachte dann ein sehr seltener deutscher Konter die Führung. Aus der eigenen Hälfte passte Gnabry nach Ballverlust des Gegners von rechts perfekt in die Schnittstelle, Müller legte kurz auf Havertz ab - Tor. Dieses befreite die DFB-Auswahl von der zwischenzeitlich aufgekommenen Ungeduld, Gnabry und der angeschossene Werner vergaben eine Doppelchance (60.).

Werners satter Rechtsschuss zum deutschen 2:0 war dann eine persönliche Befreiung für den Stürmer vom FC Chelsea, der zuvor wieder und wieder mit Mitspielern und sich selbst gehadert hatte. Mit neuer Lockerheit schlenzte er den Ball kurz darauf von halblinks unhaltbar ins Tor. Das Spiel gegen zunehmend müde Nordmazedonier war in der zweiten Halbzeit wie aus einem Guss.

Im November geht es für die Nationalmannschaft somit sportlich bedeutungsarm gegen Liechtenstein (in Wolfsburg, ohne den gelbgesperrten Havertz) und in Armenien weiter.












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