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"Aufräummission" | 07.05.2021 | 16:46 Uhr

Chaos beim DFB: Keller deutet Rücktritt nur indirekt an – "Vize" Koch wehrt sich gegen Vorwürfe

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Gegen Vorwürfe und Kritik wehren müssen sich die DFB-Chef Fritz Keller (rechts) und sein Stellvertreter Rainer Koch. −Foto: Andreas Gora/dpa

Gegen Vorwürfe und Kritik wehren müssen sich die DFB-Chef Fritz Keller (rechts) und sein Stellvertreter Rainer Koch. −Foto: Andreas Gora/dpa

Gegen Vorwürfe und Kritik wehren müssen sich die DFB-Chef Fritz Keller (rechts) und sein Stellvertreter Rainer Koch. −Foto: Andreas Gora/dpa


DFB-Vizepräsident Rainer Koch, zugleich BFV-Präsident, wehrt sich gegen Vorwürfe, mit dem Medienberater Kurt Diekmann unsaubere Geschäfte gemacht zu haben. Der langjährige Top-Funktionär des Deutschen Fußball-Bundes verurteilte am Freitag in einem umfangreichen Facebook-Eintrag entsprechende Medienberichte.

Bei der Zusammenarbeit mit Diekmann gehe es "durchgängig meine Person betreffend um völlig legale Vorgänge, die permanent an der Wahrheit vorbei dargestellt werden", teilte Koch mit, der darüber hinaus einen Fragenkatalog der "Süddeutschen Zeitung" und seine Antworten dazu veröffentlichte. Rund um den Machtkampf im DFB mit Präsident Fritz Keller hatte es zuletzt kritische Berichte zu Koch und Diekmann gegeben. Der Berater war laut Koch vom DFB engagiert, um von Frühjahr 2019 bis Spätsommer 2020 die Verhandlungen mit der Marketingfirma Infront zu begleiten. Nur dafür sei er bezahlt worden, versicherte Koch. Der DFB-Vize-Chef widersprach der Darstellung, wonach Diekmann "für andere in den Vorjahren erbrachte Dienstleistungen für den DFB oder mich oder andere Personen im DFB "nachvergütet" worden sei. Dies ist grob wahrheitswidrig und verleumderisch", schrieb Koch in dem Sozialen Netzwerk.

Vehement kritisierte Koch eine angebliche "Diffamierung und Diskreditierung meiner Person" durch mediale Berichterstattung. DFB-Präsident Fritz Keller will sich derweil trotz seines Nazi-Eklats (noch) nicht zurückziehen und erst seine "Aufräummission" beim krisengeschüttelten Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu Ende bringen. Fünf Tage nachdem ihm die Präsidenten der Regional- und Landesverbände das Vertrauen entzogen hatten, nahm Keller dazu erstmals Stellung – auch wenn selbst das nicht ohne Panne über die Bühne ging.

"Ich respektiere das Votum der Konferenz der Regional- und Landesverbände und nehme dieses sehr ernst. Ich bedauere meine affektbeladene Entgleisung zutiefst und bitte erneut um Verzeihung", erklärte der 64-Jährige in einem Statement auf der DFB-Homepage, das wenige Minuten nach der Veröffentlichung für knapp eine Stunde wieder verschwunden war. Von Rücktritt war darin keine Silbe zu lesen, stattdessen betonte Keller: "Ich werde mich den anstehenden Diskussionen nicht entziehen."

Die Amateurvertreter hatten sich am vergangenen Sonntag auf einem Krisengipfel mit 26:9 Stimmen gegen Keller ausgesprochen. Der sieht seine Aufarbeitung der Altlasten im heillos zerstrittenen Verband aber noch lange nicht beendet – indirekt deutete er jedoch zumindest einen Abschied an, sobald er seine Mission erfüllt hat. "Es liegt mir am Herzen, persönlich den Weg zu bereiten, dass der DFB mit der Integrität und Transparenz geführt wird, die der Fußball verdient und die nötig ist, um wieder seine volle gesellschaftliche Kraft zu entfalten", sagte er.

Sportgerichtsverfahren gegen Keller in der zweiten Mai-Hälfte

Zunächst ist Keller aber fest entschlossen, sich als erster DFB-Präsident vor dem Sportgericht zu verantworten. "Selbstverständlich" werde er sich "dem zuständigen Sportgericht und falls nötig dem Bundesgericht" stellen. Das Verfahren gegen den DFB-Chef, der seinen Vizepräsidenten Rainer Koch in einer Sitzung mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen hatte, soll in der zweiten Mai-Hälfte beendet sein. Keller hatte bereits mehrfach für seine Entgleisung um Entschuldigung gebeten. Am Donnerstag besuchte er in München sogar Charlotte Knobloch, die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland gab ihm Rückendeckung. "Dass er mit seiner unbedachten Aussage einen Fehler gemacht hat, steht außer Frage", teilte die 88-Jährige mit: "Ein einziger verbaler Fehlgriff macht aber Kellers langjähriges Engagement nicht ungeschehen, und er ändert auch nichts an der Person Fritz Keller, die ich kenne und unverändert schätze."

Vor dem Treffen mit Knobloch war Keller inmitten einer der größten Krisen der DFB-Geschichte tagelang von der Bildfläche verschwunden. Während der Präsident schwieg, machten seine Widersacher an der Verbandsspitze (Generalsekretär Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan Osnabrügge) bereits Rückzugs-Andeutungen, und DFB-Vize Koch lieferte sich einen heftigen Briefwechsel mit DFL-Chef Christian Seifert und ließ die Situation weiter eskalieren. In diesem desaströsen Zustand will Keller den größten Einzelsportverband der Welt nicht verlassen. "Angetreten bin ich für mehr Transparenz im DFB und seinen Gremien. Die bestehenden organisatorischen Herausforderungen des DFB und die dringenden Fragen zur inneren Struktur und Zusammenarbeit in der DFB-Führung müssen jetzt offen angegangen werden", sagte der frühere Boss des Bundesligisten SC Freiburg: "Die Öffentlichkeit verlangt die Aufarbeitung und Klärung der dringlichen Fragen."

Offenbar möchte der Winzer und Gastronom unbedingt noch dafür sorgen, dass fragwürdige Vorgänge vor seinem Amtsantritt 2019 konsequent aufgearbeitet werden. Vor allem die umstrittene Vorgehensweise von Koch, Curtius und Osnabrügge rund um den dubiosen und hochdotierten Vertrag mit einem Kommunikationsberater, der den monatelangen Machtkampf an der Verbandsspitze erst richtig ins Rollen gebracht hat. − dpa












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