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Im PNP-Podcast "Querpass" | 18.09.2020 | 09:27 Uhr

Schnelle Lösung in Pokal-Posse? Koch: "Große Schwierigkeiten, wenn es nicht bald ein Urteil gibt"

von Alexander Augustin,Sebastian Lippert

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Hofft eine schnelle Lösung im Pokal-Streit zwischen Türkgücü München und dem 1. FC Schweinfurt: BFV-Präsident Dr. Rainer Koch. −Foto: BFV/Montage Augustin

Hofft eine schnelle Lösung im Pokal-Streit zwischen Türkgücü München und dem 1. FC Schweinfurt: BFV-Präsident Dr. Rainer Koch. −Foto: BFV/Montage Augustin

Hofft eine schnelle Lösung im Pokal-Streit zwischen Türkgücü München und dem 1. FC Schweinfurt: BFV-Präsident Dr. Rainer Koch. −Foto: BFV/Montage Augustin


BFV-Präsident Dr. Rainer Koch hat wenig Hoffnung auf eine schnelle Lösung im Streit um den DFB-Pokal-Startplatz zwischen dem 1. FC Schweinfurt und Türkgücü München: "Das Landgericht hat die Verhandlung erst für den 28. September terminiert, was die Sache nicht einfacher macht. Denn man muss davon ausgehen, dass das Urteil dann vor dem Oberlandesgericht noch angegriffen werden wird", sagte der 61-Jährige im PNP-Interviewpodcast "Querpass".

Auch er und sein Verband waren zuletzt kritisiert worden, nachdem Türkgücü München per Einstweiliger Verfügung die Austragung des Pokalspiels zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Schweinfurt gestoppt hatte. Koch dazu: "Ich glaube, überall ist verstanden worden, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen Schweinfurt und Türkgücü München handelt. Hier wird ein Konflikt auf dem Rücken des Bayerischen Fußball-Verbandes ausgetragen."

Was Dr. Rainer Koch darüber hinaus zur DFB-Pokal-Posse sagt und wieso er einem Gerichtsprozess optimistisch entgegen sieht, hört ihr im "Querpass", dem Interviewpodcast von heimatsport.de und pnp.de (Thema ab Minute 28):


Streitpunkt ist ein Kompromiss, den der BFV nach Unterbrechung der Regionalliga-Saison im April zusammen mit dem 1. FC Schweinfurt und Türkgücü München geschlossen hatte: Spitzenreiter Türkgücü München darf in die 3. Liga aufsteigen, Verfolger Schweinfurt wird zum inoffiziellen bayerischen Amateurmeister erklärt und damit für den DFB-Pokal gemeldet. Nachdem die "Schnüdel" beim Deutschen Fußball-Bund die Lizenzierung von Türkgücü hinterfragten, fühlten sich die Münchner nicht mehr an die Absprache gebunden und versuchen nun ihren Startplatz im DFB-Pokal einzuklagen.

Lesen Sie dazu auch:Kommentar zur Pokal-Posse: Türkgücü München ist auf dem Weg nach oben jedes Mittel recht

Der BFV-Präsident hofft dennoch auf Einsicht beim Neu-Drittligisten: "Ich kann nur appellieren an die Verantwortlichen von Türkgücü, dass sie erkennen, dass das eine sportlich faire Lösung ist, die wir vorgeschlagen haben und die auch unsere Rechtsgutachten als den einzig richtigen Weg bestätigen." Sollte es kein Einlenken von Türkgücü geben, sieht der Vizepräsident des Bundes-Verbandes den Fortgang des DFB-Pokals gefährdet: "Wir können beim DFB mit der zweiten Pokalrunde nicht ewig warten. Auch die Auslosung muss ja warten, weil Schalke bei einem Sieg im Profitopf wäre und Schweinfurt oder Türkgücü im Amateurtopf. Wir geraten in große Schwierigkeiten, wenn es nicht bald ein Urteil gibt."

Türkgücü-Präsident Hasan Kivran wirft er im "Querpass" Wortbruch und Verdrehung von Fakten vor. Die beiden hatten sich am 31. Juli zu einem Gespräch getroffen, dort hatte Kivran laut Koch noch zugesagt, den Kompromiss zu akzeptieren: "Schweinfurt hat sich am 30. Juni um Überprüfung der Lizenzunterlagen bemüht. Der DFB musste bei Türkgücü anfragen, ob sie einverstanden sind. Ab diesem Moment hat sich Herr Kivran über Schweinfurt 05 geärgert. Heute sagt er, dass das der Grund ist, warum er sich dann nicht mehr an die Vereinbarung mit mir gebunden gefühlt hat. Da würde ich ihn schon bitten, dass er noch einmal seine zeitliche Chronologie prüft."

Seinen Weg, den Kompromiss nie schriftlich festgehalten zu haben, verteidigt Dr. Rainer Koch indes: "Was ich mit Präsidenten bespreche, muss Gültigkeit besitzen, das hat in den letzten 16 Jahren Verbandspräsidentschaft immer gegolten und das werde ich auch weiter so handhaben. Wenn wir derartige Dinge nicht mehr klar miteinander besprechen können, dann können wir mit Fußball aufhören. Niemand hat bis heute bestritten, dass es diese klaren Vereinbarungen gegeben hat, und niemand hat gesagt, dass etwas anderes vereinbart worden ist. Und ich stehe zu meinem Wort."












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