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Marketingchef bei Wiener Vorstädtern | 26.06.2020 | 08:00 Uhr

Mit Magath in den Europapokal: Wie der Simbacher Patrick Pauli die Admira Wacker Mödling umkrempelt

von Reinhard Wilhelm

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Symbolisch auf der Treppe des Erfolgs: Patrick Pauli (links) und sein oberster Chef beim FC Flyeralarm Admira Wacker, Felix Magath. −Foto: Admira

Symbolisch auf der Treppe des Erfolgs: Patrick Pauli (links) und sein oberster Chef beim FC Flyeralarm Admira Wacker, Felix Magath. −Foto: Admira

Symbolisch auf der Treppe des Erfolgs: Patrick Pauli (links) und sein oberster Chef beim FC Flyeralarm Admira Wacker, Felix Magath. −Foto: Admira


Seit eineinhalb Jahren ist Patrick Pauli (34) beim österreichischen Fußball-Bundesligisten FC Flyeralarm Admira Wacker Mödling "Director Sponsoring & Marketing". Einfach gesagt: Er kümmert sich darum, dass übers Jahr und darüber hinaus genügend Geld reinkommt, um den Fußballbetrieb in der Wiener Südstadt am Laufen zu halten bzw. voran zu bringen. Ein anspruchsvoller Job, der den in Pocking aufgewachsenen und in Simbach verheirateten Bankkaufmann und Betriebswirt (Master) täglich aufs Neue fordert.

Das Coronavirus bzw. das damit verbundene Sportverbot hat sein Berufsleben massiv beeinflusst. In der Krise ist der gebürtige Passauer Pauli zur "Schlüsselarbeitskraft" bei der Admira geworden. Das steht nicht nur auf dem Papier, das ihm während der scharfen Grenzkontrollen das ungehinderte Pendeln zwischen seinem Erstwohnsitz im niederbayerischen Simbach und seinem Arbeitgeber im niederösterreichischen Maria Enzersdorf vor den Toren Wiens im Bezirk Mödling ermöglicht hat.

Pauli war zunächst wie alle 120 Angestellten bei der Admira in Kurzarbeit, wechselte aber schnell in den Krisenmodus bei den "Panthern". Für ihn bedeutete das, alle laufenden Verträge auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls neu zu verhandeln. Die Sponsoren mussten bei der Stange gehalten werden. Für Pauli, der im Bereich Sportmarketing bei Darmstadt 98 und dem VfR Aalen bereits einiges an Erfahrungen gesammelt hat, eine noch nie dagewesene Herausforderung: "Von heute auf morgen von hundert auf null. Das war schon heftig. Unser aller Existenz stand ja plötzlich auf dem Spiel." "Aber", meint er nicht ohne Stolz, "wir können uns heute wirklich glücklich schätzen. Nicht einer unserer Partner lässt uns in dieser schweren Zeit hängen."

Home Office in Simbach: "Verträge werden nicht bei einer Videokonferenz unterschrieben"

Im Februar ist der 34-Jährige zum ersten Mal Papa geworden. Seine kleine Tochter kam vier Wochen vor der offiziell zur Pandemie erklärten Corona-Seuche zur Welt. "Gott sei Dank! Da gab es noch keine Beschränkungen", ist Pauli froh, dass er bei der Geburt seiner Tochter dabei sein und seiner Ehefrau Lena (30) zur Seite stehen konnte.

Dann kamen die Restriktionen wie das Schließen der Grenzen und Pauli arbeitete gezwungenermaßen von zu Hause aus. Homeoffice war einerseits gut für die junge Familie, andererseits ist es nicht so effektiv im harten Sponsoring-Geschäft: "Für eine kurze Zeit geht das schon. Aber auf Dauer ist das definitiv nichts. Verträge werden halt nicht bei einer Videokonferenz unterschrieben."

Insofern ist Pauli froh, dass auch bei ihm langsam wieder so etwas wie Normalität einkehrt, er hauptsächlich wieder vor Ort seiner Arbeit nachgehen kann. Das heißt dann auch: Bald wird ihn die kleine Hanna mit der Mama erstmals in seiner kleinen Wohnung im 23. Wiener Bezirk besuchen können.

Admiras Fußballprofis (circa 50 Mann/1. und 2. Mannschaft) waren zwischenzeitlich gänzlich auf Eis gelegt. Auch für sie galt: Kurzarbeit. Diese Karenz aber ist vorüber. Jetzt rollt der Ball auch in der höchsten österreichischen Profiliga wieder. Die Admira aus Mödling war zum Restart nach Pfingsten gleich bei der Wiener Austria zu Gast. Abstiegskampf! Ein traditionsreiches, emotionsgeladenes Derby – normalerweise. Erstmalig ging dieses "fantastische" Gusto-Stückerl dieser Qualifikationsrunde ohne Zuschauer, ohne den dazu gehörigen, einzigartigen Wiener Fußball-Schmäh in Szene. Aber doch vor laufenden Kameras und einer Handvoll Sportjournalisten.

"Es ist wenigstens ein Anfang", freut sich Pauli, dass das infolge der Covid-19-Pandemie zwischenzeitlich völlig zum Erliegen gekommene Kerngeschäft endlich wieder angekurbelt wird. Er, Pauli, muss ja den FC Flyeralarm Admira als "gutes Produkt, als sympathischen Verein mit hervorragender Jugendakademie" vermarkten. Das geht halt besser, wenn weiter erstklassig, attraktiv und publikumswirksam gekickt wird, auch wenn die Fans derzeit nur vor dem Fernseher sitzen.

Mittelfristiges Ziel in Mödling: Bald international spielen

Ohne die TV-Gelder könnte ein mittelständisches Unternehmen wie der FC Flyeralarm Admira Mödling mit kalkulierten 3500 Zuschauern pro Heimspiel so eine Krise sicher nicht überleben, auch nicht mit einem großen Sportsmann und ehemaligen Weltklasse-Fußballer als Galionsfigur: Die deutsche Trainer-Legende Felix Magath (66) ist bekanntlich seit Januar Chef von "Flyeralarm Global Soccer" und zeichnet damit als vom Hauptsponsor installierter "General-Spielmacher" neben den Würzburger Kickers (3. Liga) auch für die sportliche Entwicklung von Admira Wacker verantwortlich. "Der Felix genießt allseits enormen Respekt. Wenn er spricht, hört alles zu. Und: Er verfügt über ein unglaubliches Netzwerk. Mit ihm an der Seite öffnen sich Türen, die du sonst nur schwerlich aufbekommst", ist Pauli durchaus angetan von dem neuen Mann bei der Admira.

Mittelfristig will die Admira sich in der oberen Tabellenhälfte etablieren und in diesem Zuge möglichst auch wieder im europäischen Fußballgeschäft Fuß fassen. Gelingt das, werden die Admira-Fans dem deutschen Fußball-Didaktiker und -Visionär Magath sicher auch einmal ein Denkmal setzen oder ihn zumindest an die Spitze ihrer Jahrhundert-Elf stellen. Patrick Pauli jedenfalls wäre es ganz recht, wenn dieser Aufschwung schon in der neuen Saison Fahrt aufnehmen würde. Denn im Sog sportlicher Erfolge gedeihen bekanntlich auch Sponsoring und Marketing.












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