Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





25.02.2019 | 14:23 Uhr

Wechsel-Wahnsinn in England: Chelsea-Keeper geht nicht vom Platz und demütigt Coach Sarri – Video

Lesenswert (8) Lesenswert Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 34 / 37
  • Pfeil
  • Pfeil




Nein, ich gehe nicht raus: Torwart Kepa verweigerte seine Auswechslung. −Foto: dpa

Nein, ich gehe nicht raus: Torwart Kepa verweigerte seine Auswechslung. −Foto: dpa

Nein, ich gehe nicht raus: Torwart Kepa verweigerte seine Auswechslung. −Foto: dpa


Manchester City gewinnt den englischen Ligapokal, aber in England wird vor allem über den Verlierer gesprochen. Beim FC Chelsea sorgt der Eklat um Torhüter Kepa für Wirbel und schwächt Trainer Maurizio Sarri. Die Beteiligten spielen den peinlichen Vorfall herunter.

Maurizio Sarri war nach dem Wechsel-Eklat bemüht, die Wogen zu glätten. "Ich habe das Problem missverstanden und die Situation erst später begriffen, als der Arzt zur Bank kam", sagte der Chelsea-Coach nach der Niederlage im Ligapokal-Finale gegen Manchester City. Doch das nahm ihm in England niemand ab. Denn keine 15 Minuten zuvor hatte Sarri getobt, weil Torwart Kepa kurz vor dem Elfmeterschießen, das Man City mit 4:3 gewann, die angeordnete Auswechslung verweigert hatte.

Für den ohnehin schon angezählten Sarri war es wie eine öffentliche Demütigung. Er habe nicht nur die Endspiel-Niederlage zu verdauen, resümierte BBC Sport, "sondern auch jedes Bisschen Autorität und ein großes Stück Glaubwürdigkeit als Chelsea-Trainer verloren durch einen schändlichen Akt der Gehorsamsverweigerung". Die Zeitung "Telegraph" sah "einen Trainer, der sich bewusst ist, dass seine Zeit abgelaufen ist". Sarri habe "weder Kontrolle noch Einfluss".

Mehrfach hatte der Italiener seinen Torhüter wild gestikulierend und wütend ermahnt, den Platz zu verlassen. Ersatzkeeper Willy Caballero, der im Ligapokal-Finale 2016 drei Elfmeter gehalten hatte, stand bereit. Doch auch Teamkollege David Luiz und Co-Trainer Gianfranco Zola konnten Kepa nicht umstimmen. Der Torwart, der während der Partie zweimal wegen Krämpfen behandelt worden war, blieb stur.

Schiedsrichter John Moss war ebenfalls machtlos. Im Regelwerk des internationalen Fußball-Gremiums IFAB heißt es: "Weigert sich ein Spieler, der ausgewechselt werden soll, das Spielfeld zu verlassen, läuft das Spiel weiter." Kepa blieb, und Sarri wütete. Kurz vor dem Elfmeterschießen zwinkerte der spanische Torhüter sogar noch in die Fernsehkameras. Von den Fans wurde er lautstark ausgebuht.

Verteidiger Antonio Rüdiger musste seinen Coach beruhigen, damit der sich Kepa nicht sofort vornahm. Der mit einer Ablösesumme von rund 80 Millionen Euro teuerste Torwart aller Zeiten ignorierte das für alle sichtbar, doch auf Twitter sprach auch Kepa später von einem großen Irrtum. Der Vorfall werde falsch dargestellt, behauptete er. Er habe Sarri nur signalisieren wollen, dass er fit sei. "Ich habe vollsten Respekt für den Trainer und seine Autorität", schrieb der 24-Jährige.

Doch die Geschichte von einem vermeintlichen Missverständnis wollte nicht mal David Luiz glauben. "Wenn der Coach einen Wechsel will, egal ob wegen einer Verletzung oder etwas anderem, das hat er ja verstanden, dann muss er runter", sagte der Brasilianer direkt nach dem Spiel. Der frühere Chelsea-Profi John Terry sah es genauso. "Wenn deine Nummer genannt wird, musst du runterkommen", sagte Terry beim Sender Sky Sports. "Wie soll das sonst in der Premier League laufen? Dass die Spieler sich in Zukunft weigern, den Platz zu verlassen?"

Maurizio Sarris Zukunft in London ist offen, obwohl Chelsea im Finale eine gute Leistung gezeigt und Manchester City fast am Rande der Verzweiflung hatte. In seiner Wut über Kepas Ungehorsam war der 60-Jährige zwischenzeitlich in Richtung des Spielertunnels gestürmt, als wolle er das Stadion vorzeitig verlassen. Dann drehte er um. Womöglich hat Sarri seinen Abschied nur vertagt.












Sicherheitscode:



Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2019
Dokument erstellt am





Die 37-jährigen Stefan Gaisbauer (Mitte) und Manuel Sutter (2.von links) als "Co" werden den Kreisliga-Aufsteiger TSV Mauth trainieren. Über ihre Zusage freuen sich (v.l.) 2. Vorstand Simon Köck, Abteilungsleiter Maximilian Stockinger und Vorstand Arthur Nußhart. - Foto: Verein

Nach den Festtagen rund um den Gewinn der Kreisklassen-Meisterschaft treibt der künftige...



−Grafik: PNP

Zehntausende von Zuschauern, Tore, Triumphe, Tränen: Die Fußball-Saison 2019/20 geht in ihre...



Bleibt in Hauzenberg: Fabian Gastinger. −Foto: Kaiser

Der FC Sturm Hauzenberg kann weitere Personalentscheidungen für die neue Saison verkünden...



Manuel Mader sagt nach drei Monaten wieder Servus beim SV Schalding. −Foto: Lakota

Die Planungen auf die siebte Regionalliga-Saison laufen beim SV Schalding auf Hochtouren...



Trost vom Gegner: Ein Unterhachinger Spieler richtet aufbauende Worte an einen Deggendorfer. −Foto: Ritzinger

Meister hier, Aufsteiger dort. Aber wo Sieger sind, gibt es im Sport eben immer auch Verlierer...





Der FC-DJK Tiefenbach II um Coach Wolfgang Reiser kann gegen Obernzell-Erlau keine Mannschaft stellen. −Foto: Lakota

Der FC-DJK Tiefenbach II tritt zum zweiten Mal in dieser Saison nicht an. Das Kreisklassen-Heimspiel...



Paukenschlag in der Kreisklasse Passau: Der FC DJK Tiefenbach II, der als Zwölfter an der...



Hauzenbergs Jürgen Knödlseder traf dreimal binnen 18 Minuten. −Foto: Kaiser

Der SV Donaustauf hat es geschafft: Durch einen 2:1-Sieg in Weiden ist die Meisterschaft in der...



Verlässt Atlético Madrid: Antoine Griezmann. −Foto: dpa

Frankreichs Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann wird Atlético Madrid nach dieser Saison verlassen...



Schiri Roman Potemkin (2 v.l.) entschuldigte sich hinterher bei SVS-Trainer Stefan Köck für die unfreiwillige Torvorlage. −Foto: Lakota

Der Fußball schreibt bekanntlich die verrücktesten Geschichten. Ein ganz kuriose erlebte am Samstag...







Facebook


 Facebook Like-Box aktivieren 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)









realisiert von Evolver