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08.01.2019 | 09:47 Uhr

Ribéry und die Steak-Affäre: Lothar frotzelt, Effe kritisiert FCB, Medien fordern Rauswurf

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Dieses Bild postete Lothar Matthäus auf Facebook, dazu schrieb er: "Familien Dinner – aber nur mit Golden Toast." −Foto: Screenhsot Facebook

Dieses Bild postete Lothar Matthäus auf Facebook, dazu schrieb er: "Familien Dinner – aber nur mit Golden Toast." −Foto: Screenhsot Facebook

Dieses Bild postete Lothar Matthäus auf Facebook, dazu schrieb er: "Familien Dinner – aber nur mit Golden Toast." −Foto: Screenhsot Facebook


In der Affäre um Franck Ribéry haben sich auch frühere Bayern-Spieler zu Wort gemeldet. Während Stefan Effenberg vom FC Bayern mehr Transparenz fordert, macht sich Lothar Matthäus über den Franzosen lustig.

Bei Facebook postete der Rekordnationalspieler ein Bild aus dem Urlaub, das ihn beim Abendessen mit einem Teller Austern zeigt. Dazu schrieb Matthäus: "Familien Dinner – aber nur mit Golden Toast." Dahinter setzte der 57-Jährige einen zwinkernden Smiley. Hintergrund: Vergangene Woche hatte Bayern-Star Ribéry ein Video veröffentlicht, auf dem er ein mit Blattgold veredeltes Steak aß – und anschließend als Reaktion auf böse Worte gegen seine Person mit obszönen Beleidigungen im Internet reagiert. Laut Club-Angaben war der Franzose dafür mit einer hohen Geldstrafe belegt worden.

Wie viel Ribéry zahlen muss, lässt der FC Bayern weiter offen. Stefan Effenberg geht davon aus, dass es sich um eine sechsstelligen Summe aus. In einer Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de schreibt Effenberg: "Das Strafmaß ist angemessen. Das Problem ist, dass niemand kommuniziert, wie hoch diese Geldstrafe wirklich ist – und wohin das Geld geht. An den FC Bayern oder an einen gemeinnützigen Zweck? Wenn das im Verborgenen bleibt, ist es kein Wunder, dass weiter diskutiert wird. Transparenz wäre hier der wichtigste Punkt", schrieb Effenberg.

Effenberg hält das Strafmaß für angemessen, geht davon aus, dass die milde Strafe vor allem auf die Leistungen des Franzosen zurückzuführen sind. "Wenn Ribéry eine richtig schlechte Hinrunde gespielt hätte, oft ausgefallen und unzufrieden gewesen wäre, wäre die Entscheidung womöglich anders ausgefallen. So aber war die Gefahr zu groß, dass das sportlich in der Rückrunde nicht gut geht." Aus Sicht von Effenberg zurecht: "Wer jetzt seine Suspendierung oder seinen Rauswurf fordert, hat nie selbst professionell Fußball gespielt."

Viele Medien halten eine Geldstrafe für Ribéry für untertrieben, fordern eine Suspendierung. Mit seinem Weltbild sei der Franzose eine "Schande für den Fußball", schreibt die Bild-Zeitung. "Ribéry ist nicht mehr tragbar", fordert Sport1. Die Süddeutsche Zeitung urteilt: "Die Tiraden des Bayern-Profis nach seinem Restaurant-Video offenbaren, wie es aussieht im Inneren der abgeschotteten Spezialgesellschaft. Der Franzose ist kein Einzelfall im Millionenbetrieb." Und die Stuttgarter Nachrichten sehen für Ribéry keine Zukunft mehr beim FCB. "Die Frage, ob der Franzose auch nach Vertragsende einer ist, der dem FC Bayern gut zu Gesicht steht, hat der 35-Jährige selbst beantwortet. Mit einem klaren Nein."

Und was sagen Ribérys Mitspieler? Kapitän Manuel Neuer sieht "keine Gefahr", dass sich der Wirbel um den Ausraster des Teamkollegen auf das Starensemble auswirken könne. Er mochte am Montag in Katar "eher über Fußball" als über das turbulente Wochenende sprechen. "Für mich ist das Entscheidende, was Franck für die Mannschaft macht", sagte der Nationaltorhüter. Sein Stellvertreter Thomas Müller betonte, dass man "hauptsächlich zum Fußballspielen" da sei. "Und dem wollen wir nachgehen", erklärte der DFB- und Club-Kollege kurz vor der Trainingslager-Halbzeit. Bis zum Donnerstag schwitzen die Münchner noch in Doha, wo der im Internet ausfällig gewordene Ribéry neben Trainingsbildern ganz ohne Gold einen Friseurbesuch bei Rap-Musik postete.

"Für uns Spieler ist die Frage, wie trainiert und wie spielt er, wie gibt er sich auf dem Platz. Wenn ich sehe, wie er hier arbeitet für die Mannschaft, wie er das letzte Spiel gegen Frankfurt bestritten hat, dann gibt es da keine Zweifel", sagte Neuer. Die in Gesellschaft und von Politikern diskutierten Ausfälligkeiten von Ribéry waren "jetzt kein Thema. Ich finde nicht, dass man da eine Debatte draus machen sollte."

Allerdings haben sowohl Müller als auch Neuer im deprimierenden WM-Sommer erlebt, wie andere Themen das Kerngeschäft belasten können. Zwar sind der Fall von Mesut Özil und dessen umstrittenen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und der aktuelle Ärger rund um Ribéry völlig unterschiedlich gelagert und nicht zu vergleichen. Doch förderlich für die Arbeit mit und in einer Mannschaft sind medienträchtige Vorfälle um Einzelpersonen sicher nicht. − red












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