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11.07.2018 | 14:50 Uhr

"Geschäft des Jahrhunderts": So reagiert die Presse auf den Ronaldo-Wechsel – Interesse an Juve-Stars gestiegen

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Der Wechsel des Weltfußballers Ronaldo zu Juventus Turin weckt auch Unmut. − Foto: dpa

Der Wechsel des Weltfußballers Ronaldo zu Juventus Turin weckt auch Unmut. − Foto: dpa

Der Wechsel des Weltfußballers Ronaldo zu Juventus Turin weckt auch Unmut. − Foto: dpa


Der Wechsel von Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus Turin hat nach Medienberichten das Interesse anderer Clubs an Profis des italienischen Meisters geweckt. Der FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp wolle zum Beispiel 90 Millionen Euro für den Juve-Argentinier Paulo Dybala anbieten, schrieb am Mittwoch die italienische Fachzeitung "Tuttosport" in der Onlineausgabe unter Berufung auf argentinische Medienberichte. Ein weiterer argentinischer Nationalspieler, Gonzalo Higuaín, soll ebenfalls auf der Verkaufsliste stehen.

Nach verschiedenen Medienberechnungen sollen Juve und der Clubeigner, Fiat-Chef Andrea Agnelli, für das gesamte Ronaldo-"Paket" zwischen 340 und 400 Millionen Euro hinblättern müssen. Der Transfer kostet der "Alten Dame" des italienische Fußballs nach Clubangaben insgesamt 112 Millionen. Hinzu komme das Netto-Salär für Ronaldo in den kommenden vier Spielzeiten in Höhe von 120 Millionen, heißt es. Mit Steuern und Abgaben wären das laut italienischen Medien brutto zwischen 240 und knapp 300 Millionen Euro.

Ob sich der Club einen solchen finanziellen Kraftakt leisten kann, ist dieser Tage Gegenstand von Debatten in Italien. Nach Medienberichten sollen 30 Millionen Euro aus den Kassen der Firma Fiat kommen. Ronaldo solle im Gegenzug zur Werbefigur der Automarke werden, hieß es.

Viele Fiat-Mitarbeiter, die seit Jahren mit eingefrorenen Gehältern auskommen müssen, sind derweil alles andere als erfreut. In einer Mitteilung der Vertreter der Arbeiter des Werks in Melfi wird ein Proteststreik zwischen dem Abend des 15. Juli und dem Morgen des 17. Juli angekündigt. Das Geschäft mit Ronaldo sei "nicht hinnehmbar". "Ist es normal, dass eine einzelne Person Millionen verdient und Tausende von Familien mit ihrem Geld nicht bis Mitte des Monats auskommen?", fragt die zuständige Gewerkschaft.

Und so reagiert die Press

ITALIEN:

"La Stampa": "Juventus hat einen phänomenalen Coup gelandet. Die Verpflichtung von Ronaldo ist eines jener Ereignisse, die die Tifosi in Erinnerung behalten werden. Nun wird die ganze Welt auf uns schauen."

"Corriere della Sera": "Der Ronaldo-Transfer ist das Geschäft des Jahrhunderts. Die Operation hat ein Finanzvolumen von insgesamt an die 400 Millionen Euro. Sie geht in die Geschichte des italienischen Fußballs ein."

"Il Giornale": "Die gesamte (Fußball-)Welt wird nun auf uns schauen. Der Ronaldo-Transfer ist ein Milliarden-Geschäft, an dem viele verdienen werden. Ronaldo heiratet die Alte Dame und lässt die Signora auf eine Stufe mit den anderen Großen in Europa springen."

"Corriere dello Sport": "Fiat lux! (Es werde Licht). Ronaldo war es gewesen, der uns dazu bewegt hatte, den spanischen Clásico Real-Barça im Fernsehen zu verfolgen. Die Spiele, bei denen er und Messi auf dem Platz standen, waren Termine, die man nicht verpassen durfte. (...) Und dieser Ronaldo spielt jetzt für Juve. Man konnte es zunächst nicht glauben."

"La Gazzetta dello Sport": "Unglaublich, aber wahr: Er kommt! Die Verpflichtung Ronaldos ist ein Meisterwerk von Juventus. Was vor wenigen Tagen noch ein Traum war, wird durch eine Blitzoperation des Juve-Chefs Andrea Agnelli zur Wirklichkeit."

SPANIEN

"El País": "Cristiano, das Adiós eines Mythos."

"El Mundo": "Cristiano erzwingt einen Abschied ohne Ehren."

"Marca": "Es wird nie wieder so einen geben. Cristiano, die Legende mit den 451 Toren, geht weg. Das Ende einer Ära."

"AS": "Ciao, Cristiano. Es war schön, solange es gedauert hat."

"Sport": "Schock Cristiano. Der weiße Club hat nach seinem Adiós und dem Weggang von Zidane keine Bezugspersonen mehr. Florentino muss nun das Scheckhaft rausholen."

"Mundo Deportivo": "Jaaaaa zu Juventus. Nach neun Jahren des Portugiesen im Weißen Club gab es einen kühlen Abschied in Form von Kommuniqués".












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