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Nationalelf | 16.05.2018 | 23:08 Uhr

"Passe nicht zum Trainerteam": Sandro Wagner rechnet nach WM-Aus mit Löw ab

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Immer klare Kante: Sandro Wagner ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. − Foto: dpa

Immer klare Kante: Sandro Wagner ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. − Foto: dpa

Immer klare Kante: Sandro Wagner ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. − Foto: dpa


Erst Tränen im Training, dann die schnelle Abrechnung: Das WM-Aus hat Bayern-Stürmer Sandro Wagner (30) so tief getroffen, dass er kurz nach der Entscheidung von Bundestrainer Löw nicht nur aus der Nationalelf zurücktritt – sondern auch mit der Sportlichen Leitung beim DFB bricht. "Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse", sagte der zwölffache Saisontorschütze am Donnerstagabend laut Bild-Zeitung.

Der Profi von Meister FC Bayern München war von Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag nicht in das 27 Spieler umfassende vorläufige Aufgebot für das Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland berufen worden. Statt ihm wurden als Mittelstürmer Timo Werner (Red Bull Leipzig), Mario Gomez (VFB Stuttgart) und Nils Petersen (FC Freiburg) nominiert.

Wagner absolvierte acht Spiele für die Nationalmannschaft und schoss fünf Tore. Er hatte sich große Hoffnungen gemacht, mit nach Russland zu reisen. Zur Halbserie war er von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern München gewechselt, um seine Chancen zu erhöhen. In der zurückliegenden Bundesliga-Saison schoss er 12 Tore. Petersen war mit 15 Toren zweitbester Torjäger hinter Torschützenkönig Robert Lewandowski. Der Olympia-Zweite von Rio 2016 hat bislang kein Länderspiel für die A-Auswahl bestritten.

Zu seiner Nicht-Nominierung sagte Wagner der "Bild": "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin. Die WM wäre eine tolle Sache gewesen." Er fügte an: "Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht, aber wie ich schon oft gesagt habe, gibt es weitaus wichtigere Dinge im Leben außer Fußball." Wagner betonte zugleich: "Meinen Jungs wünsche ich nur das Beste in Russland und hoffe, dass sie als Weltmeister zurückkommen."

Löw hatte am Dienstag zur Nicht-Nominierung Wagners und des Dortmunders Mario Götze gesagt: "Ich hoffe, dass er wiederkommt. Es tut mir für ihn persönlich leid. Das Gleiche gilt für Sandro Wagner. Da haben Kleinigkeiten entschieden."












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