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Wie geht’s weiter bei den Löwen?  |  16.05.2022  |  06:00 Uhr

Trainer Köllner fordert, der Umbruch ist im Gang: Viele offene Fragen bei 1860 München

von Matthias Vogt

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Torhungriger Löwe: Marcel Bär ist bester Schütze der dritten Liga. −Foto: Imago Images

Torhungriger Löwe: Marcel Bär ist bester Schütze der dritten Liga. −Foto: Imago Images

Torhungriger Löwe: Marcel Bär ist bester Schütze der dritten Liga. −Foto: Imago Images


Ein 6:3 (2:2)-Erfolg gegen den BVB II, die Qualifikation für den DFB-Pokal, der neue Torschützenkönig und sein dankbarer Trainer: Die Drittliga-Saison der Münchner Löwen endet mit Spektakel, Emotionen und großer Vorfreude. Aber auch mit vielen offenen Fragen.

Würde man Michael Köllner unterstellen, dass er den TSV 1860 München im Sommer verlassen wird, dann könnte man seine Ehrenrunden nach dem spektakulären Heimsieg wohl auch als Abschiedsrunden interpretieren. Gleich mehrmals machte sich der Münchner Trainer auf den Weg durchs volle Grünwalder Stadion, kletterte sogar auf den Zaun vor der Westkurve und bedankte sich hinterher gefühlt bei jedem einzelnen, von der Waschfrau, über den Zeugwart bis zu den euphorischen Fans. Dass diese in manchen Phasen enttäuschende Saison am Ende noch mit einer solchen Partystimmung endete, war ja auch nicht zu erwarten gewesen.

Während die Fans mit ihrer Mannschaft das Mindestziel, die DFB-Pokal-Qualifikation, feierten, waren die Gedanken längst auch schon bei der neuen Saison, in der der Aufstieg dann im fünften Anlauf in der 3. Liga quasi zur Pflichtaufgabe wird. Präsident Robert Reisinger hatte das in der "Bild" schon während der Woche gefordert. Köllner sprach nach Platz vier erneut von einem "starken Sechzig München", das man basteln müsse. Im Prinzip meint er dasselbe.

Was auch wieder zur Frage führt, wie denn die Ehrenrunden des Trainers zu werten sind, denn ein klares Bekenntnis für die nächste Saison gab es auch im Moment der großen Euphorie nicht. Die Mannschaft steht vor einem Umbruch, "aber noch habe ich keinen Wechsel offiziell vermeldet bekommen, es wird nur gemutmaßt", meinte der Trainer offen. Die Frage nach der Breite und Qualität des neuen Kaders, also nach einer Perspektive, wird auch seine Entscheidung beeinflussen. Sollte das mit dem "starken Sechzig München" klappen, fügte der 52-Jährige zumindest an, "dann sicher auch mit Michael Köllner". Seine Ambitionen formulierte er klar: "Wir wollen eine Mannschaft in der kommenden Saison an den Start bringen, mit der wir um den Aufstieg mitspielen können."

Die zusätzlichen Einnahmen im DFB-Pokal könnten den nötigen Umbruch etwas erleichtern. Geschäftsführer Günther Gorenzel äußerte sich bei Magentasport gelassen zur Zukunft von Köllner: "Für mich gibt es keine Zweifel an der Personalie."

Offiziell verabschiedet wurden aus dem aktuellen Kader bislang Stephan Salger, Keanu Staude und Tim Linsbichler, (noch) nicht dabei waren Merveille Biankadi, dessen Leihvertrag mit Heidenheim endet, Dennis Dressel und Richard Neudecker. Im Gegenzug sollen bald ein paar Neuzugänge verkündet werden, darunter wohl Tim Rieder und Albion Vrenezi (beide Türkgücü), Meris Skenderovic (Schweinfurt) und Fynn Lakenmacher (TSV Havelse).

Ein Fixpunkt in der neuen Löwen-Mannschaft soll auch der frisch gekürte Torschützenkönig der 3. Liga werden. Denn als Marcel Bär nach 21 Minuten gegen den BVB II seinen vermutlich schönsten Saisontreffer erzielte, war ihm die Führung vom gesperrten Magdeburger Baris Atik nicht mehr zu nehmen. "Es war eine Marcel-Bär-Show", jubelte auch Köllner über seinen Angreifer, der einen weiteren Treffer erzielte (59) und drei – für Stefan Lex (18.), Merveille Biankadi (54.) und Dennis Dressel (84.) – auflegte. Außerdem traf Yannick Deichmann sehenswert (75.). Dass der BVB mitspielte, die Münchner 2:0-Führung vor der Pause zum 2:2 ausglich und später auf 5:3 verkürzte, machte das Spiel erst recht zum Spektakel. Als die Löwen zwischenzeitlich mal 14. waren (Elfter am Ende der Hinrunde), habe niemand mehr damit gerechnet, dass es am Ende Platz vier werden würde, meinte Köllner.

Erster Neuzugang fix

Die Löwen gaben am Montag mit der Verpflichtung von Tim Rieder den ersten Neuzugang für die kommende Saison bekannt. Der 28 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler kommt von Stadtrivale Türkgücü München und hatte bereits als Leihprofi vom FC Augsburg in der Saison 2019/20 für die "Löwen" gespielt. Über die Vertragsmodalitäten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. "Tim kann auf hohem Niveau mehrere Positionen im Defensivverbund einnehmen und nun gab es die Möglichkeit, Tim an den TSV 1860 zu binden", teilte Sportdirektor Günther Gorenzel am Montag mit. Rieder, der beim FC Bayern München und in Augsburg ausgebildet wurde, kam für 1860 bereits zu 25 Ligaspielen. "Ich bin glücklich wieder zurück zu sein und werde auch in den kommenden Jahren voller Stolz das Löwentrikot tragen", sagte der Rückkehrer. − PNP












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Magdeburg
36
83:39
78
2.
Braunschweig
36
61:36
64
3.
Kaiserslautern
36
56:27
63
4.
1860 München
36
67:50
61
5.
Mannheim
36
58:40
60
6.
Osnabrück
36
56:48
58
7.
Saarbrücken
36
50:44
53
8.
Wiesbaden
36
49:44
51
9.
Dortmund II
36
51:48
49
10.
Zwickau
36
46:44
47
11.
Freiburg II
36
34:42
47
12.
Meppen
36
47:60
47
13.
Viktoria Köln
36
39:52
45
14.
Halle
36
46:48
43
15.
Duisburg
36
46:71
42
16.
Verl
36
56:66
40
17.
Viktoria Berlin
36
44:62
37
18.
Würzburg
36
34:59
30
19.
Havelse
36
28:71
23





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