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Vorentscheidung in Englischer Woche?  |  03.05.2021  |  10:00 Uhr

Das verrückte Aufstiegsfinale in Liga 3: Euphorische Löwen und die Ingolstädter Alptraum-Angst

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Auf ihn kommt es an bei den Löwen: Sascha Mölders ist mit 21 Treffern der Toptorjäger in Liga 3. −Foto: imago Archiv

Auf ihn kommt es an bei den Löwen: Sascha Mölders ist mit 21 Treffern der Toptorjäger in Liga 3. −Foto: imago Archiv

Auf ihn kommt es an bei den Löwen: Sascha Mölders ist mit 21 Treffern der Toptorjäger in Liga 3. −Foto: imago Archiv


Dynamo Dresden geht nach einem Sieg im Nachholspiel gegen Uerdingen als Primus in den Vierkampf um den Aufstieg. "Voller Euphorie" wollen die "Löwen" angreifen. Der FC Ingolstadt steht gleich mal vor einem Schlüsselspiel in Rostock. Vom Vorstandschef kommt eine klare Ansage.

Jetzt kommen die Alles-oder-nichts-Wochen für 1860 München und den FC Ingolstadt in der 3. Fußball-Liga. Vor dem Vier-Spiele-Endspurt um den Aufstieg gab es dabei von Dynamo Dresden am ansonsten spielfreien Wochenende kein Präsent. Die Sachsen gewannen auch das zweite Spiel unter Ex-1860-Coach Alexander Schmidt auswärts mit 2:0 gegen den KFC Uerdingen. Damit gehen die Dresdner als Spitzenreiter (65 Punkte) in den Aufstiegs-Vierkampf mit Hansa Rostock (65), Ingolstadt (63) und den Sechzigern (61).

1860-Trainer Michael Köllner benannte die aus seiner Sicht beste Herangehensweise an die vier Partien bis zum Saisonfinale am 22. Mai. Am 38. Spieltag könnte es dabei zum Showdown zwischen den Schanzern und den "Löwen" kommen. "Das Endspiel ist in Ingolstadt, das ist die falsche Herangehensweise", sagte der 51-jährige Köllner bei München TV: "Schritt für Schritt ist der bessere Ratgeber." Seit Wochen hält sich der Löwen-Trainer in Sachen Zweitliga-Traum zurück. "Natürlich will jetzt jeder von mir hören: ‚Jetzt müssen wir aufsteigen!‘ Vom Reden ist aber noch keiner aufgestiegen", warnte Köllner jüngst in der Abendzeitung. Und weiter: "Ich denke, dass wir am Ende das bekommen, was wir verdienen. Das größte Kompliment ist, wenn unsere Fans am Ende stolz auf uns sind und wir Münchens großer Liebe ein anderes, positives Lebensgefühl vermitteln können – gerade in diesen Zeiten."

Restprogramm der Top-Vier

Dynamo Dresden: Verl (A), Viktoria Köln (H), Türkgücü München (H), Wehen Wiesbaden (A).
Hansa Rostock: Ingolstadt (H), Zwickau (H), Unterhaching (A), Lübeck (H).
FC Ingolstadt: Rostock (A), Saarbrücken (H), Duisburg (A), 1860 München (H).
1860 München: Kaiserslautern (H), Wiesbaden (A), Bayern (H), Ingolstadt (A).

Weiter geht's für die Drittligisten mit einer Englischen Woche. Am Dienstag (19.00 Uhr) empfangen die Sechziger den 1. FC Kaiserslautern. Und Ingolstadt muss in Rostock ran. Es ist das Topspiel der 35. Runde, ein Wegweiser. "Wir können in Rostock einen Riesenschritt machen", sagte Ingolstadts Vorstandsvorsitzender Peter Jackwerth (63).

Trainer Tomas Oral würde mit seinem Team im Siegfall an den Rostockern vorbeiziehen. Bei einer Niederlage droht der Sturz auf Rang vier. Positiv denken lautet die Ansage von Mittelfeldspieler Marc Stendera: "Wenn wir unsere Spiele gewinnen, führt der Weg zwangsläufig dorthin, wo wir auch hinwollen." Die Vorfreude auf das Kräftemessen mit Hansa beschrieb er als "enorm in unserer Kabine".

Das Schreckgespenst der Schanzer lautet Platz drei. Vor zwei Jahren stieg der FCI als Zweitliga-16. in der Relegation gegen den SV Wehen Wiesbaden ab. Und unvergessen ist das extrem bittere Scheitern als Drittliga-Dritter gegen den 1. FC Nürnberg in der Relegation 2020. Jackwerth baut schon mal verbal vor: "Das passiert uns kein drittes Mal. Außerdem gehe ich davon aus, dass wir dieses Mal nichts mit der Relegation zu tun haben, sondern direkt hochgehen. Punkt."

Nach 13 Punkten aus den vergangenen fünf Partien geht 1860 angeführt vom Liga-Toptorjäger Sascha Mölders (21 Treffer) laut Coach Köllner "voller Euphorie" in die Partien gegen Kaiserslautern, Wiesbaden, den FC Bayern II und schließlich in Ingolstadt. Köllner vermeidet es weiterhin konsequent, den Aufstieg als Ziel auszurufen.

"Wir sind seit Wochen unbesiegt, das ist ein tolles Arbeiten. Das Wichtigste bei uns ist, dass wir unsere Aufgaben erledigen", sagte der Trainer. Köllners erstes Etappenziel bleibt die Absicherung von Platz vier, der die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeutet.

Der Vorteil der Löwen: Sie haben den geringsten Druck. Vor ein paar Wochen noch schien es, als habe sich 1860 bereits aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt schaltete die Vereinsführung aber in den Angriffsmodus. "Ich kann eines versprechen: Wir werden auf die Jagd gehen", sagte Sportchef Günther Gorenzel. Und weiter: "Niemand erwartet mehr, dass wir final da vorne eingreifen können. Der Druck ist vom Kessel." Man erhoffte sich bei den Löwen, "dass wir unsere Fähigkeiten mit einer gewissen Leichtigkeit auf den Platz bringen", wie es Gorenzel formulierte.

Der Plan ging auf, 1860 eilt seither von Erfolg zu Erfolg und haben den Rückstand zu den Aufstiegsrängen immer weiter verringert. "Wir wollen in den nächsten Spielen alles tun, damit wir eine Topsaison spielen", sagt Köllner nun. Der erste der noch vier Saison-Aufträge lautet Kaiserslautern: "Ein schweres Heimspiel."

Aus Löwen-Sicht muss man nur hoffen, dass die Mannschaft im Endspurt nicht mehr verkrampft. Und, dass Sascha Mölders (21 Saisontore) seine Gala-Form behält. Dann könnt es tatsächlich etwas werden mit der Rückkehr in Liga 2. − red












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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Dresden
37
60:29
72
2.
Rostock
37
51:32
70
3.
Ingolstadt
37
53:39
68
4.
1860 München
37
68:32
66
5.
Saarbrücken
37
66:49
59
6.
Wehen
37
57:52
56
7.
Verl
37
65:54
54
8.
Mannheim
37
49:54
51
9.
Magdeburg
37
41:44
50
10.
Viktoria Köln
37
51:58
50
11.
Halle
37
50:58
49
12.
Türkgücü München
37
44:54
46
13.
Zwickau
36
42:44
45
14.
Duisburg
37
51:65
43
15.
Kaiserslautern
37
46:51
42
16.
Uerdingen
37
37:49
40
17.
Meppen
37
35:60
38
18.
Bayern München II
37
47:57
37
19.
Lübeck
36
39:54
34
20.
Unterhaching
37
39:56
31





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