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Löwen-Trainer als Warner  |  08.05.2021  |  06:00 Uhr

"Wir sind nicht bei Let’s Dance": Köllner fordert vollen Fokus auf Wiesbaden

von Matthias Vogt

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Anders als in der Tanzshow mit Juroren zählt bei den Sechzigern nur das Ergebnis der "gnadenlosen Anzeigentafel", wie Löwen-Coach Michael Köllner sagt. In sieben der letzten neun Drittligaspiele stand dort allerdings mindestens ein 1860-Tor mehr als beim jeweiligen Gegner, manchmal noch mehr. −Foto: Imago Images

Anders als in der Tanzshow mit Juroren zählt bei den Sechzigern nur das Ergebnis der "gnadenlosen Anzeigentafel", wie Löwen-Coach Michael Köllner sagt. In sieben der letzten neun Drittligaspiele stand dort allerdings mindestens ein 1860-Tor mehr als beim jeweiligen Gegner, manchmal noch mehr. −Foto: Imago Images

Anders als in der Tanzshow mit Juroren zählt bei den Sechzigern nur das Ergebnis der "gnadenlosen Anzeigentafel", wie Löwen-Coach Michael Köllner sagt. In sieben der letzten neun Drittligaspiele stand dort allerdings mindestens ein 1860-Tor mehr als beim jeweiligen Gegner, manchmal noch mehr. −Foto: Imago Images


"Es geht nicht um einen Ästhetik-Preis, sondern um Erfolg", sagt Michael Köllner. Doch weil seine Münchner Löwen momentan beides kombinieren – ansehnlichen Fußball mit guten Ergebnissen – und dabei vor allem mannschaftlich geschlossen und mental stabil auftreten, ist der Tabellendritte der 3. Liga vor den letzten drei Spieltagen vielleicht sogar der aussichtsreichste Aufstiegsanwärter. Nur der Trainer selbst denkt vor dem Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden (Samstag, 14 Uhr/BR und Magenta Sport) an einen anderen Titel.

Einer von Michael Köllners ehemaligen Spielern sorgt nämlich gerade auf einer anderen Bühne für Schlagzeilen. Der Isländer Rurik Gislason, einst Köllners Schützling beim 1. FC Nürnberg, ist einer der Stars in der RTL-Tanzshow und hat es damit sogar in die Ansprachen seines früheren Trainers geschafft. "Wir sind hier nicht bei Let’s Dance. Bei uns gibt’s keine drei Leute, die eine Acht, Neun oder Zehn in die Höhe heben", hatte der Löwen-Trainer seinen Spielern in dieser Woche bildhaft dargestellt. Eine "gnadenlose Anzeigetafel" sei das einzige Bewertungskriterium, das in diesen Wochen für die Münchner zähle.

Köllner zieht diesen Vergleich nicht ohne Grund. Denn nach dem überzeugenden 3:0 gegen Kaiserslautern, das einige Fans als das beste Löwen-Spiel der vergangenen Jahre bewerteten, war es dem Trainer nun vor allem wichtig, die Euphorie in Grenzen und den Fokus auf dem nächsten schweren Spiel zu halten. "Natürlich ist das eine tolle Situation, dass wir unsere Fans so ins Schwärmen bringen", sagt er. "Aber wir können jetzt nicht im Bus nach Wiesbaden dieselbe Kassette nochmal einlegen und damit hat es sich." Beim Tabellensechsten werde seine Mannschaft mehr gefordert als zuletzt.

Und doch lässt sich in dieser entscheidenden Saisonphase eben festhalten, dass nicht nur die "B-Note" in Form eines attraktiven Spiels, sondern auch die "gnadenlose Anzeigentafel" besonders oft für die Löwen spricht. In sieben der letzten neun Drittligaspiele stand dort mindestens ein 1860-Tor mehr als beim jeweiligen Gegner. Die Tordifferenz der Löwen (65:29) spricht Bände. "Dass du in beiden Attributen, offensiv wie defensiv der Beste bist, das ist schon außergewöhnlich", räumt auch Köllner ein. Neben der sportlichen Konstanz (und Qualität) liegt das vor allem an der Geschlossenheit, die bei den Sechzigern derzeit keine Floskel ist. Auch mental ist das Team gewachsen. Dass der verweigerte Foulelfmeter gegen Kaiserslautern zu keinem Bruch geführt, sondern unaufgeregt weitergespielt wurde, wertet Köllner als ein Indiz dafür. "Die Mannschaft hat eine echte Siegermentalität entwickelt", sagt er. Tatsächlich ist derzeit wenig vorstellbar, was die Löwen auf ihrem Weg stoppen könnte.

So ist es auch nur folgerichtig, dass der Löwen-Coach die Ziele (zumindest leicht) neu definiert. "Das eine Ziel haben wir erreicht", sagt er, da Platz vier und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal seit dieser Woche feststeht. "Einen Titel wollen wir jetzt aber auf jeden Fall noch gewinnen", fügt er an. Der 51-Jährige meint den der besten Auswärtsmannschaft, wofür der TSV noch eines seiner zwei Spiele in der Fremde gewinnen müsste. Verbunden damit wäre wohl ziemlich sicher sogar einer der ersten beiden Plätze. Oder um bei Köllners ehemaligem Spieler Gislason zu bleiben: Die Löwen würden erfolgreich zurück in die 2. Liga tänzeln.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Dresden
38
61:29
75
2.
Rostock
38
52:33
71
3.
Ingolstadt
38
56:40
71
4.
1860 München
38
69:35
66
5.
Saarbrücken
38
66:51
59
6.
Wehen
38
57:53
56
7.
Verl
38
66:55
55
8.
Mannheim
38
50:55
52
9.
Halle
38
51:58
52
10.
Zwickau
38
46:45
51
11.
Magdeburg
38
42:45
51
12.
Viktoria Köln
38
52:59
51
13.
Türkgücü München
38
45:55
47
14.
Kaiserslautern
38
47:52
43
15.
Duisburg
38
52:67
43
16.
Uerdingen
38
38:50
41
17.
Meppen
38
37:61
41
18.
Bayern München II
38
47:58
37
19.
Lübeck
38
41:57
35
20.
Unterhaching
38
40:57
32





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