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Drittligist im Zwielicht  |  21.04.2021  |  12:47 Uhr

Vorwurf des Menschenschmuggels: Türkgücü München wehrt sich

von Sebastian Lippert

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−Symbolfoto: Imago Images

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Funktionäre der türkischen Regierungspartei AKP sollen in den vergangenen zwei Jahren bis zu 1000 Personen illegal nach Deutschland eingeschleust haben, die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt. Der Grünen-Politiker Cemal Bozoglu (59), Abgeordneter des Bayerischen Landtags, wirft dem deutschen Fußball-Drittligisten Türkgücü München vor, an dem Menschenschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Der Verein wehrt sich.

"Sport ist Bruderschaft" soll der Name eines Projektes sein, unter dessen Deckmantel 37 Personen am 16. und 22. Februar aus dem türkischen Landkreis Ceylanpinar über den Flughafen Nürnberg in Deutschland eingereist sein sollen. Der mutmaßliche Menschenschmuggel verläuft nach demselben Muster: Delegationsmitglieder reisen im Rahmen eines Projektes ein, nur ein Bruchteil reist auch wieder aus. Wer dableibt, sucht Arbeit und unterstützt damit die Familie. Für derlei Reisen besorgten AKP-Lokalpolitiker Sonderpässe für die Teilnehmer, um diese ohne Visum nach Deutschland zu schicken, berichtet der "Tagesspiegel".

Der Landtagsabgeordnete Bozoglu, geboren in Istanbul, hatte Wind von der Sache bekommen. Der Abgeordnete recherchierte hinterher und machte eigenen Angaben zufolge eine Liste mit den Namen von 37 Personen ausfindig. Der Jugend- und Sportclub Ceylanpınar habe 37 Landkreis-Bewohner aus Ceylanpinar eingeladen, nach Deutschland zu reisen, behauptet Bozoglu im Gespräch mit der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet. Über Nürnberg seien dann am 16. und 22. Februar 37 Personen nach Deutschland eingereist. Offizieller Zweck: das Projekt "Sport ist Bruderschaft". Die Kosten der Gäste vom Bosporus sollte angeblich Türkgücü München tragen.

Gegen diesen Vorwurf wehrt sich der Klub nach Kräften. Türkgücü München ist der erste von Migranten gegründete deutsche Verein in einer deutschen Profiliga. Die GmbH teilte am Mittwochvormittag mit, sich "von jeglichen Vorwürfen dieser Art" zu distanzieren. "Der Verein hat weder im Jahr 2020 noch in den Jahren zuvor oder danach derartige Einladungen in die Türkei verschickt. Es existieren zudem keine Kooperationen zwischen Türkgücü München mit Vereinen oder Projekten aus der Türkei", behauptet der Drittligist. Man gehe dem Sachverhalt "auf den Grund", zudem prüfe man juristische Schritte einzuleiten.

Der Grünen-Politiker Cemal Bozoglu sagt von sich, ein "Brückenbauer für eine weltoffene Gesellschaft" zu sein – für illegale Brücken gilt das nicht. Bozoglu hat daher eine parlamentarische Anfrage an das bayerische Innenministerium um Innen- und Sportminister Joachim Hermann gestellt, um weitere Informationen einzuholen. Eine Anfrage der Passauer Neuen Presse an den Landtagsabgeordneten Bozoglu steht gegenwärtig zur Beantwortung aus.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
Magdeburg
16
30:14
34
2.
Mannheim
17
29:17
30
3.
Meppen
17
25:21
30
4.
Braunschweig
17
28:18
29
5.
Osnabrück
17
24:17
28
6.
Saarbrücken
17
27:21
27
7.
Kaiserslautern
17
21:11
26
8.
Dortmund II
17
23:20
24
9.
1860 München
17
25:22
23
10.
Wiesbaden
17
24:22
23
11.
Freiburg II
17
14:25
23
12.
Viktoria Berlin
17
26:22
22
13.
Viktoria Köln
17
20:26
22
14.
Zwickau
16
21:20
21
15.
Halle
17
25:27
21
16.
Türkgücü München
17
18:26
19
17.
Verl
17
26:33
17
18.
Duisburg
17
21:30
16
19.
Würzburg
17
12:23
15
20.
Havelse
17
14:38
11





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