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Nach Corona-Beschluss in Bayern | 10.03.2020 | 15:31 Uhr

"Wirtschaftlicher Worst Case": 1860-Geschäftsführer wollen Geisterspiele verhindern

von Alexander Augustin

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Geschäftsführer bei 1860: Michael Scharold (Finanzen, l.) und Günther Gorzenzel (Sport). −Foto: 1860

Geschäftsführer bei 1860: Michael Scharold (Finanzen, l.) und Günther Gorzenzel (Sport). −Foto: 1860

Geschäftsführer bei 1860: Michael Scharold (Finanzen, l.) und Günther Gorzenzel (Sport). −Foto: 1860


Beim TSV 1860 München ist man unglücklich über die Entscheidung des bayerischen Kabinetts, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis 19. April zu verbieten. Rein sportlich zumindest. Seit 14 Spielen ist der Drittligist ungeschlagen, der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga ist größer denn je. Nun stoppt der Coronavirus die Euphorie, die einer Ratlosigkeit weicht. Wird die Liga mit Geisterspielen fortgesetzt? Wird der Betrieb vorerst ausgesetzt? Egal was passiert, es müsse eine einheitliche Lösung gefordert werden. Das forderten die 1860-Geschäftsführer Günther Gorenzel und Michael Scharold auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Dienstagnachmittag.

Man dürfe jetzt "nicht konsequent inkonsequent agieren", forderte Gorenzel vom Verband. Klar sei, dass das öffentliche Interesse nun über Einzelinteressen stehe. Entsprechend verstehe er die Entscheidung der Staatsregierung. Nur: "Die wesentliche Frage ist nun die Frage nach der Wettbewerbsgleichheit. Diese sehe ich momentan nicht gegeben. Es widerspricht dem Gebot der Fairness, wenn wir Geisterspiele durchführen müssen, andernorts vielleicht Spiele abgesagt werden und wieder woanders vor vollem Publikum gespielt wird", sagte Sport-Geschäftsführer Gorenzel.

Sein Kollege für die Finanzen Michael Scharold verdeutlichte: "Aus heutiger Sicht wären Geisterspiele der wirtschaftliche Worst Case." Rund 20 Prozent aller Einnahmen generieren Drittliga-Vereine durch Zuschauereinnahmen, heißt es vom DFB. Diese würden nun einbrechen. Man warte noch auf die behördlichen Anordnung, dann werde man den Ticketverkauf vorerst stoppen.

Inhaltlich gab die Pressekonferenz wenig Aufschluss darüber, ob und wie der Spielbetrieb fortgesetzt werden soll. Vielmehr darf man davon ausgehen, dass die 1860-Verantwotlichen Druck auf den DFB ausüben und auf eine schnelle und gemeinsame Lösung drängen wollten. Scharold ließ durchscheinen, dass man sich auch juristische Schritte vorbehalte, wenn keine Chancengleichheit geschaffen werde.

Die Heimspiele des TSV 1860 München sind vom Corona-Beschluss betroffen:
- Duisburg (14. März)
- Würzburg (21. März)
- Rostock (4. April)
- Halle (18. April)












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