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Löwen-Investor im Interview | 19.02.2020 | 10:02 Uhr

Hasan Ismaik exklusiv bei heimatsport.de: "1860 ist ein Verein mit negativer Energie"

von Alexander Augustin

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Seit 2011 Löwen-Investor: Hasan Ismaik. −Foto: imago images

Seit 2011 Löwen-Investor: Hasan Ismaik. −Foto: imago images

Seit 2011 Löwen-Investor: Hasan Ismaik. −Foto: imago images


Er ist eine der umstrittensten Personen im deutschen Fußball: 1860-Investor Hasan Ismaik (43). Im ausführlichen Exklusiv-Interview (in der Mittwochsausgabe der Heimatzeitung) spricht der jordanische Geschäftsmann über...

...die Ausbaupläne des Grünwalder Stadions: "Ich habe mich immer fürs Grünwalder Stadion stark gemacht, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Stadt uns das Stadion überlässt und wir es nach unseren Wünschen umbauen können. Aber danach sieht es leider nicht aus. Es gibt eine Machbarkeitsstudie für das Grünwalder Stadion, die besagt, dass das Stadion auf 18105 Plätze ausgebaut werden kann. Ich hatte dies anfangs für einen Scherz gehalten und war schockiert, dass die Entscheidungsträger auf Vereinsseite mit diesem Vorschlag der Stadt einverstanden sind. Ich frage mich: Was will man damit bezwecken? 1860 wird auf diesem Weg niemals gesunden! Und was passiert, wenn 1860 plötzlich ans Tor zur Bundesliga anklopft? Will man dann den Fans verkaufen: Sorry, wir können nicht aufsteigen, weil wir kein erstliga-taugliches Stadion haben. Ich verstehe den Eigensinn dieser Leute nicht."

...seine Pläne mit 1860: "Bald bin ich neun Jahre bei 1860. Das ist eine lange Zeit. Was ich gelernt habe, ist, dass man mit der Brechstange den Erfolg nicht erzwingen kann. Vielleicht war ich zu euphorisch, ohne die Strukturen des Klubs zu kennen. Vielleicht wollte ich zu schnell zu viel, aber ich hatte eigentlich nur eines im Kopf: Diesen Verein wieder dorthin zu führen, wo er eigentlich hingehört – in die Bundesliga! Noch immer gehört 1860 zu den Top 20 in der ewigen Bundesliga-Rangliste. Deswegen kann ich nicht verstehen, warum die Fans nicht die Sehnsucht haben, irgendwann wieder in die Erste Liga zurückzukehren. Wenn alle im Verein zusammenhalten würden, könnten wir eine Lawine lostreten!"

...den möglichen Einstieg eines weiteren Gesellschafters: "Ich habe dem TSV 1860 vor Monaten mitgeteilt, dass ich grundsätzlich für eine Kapitalerhöhung bereit bin, jedoch nur unter gewissen Voraussetzungen. 1860 braucht kein kleines Konsortium, sondern einen zuverlässigen und großen Partner, der sofort bereit ist, 10 bis 20 Millionen Euro zu investieren. Bis heute warten wir auf Vorschläge."

...den scheidenden Geschäftsführer Michael Scharold: "Ich wünsche Michael Scharold alles Gute für die Zukunft. Es ist immer schade, wenn ein Mitarbeiter 1860 verlässt. Was meine Kritik betrifft, möchte ich klarstellen, dass sie nicht persönlich war, sondern nur dazu diente, die Leute aufzuwecken, dass 1860 einen starken Geschäftsführer braucht. Michael ist ein sehr guter Buchhalter, aber eben kein Geschäftsführer für 1860. Ich denke, er selbst hat das auch eingesehen. 1860 ist ein Verein mit vielen Strömungen und leider negativer Energie. Ich hatte Michael Scharold vor einigen Jahren als Leiter der Finanzen zu 1860 geholt, aber nicht als Geschäftsführer. Als Geschäftsführer von 1860 brauchst du ein Netzwerk, musst ein Menschenfänger sein, ein Motivator. Ich habe bei der Entscheidung des Beirats diese Bedenken durch meine Vertreter geäußert, aber Herr Scharold wurde dennoch durch 50+1 als Geschäftsführer eingestellt. Ich weiß nicht, ob das eine Trotzreaktion des e.V. war, weil ich eben diese Entscheidung nicht befürwortet habe."

...seinen Plan, Robert Schäfer als Geschäftsführer zurückzuholen, obwohl dieser ein Verfechter von 50+1 ist: "Ich halte ihn für einen fähigen Geschäftsführer, dem ich zutraue, dass er sich nicht manipulieren lässt, sondern immer den Erfolg von 1860 im Vordergrund sieht. Er hat sich in Dresden und Düsseldorf einen guten Namen erarbeitet. Schäfer kennt die Spielchen im Verein, seine Widersacher, weiß sofort, wo er die Hebel ansetzen muss und braucht keine große Eingewöhnungszeit."Das komplette Interview mit Hasan Ismaik lesen Sie am Mittwoch, 19. Februar, im Sportteil Ihrer Passauer Neuen Presse oder kostenlos nach kurzer Anmeldung am Online-Kiosk.












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