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Glosse zur Facebook-Posse | 21.01.2020 | 08:00 Uhr

Von 16.000 auf 185.000 – Hat 1860-Investor Ismaik Facebook-Likes gekauft?

von Sebastian Lippert

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−Foto: Rauchensteiner/Bildmontage: Lippert

−Foto: Rauchensteiner/Bildmontage: Lippert

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Was haben Baana Alimali, Charles Koudji und Babangida Ramos Rabiu Tsafe wohl gemeinsam? Dämliche Frage, mögen Sie mir jetzt vorwerfen, das ist doch ganz logisch! Die drei sind stadtbekannte Fans des TSV 1860 München und insbesondere treue Unterstützer des großartigsten Investors, den die Fußball-Welt je verehrt hat: Hasan Ismaik (43). Aber damit sind die Herren Koudji und Rabiu Tsafe sowie Frau Alimali nicht allein: Die offizielle Facebook-Seite des Jordaniers, "Ismaik1860", hat ihre Follower-Zahl fast verzwölffacht – binnen 31 Tagen. Ein Verdacht liegt da nah: Diese Daumen stinken.

Waren es am 19. Dezember noch an die 16.000 Fans, ist Ismaik jetzt drauf und dran, den Stammverein zu überholen. Mit Stand vom – und da muss man derzeit penibel sein, schließlich ging’s schon beim Verfassen dieses Textes rapide bergauf – 20. Januar 2020, 14.51 Uhr, sind es exakt 185.544 Fans. Da verkommt der große Online-Löwe bald zum Mini-Miezekätzchen: Der TSV 1860 München hat auf Facebook nämlich 193.827 Fans gesammelt. Und dafür brauchten die mehrere Jahre, diese Stümper! LÄCHERLICH. In den ersten zehn Minuten Arbeit an diesem Text erhöhte sich die Fan-Anzahl der Löwen um 1, süß. Bei "Ismaik1860" waren es 77 – yeah!!

Experte: "Einen solchen Anstieg zu bekommen, ohne wirklich relevante Inhalte zu posten, ist sehr, sehr schwer machbar"

Das "Löwenmagazin" hatte den Anstieg zuerst thematisiert, die Münchner "Abendzeitung" sprang auf den Zug auf und unterhielt sich mit einem Vertreter der Plattform "mimikama.at", die als Referenz in Sachen Fact-Checking gilt. Der Blick des Experten Andre Wolf lege den Verdacht nahe, dass die Likes gekauft sind und mit Fake-Profilen, vor allem aus Afrika und Südostasien, gefüllt wurden. "Es ist schon enorm auffällig, dass jemand innerhalb von nur vier Wochen 100.000 Fans dazubekommt. Einen solchen Anstieg zu bekommen, ohne wirklich relevante Inhalte zu posten, ist sehr, sehr schwer machbar", sagte Wolf der "Abendzeitung". Bei einigen Profilen änderte sich innerhalb weniger Tage sogar der Geburtsort oder das Geschlecht.

Ismaik selbst sprach davon, nur im besten Interesse des Klubs zu handeln: Es gehe darum, mehr Fans für 1860 München zu generieren. Ob diese Fans aber vor der Haustür in München sitzen oder in Bangladesch, das scheint dem Investor herzlich egal zu sein. Das Dumme an der ganzen Sache: Sollten die Likes gekauft sein, schießt Ismaik dem Drittligisten hier ein Eigentor. Das soziale Netzwerk Facebook bestraft solche Tricksereien nämlich und schränkt die organische Reichweite der Beiträge ein; das bedeutet, dass der Sender mit seiner Nachricht, sei es ein Text, ein Link, ein Foto oder ein Video, deutlich weniger Empfänger erreicht. Dem Autor gefällt das. − sli












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