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13.12.2019 | 06:00 Uhr

Vorm Derby in Ingolstadt: Löwen-Trainer Michael Köllner strahlt viel positive Energie aus

von Gottfried Sterner

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Guter Dinge: Der neue Löwen-Trainer Michael Köllner ist mit seinem Team noch ungeschlagen. −Foto: Ruiz/Imago Images

Guter Dinge: Der neue Löwen-Trainer Michael Köllner ist mit seinem Team noch ungeschlagen. −Foto: Ruiz/Imago Images

Guter Dinge: Der neue Löwen-Trainer Michael Köllner ist mit seinem Team noch ungeschlagen. −Foto: Ruiz/Imago Images


So schnell kann es im Fußball gehen. Ein paar gute Ergebnisse, ein neuer Trainer, der unvorbelastet arbeitet, den Kontakt sucht und auch eine gewisse Lockerheit zur Schau stellt – und plötzlich dreht sich die ganze Stimmung im Verein. Fußball-Drittligist 1860 München erfährt mit Trainer Michael Köllner (49) wieder einmal einen neuen Hoffnungsträger.

Nach der Weihnachtsfeier und zwei freien Tagen starteten die Löwen am Mittwochnachmittag die Vorbereitung auf das Derby am Montag (19 Uhr) beim FC Ingolstadt. Zwölf Kiebitze verfolgten das Training, und Köllner, der vor genau einem Monat die Nachfolge der entnervten Löwen-Ikone Daniel Bierofka antrat, sprühte vor Energie und Zuversicht. "Ich bin gut aufgenommen worden, besser als erwartet, weil ich das Umfeld zuvor unruhiger wahrgenommen habe. Aber alle Parteien, die am Ruder sind, unterstützen mich voll und ganz. Ich hoffe, dass ich das in vier Monaten oder vier Jahren immer noch erzählen kann", sagt der 49-Jährige mit einem schelmischen Grinsen.

Köllner redet ohne Punkt und Komma, ist aber verbindlich in seinen Aussagen und versucht sein Umfeld mitzureißen. Da spielt es keine Rolle, dass der nächste Gegner der seit neun Spielen ungeschlagene Zweitplatzierte ist. "Ingolstadt hat einen Riesenlauf. Die Mannschaft hat ihre Schwächephase überwunden und ist stark im Kommen. Da ist die Favoritenrolle eindeutig. Das wird eine richtig schwierige Aufgabe", meint Köllner, um im gleichen Atemzug zu sagen: "Aber wir wissen auch, was wir können. Wir sind seit fünf Spielen ungeschlagen und jetzt acht Punkte von einem Abstiegsplatz weg."

Mit fairem Umgang schafft man Teamgeist

Die Serie, die noch Bierofka und Interimscoach Oliver Beer mit Siegen über Viktoria Köln (4:2) und Halle (1:0) eingeleitet hatten, verschafft den Löwen Luft. Daher will Köllner auch das enttäuschende 1:1 gegen die SG Großaspach am vergangenen Spieltag nicht negativ einordnen. "Man muss das langfristig sehen. Vor fünf Wochen hatten wir einen Punkt Vorsprung vor einem Abstiegsplatz, da wären wir froh gewesen über den jetzigen Abstand. Darum ist es wichtig, dass wir wieder gepunktet haben, so bitter sich das 1:1 auch anfühlt. Auch solche Spiele können die Sinne schärfen und Kraft entfachen", meint der neue Löwen-Trainer und erklärt: "Wir müssen bestimmte Abläufe diskutieren, ehrlich sein und die Dinge beim Namen nennen. Bisher haben wir es gut hinbekommen, die Balance und Stabilität zu halten. Aber dieses Mal standen die Achterpositionen zu hoch, wir waren im Spielaufbau zu unruhig. Jeder hat gedacht, gegen Großaspach sind das sichere drei Punkte."

Bei aller Kritik rückt der Oberpfälzer immer wieder den Teamgeist in den Vordergrund. "Die Mannschaft hat Mentalität und Charakter. Aber sie funktioniert nur, wenn ein hoher Teamgeist vorhanden ist. Deswegen muss man Prozesse ständig am laufen halten, Beziehungen aufbauen, kommunizieren mit Verbindlichkeit, aber auch Härte. Mit einem fairen Umgang schafft man Teamgeist", lautet Köllners Credo.

Bisher hat er den Übergang vom heiß diskutierten Bierofka-Abschied und den vereinsinternen Dauerquerelen zu einem Neuanfang erstaunlich gut hinbekommen. Einigen Verletzungssorgen zum Trotz und verschiedene personelle Umstellungen inbegriffen. Eines ist für Köllner zum Vorrundenabschluss aber klar – die Saison steht nur im Zeichen des Klassenerhalts. "Wir wollen eine ruhige Saison spielen, das ist unser primäres Ziel", sagt Köllner und eilt zur nächsten Trainingseinheit. − PNP












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