Seit Sommer beim FSV Zwickau

Mit Geduld ans Ziel: Ex-Burghauser Agbaje über seine Zeit beim SV Wacker, seinen aktuellen Verein und seine Zukunft

01.12.2022 | Stand 01.12.2022, 12:08 Uhr

Noah Agbaje (rechts) in der Drittliga-Partie zwischen seinem aktuellen Klub FSV Zwickau und dem SC Verl um Vinko Sapina. −Fotos: imago images/Butzhammer

Von Christina Aicher

Mein langfristiges Ziel? Mein komplettes Potenzial ausschöpfen und so weit wie möglich kommen“, sagt Noah Shawn Agbaje. Mit dem Wechsel vom Fußball-Regionalligisten SV Wacker Burghausen zum Drittligisten FSV Zwickau im Sommer hat der 21-Jährige den nächsten Schritt gewagt. In Sachsen hat er sich mittlerweile gut eingelebt. Aber auch an seine Zeit in der Salzachstadt denkt der gebürtige Münchner gerne zurück.

Im Juni hat Agbaje seinen Vertrag mit Laufzeit bis 30. Juni 2024 bei den Schwänen unterschrieben. „Man merkt den Unterschied zwischen Regionalliga und 3. Liga“, erzählt er. „Ich freue mich, dass ich es hierher geschafft habe.“ Auch, wenn er bisher noch nicht viel Einsatzzeit bekommen hat. Zum ersten Mal stand er am 9. August bei der 0:1-Niederlage gegen den MSV Duisburg ab der zweiten Halbzeit auf dem Platz. Es folgten Einwechslungen in zwei weiteren Partien. In der 3. Runde (11:0 beim Bornaer SV) und im Achtelfinale (5:1 beim Heidenauer SV) des Sachsenpokals spielte er über die volle Zeit. „Ich mache mir keinen Druck und versuche, mich so gut wie möglich zu beweisen“, erklärt der Mittelfeldspieler mit deutsch-nigerianischen Wurzeln. Das musste er in seiner Anfangszeit in Burghausen auch.

Mit sieben Jahren kam er zum FC Bayern München. Über die SpVgg Unterhaching, den TSV 1860 Rosenheim, den FC Ismaning und den TSV 1860 München ging es für Agbaje im Juli 2020 zum SV Wacker. In seiner ersten Spielzeit an der Salzach waren wegen der Corona-Pandemie nur wenige Begegnungen möglich, in der Saison 2021/22 etablierte sich der 21-Jährige als Stammspieler. Nur einmal stand er in der Liga krankheitsbedingt nicht auf dem Platz. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück.“ Sein persönlich spektakulärstes Spiel? „Im Grünwalder Stadion gegen die kleinen Bayern“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Zu dem Aufeinandertreffen kam es am 37. Spieltag. „Unser Saisonziel war, unter die Top 3 zu kommen. Wir sind dennoch als Underdog hingefahren.“ Trotzdem gewann Wacker mit 4:0. Ein Treffer und eine Vorlage gingen aufs Konto von Agbaje. Am Ende schloss das Team des damaligen Trainers Leo Haas die Runde mit dem 3. Platz ab. Ein „riesen Erlebnis“ sei auch das Pokal-Achtelfinale gegen die Löwen am 8. September 2021 gewesen, das der SVW mit 6:7 nach Elfmeterschießen verlor.

Mehr dazu lesen Sie in der PNP-Printausgabe am Donnerstag, 1. Dezember – unter anderem im Burghauser Anzeiger und im Trostberger Tagblatt.