3. Liga: 1860 München unterliegt 0:2 bei Freiburg II

Köllners Krisen-Jubiläum: Dritte Pleite in Folge – am dritten Jahrestag als Löwen-Coach

09.11.2022 | Stand 12.11.2022, 16:00 Uhr

Verdorbenes Jubiläum: Am dritten Jahrestag als Löwen-Coach gab‘s für Michael Köllner eine 0:2-Niederlage beim SC Freiburg II. −Foto: Sven Hoppe/dpa

Von Matthias Vogt

Drittliga-Startrekord und große Aufstiegs-Euphorie im Umfeld: Das war einmal bei den Münchner Löwen. Nach der dritten Niederlage in Folge, dem 0:2 bei der U23 des SC Freiburg am Mittwochabend, drohen an der Grünwalder Straße zum Jahresende ungemütliche Tage.

In der Tabelle sind die Sechziger erstmals in dieser Saison auf den fünften Platz abgerutscht. An Michael Köllners Jubiläumstag – er hatte genau drei Jahre zuvor die Nachfolge von Daniel Bierofka angetreten – gab es also nicht besonders viel zu feiern. Einen Kuchen hatte der Trainer von Kapitän Stefan Lex im Namen der Mannschaft tagsüber überreicht bekommen. Drei Punkte folgten später nicht. Und auch wenn die Löwen während Köllners Zeit schon mal schlechter dastanden als nun vor dem letzten Spieltag in diesem Kalenderjahr (am kommenden Montag gegen Rot-Weiß Essen), droht die gute Stimmung in diesen Tagen weiter zu kippen.

Dabei hatte Köllner nicht nur vor dem Spiel, sondern auch direkt nach der schwachen ersten Halbzeit vieles versucht: Im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Saarbrücken hatte er in der Englischen Woche sogar sechs neue Spieler von Beginn an gebracht, unter anderem zunächst auf Torjäger Marcel Bär verzichtet. Nach der ersten Hälfte vor 5700 Zuschauern im Dreisamstadion tauschte der 52-Jährige dann wieder dreimal – Bär war jetzt zurück auf dem Platz. Allerdings lagen die Münchner nach einem platzierten Schuss von Lars Kehl aus mehr als 20 Metern (5.) bereits mit 0:1 zurück.

„Zu harmlos“ sei das eigene Offensivspiel danach gewesen, meinte Köllner, der die aktuelle Krise als einen „Mix aus allem“, also spielerischen Problemen (wie in Bayreuth und Freiburg) oder „nur“ dem falschen Ergebnis nach guter Leistung (wie gegen Saarbrücken) bezeichnete. Was bleibt, sind die dritte Niederlage und das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer. Stattdessen erspielten sich die jungen Freiburger – unterstützt von den eigenen Ultras, die das Auswärtsspiel des Bundesligateams in Leipzig boykottierten – eine gute Chance nach der anderen, sodass die Sechziger mit dem 2:0 durch Mika Baur, der nach einem abgefälschten Freistoß richtig stand (63.), noch gut bedient waren. Zum ersten Mal in Köllners Löwen-Zeit gab es damit drei Drittliga-Niederlagen in Folge. Und das ausgerechnet am Jubiläumstag.